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Mit Venedig verbinden wir in erster Linie die Lagunenstadt mit ihren zahlreichen Inseln, Kanälen, Brücken, Booten … .
Der weitaus größte Teil der Venezianer lebt allerdings auf dem Festland, in den Ortsteilen wie eben Mestre. Während die Einwohnerzahlen in der Lagune stetig zurückgehen, weil immer mehr Wohnraum zu Touristenherbergen umfunktioniert werden (Ein Trend der durch Airbnb und ähnliche Anbieter noch forciert wird), wachsen die Festlandsviertel weiter an. Mestre ist heute der größte Bezirk der Stadt. Mit rund 50.000 Einwohnern leben hier rund ein fünftel der Venezianer. Die Zahl der Inselbewohner ist hingegen seit 2008 von damals 60.000 auf nun unter 50.000 gesunken. Mestre selbst hat, wie einige der Ortsteile Venedigs, eine lange Tradition. Der Turm am Nordende des großen Marktplatzes stammt aus dem 11. Jahrhundert, die Stadt selbst wurde angeblich von einem an die Nordküste geflohenen trojanischen Helden gegründet. Mestre wurde 1926 nach Venedig eingemeindet, da die regierenden Faschisten durch den Zusammenschluss zahlreicher Gemeinden mit der Inselstadt ein „Groß-Venedig“ schaffen wollten. Seit 1979 gab es zwar fünf Volksabstimmungen zur Trennung Mestres von Venedig, die aber allesamt am notwendigen Quorum scheiterten. Mestre ist heute Wohnort der einfachen Bevölkerung und Arbeiter. Mit der Insel ist der Ort über eine 4 Kilometer langen Brücke verbunden, die öffentlichen Verkehrsmittel fahren kurztaktig und günstig. Für mich war Mestre eine Zwischenstation auf dem Weg zur Insel. Da die Insel selbst nicht mit dem Rad befahren werden darf, stellte ich in Mestre Rad und Gepäck unter (vier Euro in einer bewachten Garage am Bahnhof). Am späten Nachmittag kehrte ich zurück, genoss den Rundgang über den Platz sowie eine leckere Focaccia mit Weißweinschorle. 15 HF-Aufnahmen mit der RX100 M3, 8.8 mm (24 mm KB, beschnitten auf ca. 28 mm), f/8, 1/500 s, ISO 125. |
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LG Jörg
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