Goldblau (ein Experiment)   6203
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Details

Location: Würzburg, Terroir F (281 m)      by: Dieter Leimkötter
Area: Germany      Date: 06.07.2019
Manchmal möchte man etwas ausprobieren.

Vor einiger Zeit hatte ich auf PP ein zusammengesetztes Bild eines Baums in unterschiedlichen Jahreszeiten gesehen. Es war natürlich immer das gleiche Objekt und nicht eine Landschaft zusammengesetzt aus Bildern unterschiedlicher Aufnahmerichtung mit sich überlappenden Bereichen, eben so, wie fast alle Panoramen hier erzeugt werden. Ich fragte mich, ob es möglich ist, neben dem Aufnahmewinkel auch die Aufnahmezeit zu variieren. So entschloss ich mich, aus gut 20 Serien, die ich an diesem Abend von der Aussichtsplattform am Steinberg oberhalb von Würzburg angefertigt hatte, Einzelbilder unterschiedlicher Serien zu einem Bild zu verarbeiten. Die Aufnahme ganz links entstand um 20.52 Uhr, zur goldenen Stunde, die nächste 11 Minuten später, dann wieder 11 Minuten später, bis schließlich die Aufnahme ganz rechts um 21:21 Uhr im Kasten war. Die Belichtungszeit änderte sich von 1/60 bis hin zu 10 s, Blende (f/8), ISO (100) und Farbtemperatur (6800 K) blieben konstant.

Nach mehreren Versuchen konnte ich Hugin dazu bekommen, die Bilder auch zu einem annehmbaren Ergebnis zusammenzusetzen. Hierbei mussten zunächst die Ausgangsbilder so angepasst werden, dass sie gleich belichtet waren. Der Export wurde dann ohne Exif-Daten durchgeführt. Nach dem Stitchen habe ich das Panorama mit diversen Verlaufsfiltern nachbearbeitet um einerseits einen Helligkeitsverlauf, andererseits einen Verlauf der Farbtemperatur von der goldenen zur blauen Stunde hinzubekommen. Die grellen Lichter des Kiliani-Festes machten das ganze nicht leichter. Auch die sich ändernde Bewölkung erforderte einiges an Nacharbeit.

Es ist, wie gesagt, ein Experiment. Vielleicht hat der eine oder andere mal ähnliches versucht und berichtet hier über die Ergebnisse.

Comments

Das ist wirklich ein spannendes Experiment und das Ergebnis finde ich sehr gelungen. Vor wenigen Wochen erst hatte ich in einer Wartezimmerzeitschrift (Geo oder Stern) einen Artikel mit einer Reihe ähnlicher Aufnahmen gesehen, die mir sehr gefallen haben. Da waren die Lichtverhältnisse - über 24 Stunden hinweg - noch extremer. Hast du dich vielleicht davon inspirieren lassen?

Das ist mal ein wirklich passendes Kunstwerk für diese Plattform - dennoch würde ich auch hier nur ungern auf Beschriftungen verzichten wollen ...
2019/07/13 18:59 , Arno Bruckardt
Experimentierfreude schätze ich sehr. Du hast das sehr gut hinbekommen, auf den ersten Blick ist mir ein großer zeitlicher Abstand zwischen den Bildern gar nicht aufgefallen.
2019/07/13 22:36 , Steffen Minack
Arno, ein Festzeltbesuch hatte mich von der Beschriftung noch abgehalten. Habe ich jetzt ergänzt.

Glücklicherweise hatte ich in letzter Zeit wenig Gelegenheit, Wartezimmerlektüre zu konsumieren. Die Grundidee hatte ich eigentlich bei meinem letzten Berlinbesuch, von dem ich Bild 22202 mitgebracht habe. Wir genossen auch hier die goldene und die blaue Stunde. Zwei Reihen, die ich in Richtung Alex angefertigt habe, wollte ich in Photoshop überblenden. Da beide nicht exakt an der gleichen Stelle aufgenommen wurden, führte das zu keinem guten Ergebnis.
2019/07/14 16:32 , Dieter Leimkötter
Für mich ein spannendes und durchaus gelungenes Experiment ... ob jedoch ein "Mehrgewinn" daraus entsteht gegenüber einer durchgängigen Serie? Da bin ich in meiner Beurteilung noch etwas zögerlich ohne einen direkten Vergleich zu haben.

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2019/07/14 18:03 , Hans-Jörg Bäuerle
Bei den großen Zeitunterschieden zwischen den Einzelbildern hätte ich deutliche Übergänge erwartet, das sieht alles recht harmonisch aus. Ich habe in der zu Dämmerung auch schon mit kleineren Abständen aufgenommen, um gleichmäßigeres Licht über einen breiten Blickwinkel zu erhalten.
2019/07/14 20:58 , Friedemann Dittrich
Ich finde es gut und gelungen. Ein ähnliches Projekt habe ich auch noch in der Werstatt liegen. Solche dynamischen Panoramen haben Vorteile gegenüber den statischen, wenn das, was man zeigen möchte, zu unterschiedlichen Bedingungen und Zeiten gut zur Geltung kommt und man es trotzdem in der Zusammenschau eines Panoramas zeigen möchte. Statische Panoramen werden dann gern geteilt oder es gibt einen Kompromiss bei den Kameraeinstellungen. Das Dogma "gleiche Kameraeinstellung" wird bei Panoramen überbewertet und ich halte mich fast nie daran. Ich habe mir das wahrscheinlich so angewöhnt, da das Handbuch von Panoramastudio auch schreibt, man müsse es nicht. Es ist ja auch meiner Meinung nach nicht so, dass ein Panorama nur einen Zeitpunkt festhalten muss. Dieter hat hier einen ganzen Zeitraum festgehalten, in dem man wunderbar vor und zurückscrollen kann. Weiter so.
2019/08/07 16:48 , Jörg Braukmann

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Dieter Leimkötter

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