Über die Ostsee bis zur dänischen Insel Moen   101651
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1 W
2 untere Grenze der Spiegelung, links
3 Dronningestolen 128m; 65km
4 Insel Moen (mit Luftspiegelung)
5 Aborrebjerg 143m; 67km
6 Slotsgavlene
7 untere Grenze der Spiegelung; rechts
8 NW

Details

Location: Insel Rügen, Kap Arkona - Neuer Leuchtturm (65 m)      by: Heinz Höra
Area: Germany      Date: 24.5.2012
Die Ostsee vor Kap Arkona trifft in Nordwestrichtung in knapp 70 km Entfernung auf die dänische Insel Moen. Als ich damals im Mai 2012 auf dem Leuchtturm war, waren die Sichtverhältnisse so gut, daß man Moen mit dem bloßen Auge sehen konnte. Man konnte Moen aufgrund von "Luftspiegelungen" sogar doppelt sehen. Den Strand von Moen kann man auch bei bester Sicht nicht sehen, da man das Meer bei der Beobachtungshöhe von 65 m aufgrund der Erdkrümmung höchstens bis ca. 33 km überblicken kann und dieser Horizont den viel weiter entfernten Strand der Insel verdeckt. Man sieht demzufolge nur die Teile von Moen, die höher als 70 bis 80 m üdM sind.
Die Aufnahmen des Panoramas habe ich mit einer Canon EOS 600D und dem Canon-Objektiv EF 70-300 IS gemacht und mit PTGui gestitcht. In der Höhe entspricht das Aufnahmen mit 350 mm KB- Brennweite.

Comments

Lieber Heinz

Was für ein tolles Bild! Die Refraktionen sind wirklich sehenswert!

LG Christoph
2016/07/29 20:38 , Christoph Seger
Møn and the Faroes are the new black!
2016/07/29 23:15 , Jan Lindgaard Rasmussen
Klasse Heinz! Erst einmal die erfrischende Mai-Stimmung und dann natürlich die Erscheinung von Møn.
Ist es möglich, dass der obere Teil von Møn auf dem Kopf steht ?
Als ich Kind war, waren wir immer in der Gegend von Bastorf im Urlaub. Dort konnte man gut nach Schleswig-Holstein schauen. Als Kind dachte ich immer es wäre Dänemark ;-).
Wenn ich mich richtig entsinne gab es dort auch solche Erscheinungen. Als ich mit den einheimischen Kindern darüber sprach, erzählten sie mir von "auf den Kopf fahrenden LKWs", die man manchmal im Fernglas sehen konnte. Ich nehme an die meinten die LKW's auf der Fehmarnsundbrücke. Ob das möglich ist ?
2016/07/30 09:19 , Steffen Minack
@Steffen, wie schon gesagt handelt es sich wohl um eine Luftspiegelung. Wir hatten das schon Mal erörtert bei meinem Panorama http://www.panorama-photo.net/panorama.php?pid=14002, wo ich die Sicht zur 65km entfernten Insel Wollin gezeigt habe. Dort hatte Herr Stoffels auf die Seiten http://www.physik.wissenstexte.de/halligen.htm verwiesen, auf denen sehr anschaulich Luftspiegelungen erläutert werden. Auch hatte er darauf hingewiesen, daß es sich um eine "Untere Luftspiegelung" handeln muß.

Steffen, damit man genauer beurteilen kann, welcher Teil gespiegelt wurde, habe ich hier http://www.panoramio.com/photo/132348502 ein höher aufgelöstes Einzelbild eingestellt. Auf dem Bild ist besser zu sehen, daß nicht der obere Teil gespiegelt sein wird, sondern die Spiegelung wird der untere Teil sein.

Ganz genau kann ich mir das mit der Spiegelung aber noch nicht erklären, vor allem wie es mit der Vedeckung durch den aufgrund der Erdkrümmung näheren Meereshorizont ist. Ich habe auch schon im Bild die fraglichen Teile zurückgespiegelt, wobei man zusätzllich noch etwas verzerren muß - bin aber noch zu keiner befriedigenden Erklärung gekommen

Eins möchte ich aber in aller Deutlichkeit sagen, diese Spiegelung "sind keine Refraktionen", wie es ja Christoph in seinem Kommentar gleich entschlüpft ist. Die Refraktion wirkt immer bei jeder Lichtausbreitung. Aufgrund der Dichteunterschiede in der Atmosphäre breitet sich das Licht nicht geradlinig aus, sondern es ergeben sich gekrümmte Lichtstrahlen. Die Krümmung des Lichtstrahls ist demzufolge die Refraktion des Lichts.
(18:30 Uhr etwas editiert)
2016/07/30 15:14 , Heinz Höra
Lieber Heinz

Ich war tatsächlich der Meinung, dass es sich um eine Refraktion handelt und nicht um eine Spiegelung. Ich habe mir den von dir genannten Link angesehen und bin der Meinung, dass es sich um eine "obere Luftspiegelung" handelt bei welcher der wahren Silhouette "oben" noch Anteile von "unten" "draufgesetzt" sind. Dein Panoramino Bild hat mich auf die Spur gebracht; ausschlaggebend ist für mich, dass die Kreidefelsen ja nach unten hin breiter werden müssen.

Liebe Grüsse

Christoph

PS: Heute wieder schön nass geworden :-))
2016/07/30 18:24 , Christoph Seger
Noch ein Hinweis zur "oberen Luftspiegelung". Diese entsteht ja wenn der "Spiegel" oberhalb des Objektes ist. Das ist bei ruhiger See und wenig Wind im Sommer gut möglich (Luftpolster über Wasser), auch erklärt das, warum nicht alles gespiegelt wird - der Polster ist nicht rund 130 m hoch ...
LGC
2016/07/30 18:38 , Christoph Seger
Christoph, der obere Teil kann m. E. deshalb nicht die Spiegelung sein, weil er oben so gleichmäßig scheinbar von Wald abgeschlossen wird.
Wichtig ist dann noch, was sich an den Rändern abspielt. Da hängt ja oben immer ein Stück in der Luft, und zwar deshalb, weil das darunterliegende Teil gepiegelt ist, aber das gesamte nur zum Teil verdeckt (weshalb verdeckt, kann ich auch noch nicht so richtig sagen).
Übrigens ist bei Deinem Panorama auch solche Luft an den Rändern von Hiddensee. Ich werde dort noch etwas schreiben und auch etwas zu dem "sehr unscharf" von Jörg.
2016/07/30 18:53 , Heinz Höra
Gute Sicht, sehr interessantes Phänomen. Ich habe bisher erst einmal kopfstehende Berge erlebt, als ich Pano 14424 auf dem Schneeberg im Fichtelgebirge gemacht habe. Kurzzeitig traten diese Spiegelungen Richtung Thüringen auf. Vielleicht kann ich sogar die Bilder aus dieser Serie in die andere einfügen.
2016/07/30 21:24 , Friedemann Dittrich
Spannende Sichtverhältnisse gespickt mit interessanten Informationen und Kommentaren - hab die Diskussion gestern mit Interesse verfolgt!

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2016/07/31 06:32 , Hans-Jörg Bäuerle
Neue Erkenntnisse zur "Luftspiegelung" 
Für die, die das noch interessiert: Ich habe, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, die Höhenwinkel markanter Punkte der Insel Moen berechnet und diese mit denen der Insel Hiddensee verglichen. Um das einigermaßen nachvollziehen zu können, müßte man sich das Panorama Nr.10399, das bezüglich des Meereshorizonts ziemlich genau ausgerichtet ist, anschauen. Daraus ergibt sich, daß die Insel Moen nicht so hoch über den Meereshorizont herausragen darf, wie jetzt der obere Rand der Insel ist. Sie darf höchstens bis dahin aufragen, wo die untere Grenze des wie in der Luft hängenden oberen Teils ist. D. h. aber, daß es keine solche "untere Luftspiegelung", bei der der untere Teil gespiegelt und der obere Teil real ist, sein kann - sondern, daß der untere Teil das reale Bild ist und daß der obere Teil infolge irgendwelcher Reflexionen hinzugekommen ist. Ich habe bewußt nicht Spiegelung gesagt, weil der obere Teil nicht wie eine Spiegelung des unteren Teils aussieht, sondern eher so, als wäre er eine Doppelung der oberen Hälfte des unteren Teils. Das klingt zwar etwas kompliziert, aber vielleicht kann man verstehen, was ich meine. Eine phyikalische Erklärung für diese Doppelung habe ich aber (noch) nicht.
2016/07/31 15:57 , Heinz Höra

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Heinz Höra

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