Der Höchste der Schwäbischen Alb und der Berner Alpen im Dialog   115336
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1 Schömberg 676m
2 Ortenberg 995m
3 Deilingen
4 Fernmeldeturm Deilingen
5 Wittershausen
6 Lemberg 1.015m - 29,3km
7 Sigmarswangen
8 Klippeneck 980m - 33,7km
9 Dreifaltigkeitsberg
10 Z U N D E L B E R G
11 Weilheimer Berg
12 Mittlerer Berg
13 Hohenkarpfen 912m - 40km
14 Grashalde
15 Vrenelisgärtli 2.904m - 156,8km
16 Ruchen 2.901m
17 Glärnisch 2.914m
18 Lupfen 977m - 41km
19 Tödi 3.614m - 177km
20 Himmelberg 941m - 43,8km
21 Clariden 3.267m - 173,2km
22 Chammliberg 3.214m -173,5km
23 Wasserturm Rottweil 654m + 47m Turmhöhe - 24km
24 Gross Schärhorn 3.294m - 174,4km
25 Chli Schärhorn 3.234m
26 Gross Düssi 3.256m
27 Oberalpstock 3.328m - 183,4km
28 Stäfelstock 2.918m - 175,5km
29 Gross Windgällen 3.187m - 176km
30 Chli Windgällen 2.985m - 177,2km
31 Sender Donaueschingen bei Fürstenberg 917m
32 Krönten 3.107m - 178,4km
33 Schnee Hünerstock 2.945m - 178,5km
34 Brunnistock 2.952m - 171,1km
35 Hinter Schloss(berg) 3.132m
36 Gross Spannort 3.198m - 177,9km
37 Chli Spannort 3.140m
38 Wissigstock 2.887m
39 Fleckistock 3.418m - 186,8km
40 Stucklistock 3.313m
41 Sustenhorn 3.503m - 187,9km
42 Titlis 3.238m - 179,8km
43 Dammastock 3.630m - 194,2km
44 Gwächtenhorn 3.420m - 188,9km
45 Maasplanggstock 3.401m - 191km
46 Hinter Tierberg 3.447m - 190km
47 Hugihorn 3.647m - 204,2km
48 Finsteraarhorn 4.274m - 208,4km
49 Lauteraarhorn 4.042m - 203,3km
50 Schreckhorn 4.078m - 202,7km
51 Mittelhorn 3.704m
52 Nässihorn 3.741m
53 Wetterhorn 3.701m - 197,4km
54 Gross Grünhorn 4.043m - 209,5km
55 Ochs 3.899m
56 Hinter Fiescherhorn 4.025m - 208,1km
57 Gross Fiescherhorn 4.043m - 207,6km
58 Aletschhorn 4.195m - 218,1km
59 Trugberg 3.933m - 208,8km
60 Eiger 3.970m - 205,6km
61 Mönch 4.099m - 207,8km
62 Gletscherhorn 3.983m - 213,3km
63 Rottalhorn 3.975m - 211,2km
64 Jungfrau 4.158m - 210,7km
65 Wasserturm Kutzbühl 694m
66 Hochmössingen 659m

Details

Location: Dürrenmettstetten (676 m)      by: Hans-Jörg Bäuerle
Area: Germany      Date: 02.09.2013
An diesem außergewöhnlich guten Fernsichttag des 2. September 2013 standen sich die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb (Lemberg 1.015m) und der Berner Alpen (Finsteraarhorn 4.274m) gegenüber ... was die beiden viel besuchten und doch so unterschiedlichen Berge auf die Distanz von 186km sich wohl zu erzählen hatten? ;-)

Das Panorama entstand auf dem Aussichtsturm eine halbe Stunde vor dem "Alpenrauschen im Nordschwarzwald" #13675, über das in den vergangenen Tagen viele Kommentare, Hinweise und Optimierungsvorschläge eingegangen sind. Dafür danke ich Euch allen, denn wo kann man besser lernen als an einem Standort, den ich jederzeit aufsuchen (15km vom Wohnort) und kurzfristig Vergleichspanoramen erstellen kann.

Die beiden Vorschläge von Heinz Höra und Jan Lindgaard Rasmussen habe ich glücklicherweise intuitiv befolgt und zwischen 19:24 und 19:26 Uhr mit meinem Sigma 50-500mm 25 QF-Aufnahmen mit der nicht maximalen Brennweite von 380mm (KB immerhin noch 570mm) gemacht. Bei der Belichtungszeit habe ich den Rat von Heinz H. (Belichtungszeit immer kürzer als der reziproke Wert der KB-Brennweite) leider noch nicht befolgt. Eine Verschlusszeit von 1/200 dürfte wohl trotz Bildstabilisator bei dieser Brennweite grenzwertig sein.

Zwar sind die bis 218km entfernten Alpengipfel nun nicht mehr ganz greifbar nah sichtbar, dafür aber mE mit einer erheblichen Qualitätssteigerung des Gesamtpanoramas. Ich möchte - auch um meine Kenntnisse zu erweitern - dies hier gerne zur Diskussion stellen und freue mich über weitere Anregungen und Kritik, sofern Lust und Laune dazu besteht. Deshalb möchte ich meine Aufnahmedaten und Bearbeitungsschritte nachfolgend detailliert offenlegen. Nachdem ich zu Beginn der Panoramafotografie ausschließlich mit .jpg-Dateien gearbeitet habe, verwende ich bei Panoramen nun die Möglichkeit der Kamera, parallel in RAW und .jpg abzuspeichern. Dies ist nun mein 3. Panorama mit RAW-Bearbeitung. Die Lightroom-Bearbeitung verwende ich ebenfalls erstmals seit kurzer Zeit und steckt daher noch in den Kinderschuhen.

Richtung Ostalpen - von der Vrenelisgärtli ostwärts - schob sich an diesem Abend des 02.09.2013 ein Wolkenband dazwischen, sodass einige, vom Hoizont abhebende Alpengipfel nicht mehr sichtbar waren. Diese Wolkendecke mit dem einstrahlenden Abendlicht hat heute Christoph Seger, noch weiter ostwärts vom Inntal aus, in einem wunderbaren Wolkenpanorama eingestellt (Burning Sky #13696).

Aufnahmedaten mit Nikon D300s, Sigma VR 50-500mm - 25 QF-Bilder (RAW), Stativ, manuelle Kameraeinstellungen
Uhrzeit: 19:24-19:26 Uhr
Blende: f/11
Belichtungszeit: 1/200
ISO: 200
Brennweite: 380mm (KB 570mm)

Bearbeitungsschritte
Die Dateien werden in ViewNX (Nikon Software) gespeichert. In LR 4.4 Datenimport und entwickelt wie folgt:
Belichtungskorrektur -1,25 (Alpengipfel treten besser hervor)
Klarheit +20
Dynamik +10
Tiefenaufhellung von links (20) nach rechts (5)

Tiefenaufhellung wurde in den Einzelbildern sukzessive heruntergesetzt, da die Bilder Richtung Schwäbische Alb deutlich dunkler sind, als im Gegenlicht Richtung Jungfrau zum Ende des Panoramas.

Daten nach Bearbeitung als .tif-Datei in ViewNX exportiert (69,8 MB je Einzelbild - 6x größer als Original-RAW-Datei) und in Panoramastudio gesticht. Panoramastudio hellte das Pano automatsich auf, daher Helligkeitskorrektur des Gesamtwerks wieder nach unten. Abschließend in Gimp geschärft (30) und Kontrast leicht erhöht (+6) - subjektives Empfinden der Klarheit des Gesamtwerkes.

... und 4 herumfliegende Greifvögel mangels Detailschärfe entfernt :-(

Hoffe Ihr habt beim Lesen meiner langen Ausführungen nicht zwischenzeitlich "abgebrochen"!

Comments

Bei Deinem letzten Werk hatte ich mich zurückgehlaten, da es mir technisch trotz der Superfernsicht und der durchaus gelungenen Korrektur nicht ganz gefallen hat. Dieses hier ist nun ohne Zögern für mich ein absoluter Knüller, denn der Vordergrund ist noch gut beleuchtet und die Alpen sind deutlich erkennbar. Das muss ein traumhafter Moment gewesen sein! Ich bin begeistert!!!
Ergänzend noch ein Hinweis zu Panoramastudio: Es ist natürlich Unfug und kostet auch sicher Qualität wenn Panoramastudio das Pano aufhellt und Du es hinterher wieder abdunkelst. Unter der Rubrik "Helligkeitskorrektur" gibt es einen Haken für automatische Korrektur, den man entfernen kann. Darüber hinaus kann man die automatische Korrektur mit einem Schieberegler reduzieren.
LG Jörg
2013/09/07 20:25 , Jörg Nitz
Oha! Das ist aber toll geworden. Mein winziger Beitrag: Versuche doch statt 1 x 30 im Gimp Schärfen 3 x 10 zu machen. Ich finde, dieses stufenweise Schärfen gibt bessere Ergebnisse.
Herzlichst Christoph
PS: Toll "meine Wolken-Front" von hinten zu sehen :-)
2013/09/07 21:02 , Christoph Seger
unglaublich! Bei solchen Entfernungen sorgt alleine schon die Luftunruhe über den Vordergrundhügeln für natürliche unvermeidbare Unschärfe. So gesehen ein sensationelles Ergebnis , vor allem für die Jahreszeit!
2013/09/07 22:19 , Winfried Borlinghaus
Wohl mit diesem Workflow nun das maximale raugeholt. Eine gute Entscheidung zudem, bei einem Zoom nicht die maximale Brennweite einzustellen...

Überzeugende XXL-Fernsicht jedenfalls...

lG,
Jörg E.
2013/09/08 00:07 , Jörg Engelhardt
Was ich an dieser Alpensicht besonders finde, ist, wie die Alpengipfel einzeln hervorlugen, nicht eine Gesamtkette, die man gegenüber erkennt, sondern kleine Inseln des Hochgebirges über eine gänzlich anderen Landschaft. Dieser Effekt kommt dank der kürzeren Brennweite hier viel besser rüber. Schönen Gruß Peter
2013/09/08 12:50 , Peter Brandt
Die Gegenüberstellung von Lemberg und Finsteraarhorn mit dieser immer noch respektablen Tele-Brennweite gefällt mir. Ist sehr schön in Szene gesetzt und auch bestens gelungen. Die fernen Alpenberge sind aber etwas schwach. Wenn man die noch etwas kontrastreicher machen könnte? Der Aufwand dafür ist aber groß. Jedoch scheinen sie alle Zeichnung zu haben, was ein guter Ausgangspunkt ist. Wenn die Berge nur schemenhaft abgebildet sind, wie z. B. der Mont Blanc in Jörg Nitz's Super-Fernsicht vom Lemberg, dann kann man da auch nichts mehr herausholen. Bei meinem schon einmal zitierten Weitsicht-Panorama a-p.de Nr 18926 habe ich es trotzdem gemacht und auch etwas erreicht. dort habe ich auch etwas über die Verwendung von 16-bit-Aufnahmen geschrieben.
Zur Schärfe Deines Panroamas möchte ich noch etwas sagen, weil ich denke, daß z. B. die Fabrikgebäude gleich am Anfang schärfer sein könnten. Für die Tiefenschärfe ist Blende 11 schon mehr als ausreichend. Da liegt bei dieser Brennweite die hyperfocale Distanz bei ca. 670m. selbst wenn Du nur auf die ca. 5km entfernten Berge scharf gestellt hast, müßte das alles noch im Tiefenschärfebereich liegen. Aber die optimale Blende Deines Objektivs ist evtl. bei 8. Zur Belichtungszeit gäbe es folgendes zu sagen. Bei der spielt das enorme Gewicht des Objektivs von fast 2 kg eine Rolle - wenn Du es auf ein Stativ schnallst. Dein Objektiv hat zwar einen Bildstabilisator (Du schreibst VR, das ist aber eine Nikon-Bezeichnung, bei Sigma heißt die OS), den soll man aber bei Stativaufnahmen abschalten (weshalb, müßte man mal erörtern; bei amazon schreibt einer: "Nach den ersten Probeaufnahmen wurde auch schnell klar dass mein bisheriges (Billig-) Stativ mit diesem Objektiv heillos überfordert war. Alleine der Spiegelschlag der Kamera versetzte diese in derartige Schwingungen dass trotz Spiegelvorauslösung (natürlich mit Fernauslöser) keine wirklich scharfen Aufnahmen mit Brennweite 500 und längeren Belichtungszeiten möglich waren. Ich verwende jetzt übrigens ein Manfrotto 055CXPRO3, mit dem Kugelkopf 468MGRC2....In voll ausgefahrenem Zustand (500 mm)mit Gegenlichtblende ist das Objektiv, wohl auch aufgrund der relativ weit hinten sitzenden Stativschelle, auch auf einem stabilen Stativ schon sehr anfällig gegen Erschütterungen oder starken Wind.") Da kann man offenbar noch viel falsch machen und einiges herausholen. Ich habe da aber keine großen praktischen Erfahrungen, weil ich sehr selten mit Stativ fotografiere....
Noch etwas: Das Gärtli heißt Vrenelisgärtli und in Deinem Rausch-Panorama taucht Spannort doppelt auf.
2013/09/08 14:46 , Heinz Höra
Sehr interessante Doku. Ich war mir sicher, ich hätte vor einigen Jahren die 'Berner' von der A 81 aus gesehen, das Ganze aber wieder als Halluzination verworfen. Vielleicht stimmt's ja doch... Sehr schöne Arbeit.
2013/09/08 15:34 , Günther Kleis
@ alle
Die positive Resonanz freut mich sehr - vielen Dank!

@Jörg N.
Danke - das mit dem Schieberegler habe ich schon so angewandt, dass ich aber einen "Haken" setzen kann und den "Unfug" ;-) ganz ausschalten kann, blieb mir bisher verborgen!

@Christoph S.
Danke für den Tipp, werde künftig 3x10 bei der Schärfung als Alternative anwenden und vergleichen! Du hörst von meinen Erfahrungen dann!! "Burning Sky" ist durch Deine Neubearbeitung mE aufgewertet - lG hinter die Wolkenwand nach Innsbruck ;-)

@Heinz H.
Vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme und technischen Hinweise - ich komme nach dem Studium Deiner Gedanken nochmals darauf zurück! "Vrenelisgärtli" ist berichtigt (sehr aufmerksam), aber beim "Alpenrauschen" ist mE zwar der Spannort "doppelt", jedoch richtig als "Gross" und "Chli" bezeichnet, d.h. zwei unmittelbar nebeneinanderliegende Gipfel!?

@Günther K.
Du musst nicht an Dir zweifeln ;-) ... da ich diese Strecke beruflich bedingt öfters fahre, habe ich von der A81 auch schon die Berner gesehen und zwar von Stuttgart kommend siehst Du nach der BAB-Ausfahrt Rottweil etwa auf Höhe der Eschachtalbrücke den Tödi (Glarner) und dann auch Brunnistock und weiter rechts das Finsteraarhorn. Ein zweites Sichtfeld öffnet sich dann nach der BAB-Ausfahrt Tuningen auf der Anhöhe bis zum Kreuz Bad Dürrheim, wo Finsteraarhorn bis mE Mönch nochmals sichtbar sind!
2013/09/08 15:55 , Hans-Jörg Bäuerle
Hans-Jörg, hier bei diesem Panorama hast Du die Spannorte doppelt.
2013/09/08 17:39 , Heinz Höra
Wenn ich das tolle Bild anschaue, bin ich doch sehr enttäuscht, dass ich diesen Tag mit der beeindruckenden Sicht selber nicht besser nutzen konnte. Jedenfalls gut, dass du parat gestanden hast und uns den Blick konserviert hast!
2013/09/08 18:12 , Jens Vischer
Like Jörg E I think you all in all have got the best of it. Good luck trying out the advice given. LG Jan.
2013/09/08 18:41 , Jan Lindgaard Rasmussen

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Hans-Jörg Bäuerle

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