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Details

Location: Vor Fiammes (1380 m)      by: Dieter Leimkötter
Area: Italy      Date: 24.06.2026
Der lange Weg der Dolomiten verbindet die Städte Toblach im Pustertal mit Cortina d´Ampezzo im Cadore. Ausgeführt als Eisenbahnstrecke, die in diesem Streckenabschnitt 1962 stillgelegt wurde, dient die in beide Richtung moderat ansteigende Traverse heute im Sommer als Fernradweg, im Winter als Langlaufstrecke. Für den München-Venedig-Radler ist der Passo Cimabanche ein geografischer Höhepunkt mit einer Sattelhöhe von 1530 m. Auch Landschaftlich ist die Strecke eine der attraktivsten der gesamten Route, führt sie doch am malerischen Toblacher See und am Dreizinnenblick vorbei, der, wie der Name verrät, einen Blick auf die bekannteste Dolomiten-Formation ermöglicht. Für den Panoramisten eröffnen sich erst auf der Südseite umfassendere Blicke in die Landschaft. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Radler hier eine kurze Rast einlegen und die sich bietende Aussicht genießen.

Von Toblach kommend ist man bis hier gut 25 Kilometer unterwegs, von denen 18 km mit rund 2 % ansteigend bis zur Passhöhe zurückzulegen sind. Es folgt eine nicht ganz unentspannte Abfahrt, der durchgehend schottrige Untergrund in kurvigem Gelände erfordert hohe Konzentration.

9 HF-Aufnahmen mit der RX100M3, 8.8 mm (24 mm KB), f/7.1, 1/640 s, ISO 125.

Comments

München-Venedig mit Rad. Chapeau!
Cimabanche ist der "Scheitelpunkt" der Tour, nicht wahr ?
5100hm bei 600km mal grob geschätzt
2026/07/03 17:50 , Hans-Jürgen Bayer
Sehr feine Harmonie in Bildaufbau und Titel ... sich in so einer Landschaft mit dem Bike fortzubewegen ist doch ein Traum, unabhängig der Höhenmeter die es zurückzulegen gilt!

... und gut, dass der Busch im Vordergrund keine Boote wie bei Danko sind, sonst hättest Du wohl selbst kommentiert, dass ein wenig mehr Luft nach unten und dem intergrieren eines Teils des "langen Wegs" das Sahnehäubchen gewesen wäre ;-)) !?!

Schönes Wochenende und herzliche Grüße,
Hans-Jörg
2026/07/04 09:01 , Hans-Jörg Bäuerle
@ HJB 2 
Merci :-)).
2026/07/04 10:26 , Danko Rihter
Hier fietsen scheint mir eine unglaublich reizvolle Herausforderung zu sein. Wunderschön in Bildern festgehalten.
2026/07/04 15:36 , Arjan Veldhuis
Wieder was gelernt, denn von dieser Bahnstrecke hatte ich noch nie was gehört.
Ob man die Stilllegung inzwischen bereut hat? Für Radfahrer eine bequeme Alpenüberquerung, nie irgendein Steilstück, kein Autoverkehr.
2026/07/04 16:22 , Günter Diez
Das ist natürlich angenehm, daß man durch diese Landschaft nicht auf der Hauptstraße radeln muss. Daß der Schotter nicht nur Freude bereitet, würde ich aber auch erwarten. VG Martin
2026/07/04 18:08 , Martin Kraus
Tolle Gegend.
Der Weg war zeitweise sogar Teil der "Tour de Ski" der Langlaufprofis, hatte aber durch viel Windschattenfahrerei in einem Verfolgungsrennen sportlich bisschen verzerrenden Charakter.

Zur Eisenbahngeschichte muss man vielleicht wissen, dass Cortina bis 1919 österreichisch war. Im ersten Weltkrieg hat das dann nicht mehr viel genutzt, weil die Ortschaft Cortina mit Beginn der italienischen Feindseligkeiten aufgegeben wurde und die Verteidungslinie ein paar Kilometer südlich und südöstlich war.
Also bauten beide Kriegsparteine Versorgungsstrecken in Frontrichtung.

1917, als alles nach einer italienischen Niederlage aussah, wurden diese Streckenteile von Österreich verbunden.

Zwei Jahre später war dann das ganze Gebiet inklusive Toblach italienisch und die zivilie Bahn wurde 1921 eröffnet. Treppenwitz der Geschichte: Bezahlt von Österreich als Reparation.
2026/07/04 20:23 , Arne Rönsch
Danke für den Zuspruch und die zahlreichen Kommentare.

@HJB: gut geschätzt. In Summe habe ich 570 km und 4.800 hm zurückgelegt. Klingt viel, ist auf sechseinhalb Radtage gerechnet aber gut machbar. Ist die Tour empfehlenswert: Unbedingt. Ist sie anspruchsvoll: mit etwas Training auch ohne E gut machbar, zumal der härteste Anstieg auch eine Bahn-Alternative bietet.
Der Cimabanche ist der höchste Punkt der Tour, von der Gesamtstrecke hat man bis dorthin ungefähr 60 % hinter sich gebracht, von den Höhenmetern sicher mehr. Die Aussage, es geht dann drei Tage bergab, möchte ich so nicht unterstreichen. Da kommen noch einige Rupfer, ja sogar noch ein kleiner Pass. Und im Tiefland kann der Wind auch dein Feind sein.

@HJB2: Touche. Wenngleich ich die Latschen nicht als Motiv sehen würde, sondern als zierendes Vordergrund-Gestrüpp. Ich habe das Bild nicht beschnitten, der Sensor im HF bei 24 mm KB war mit den Höhenunterschieden ausgereizt. Klar wären zwei Reihen noch möglich gewesen. Ich habe mir wenig davon versprochen, den Schotteranteil im Bild noch heraufzusetzen.

@Günter: Es gibt keine Pläne, die Strecke zu reaktivieren. Die Brücken und zahlreichen Tunnels müssten komplett erneuert werden, die damalige Spurbreite von 1 m ermöglicht zwar enge Kurvenradien, doch das entspräche auch nicht mehr den heutigen Vorstellungen. So bleibt es auf absehbare Zeit ein Fernradweg bzw. eine Langlaufloipe in großartiger Landschaft.

@Arien: Danke

@Martin: Insgesamt waren gut 11 % der Gesamtstrecke unbefestigt. Davon war der lange Weg mit gut 25 km am Stück das größte zusammenhängende Stück. Kein Weg für Rennradler, aber mit einen ordentlichen Tourenfahrrad kein Problem.

@Arne: Danke für deine Anmerkungen. Die Region ist geschichtlich sehr interessant. Der Cimabanche war im ersten Weltkrieg Front zwischen Italien und Österreich. Zahlreiche Ausstellungsstücke entlang der Strecke sowie ein großer Soldatenfriedhof machen die Geschichte erlebbar. Also nicht nur wegen der Landschaft ein lohnendes Reiseziel.
2026/07/06 16:53 , Dieter Leimkötter
Die "Feinde" des Radfahrers ...
- Das Gesäß
- Der Gegenwind
- Der innere Schweinehund ,,,,
2026/07/06 19:20 , Hans-Jürgen Bayer
Zu diesem schönen Motiv ist alles gesagt.
Nur links der Himmel ist arg ausgewaschen.
LG Jörg
2026/07/06 19:24 , Jörg Nitz
Jörg, danke für deinen Hinweis.
Habe hier noch etwas nachgearbeitet, jetzt sollte es passen.

Grüße
Dieter
2026/07/10 17:22 , Dieter Leimkötter
Jetzt sind die Konturen deutlich besser erkennbar.
Daumen hoch.
LG Jörg
2026/07/10 18:38 , Jörg Nitz

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Dieter Leimkötter

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