|
Nach einem Rundflug im verbeulten Buschflieger fuhren wir von McCarthy mit einem extrem klapprigen Bus über die Holperpiste nach Kennicott. Von dort ging es über einen der ganz seltenen Wanderwege 1200 Höhenmeter hinauf zur Bonanza-Mine.
Es ist eine absolut skurrile Szenerie: Einerseits befindet man sich mitten in der Wildnis auf einem Gipfelkamm 1200 Meter oberhalb des mächtigen Kennicott Glaciers mit Weitblick auf 4000er und 5000er der Elias-Kette. Andererseits befindet sich hier oben der verfallene Eingang einer Kupfermine. Aus fünf solcher Minen wurde zwischen 1908 und 1938 Kupfer gefördert und von hier aus ins Tal nach Kennicott befördert. Es war weltweit das größte Kupferabbaugebiet.
Hinter mir zieht der Hang noch bis zum Bonanza Peak (2128m) hinauf. Den Versuch weiter nach oben zu kommen hatte ich abgebrochen, da das Geröll steil und extrem rutschig war. Das Nachbar-Pano #33715 schließt sich nach rechts an. Der letzte Berghang, der hier rechts zu sehen ist, ist zufällig derselbe Berghang links auf dem anderen Pano. Das endet rechts mit der Jumbo-Mine. Die Bonanza-Mine liegt von da aus Luftlinie 2 Kilometer weiter rechts und 70 Meter höher.
Besonders hat mich gefreut, dass ich hiermit nicht nur den 5045 Meter hohen Mount Bona zeigen kann. Auch der nach dem Denali zweithöchste Gipfel Nordamerikas, der 5959 Meter hohe Mount Logan gibt sich in 168km Entfernung die Ehre. Er gehört ebenfalls zur Elias-Kette und liegt absolut unzugänglich im Yukon (Kanada) inmitten des größten vergletscherten Gebiets außerhalb der Pole.
|
 |
Kommentare
Für 2005 eine sehr gute Qualität!
LG Jörg
Kommentar schreiben