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Meine Mutter meinte, dass ich mal als Kind die Lagunenstadt besuchte. Das dürfte gut 55 Jahre her sein, ich kann mich nicht daran erinnern. So war für mich der Eindruck, den ich von der Stadt bekam, unverbraucht. Ich freute mich auf die Stadt, nicht nur weil es das Ziel nach 570 geradelten Kilometern war. Die Kultur, die berühmten Bauwerke, die Kanäle, das wollte ich mal mit eigenen Augen sehen. Auf der anderen Seite waren da die Befürchtungen: Überlaufen und teuer, Gestank. Den Eintritt habe ich bereits im Vorhinein entrichtet. 5 Euro, statt 10 für Kurzentschlossene. Vom Piazzale Roma über die Ponte della Costitutione und vorbei am Inselbahnhof Santa Lucia ließ ich mich von den Besuchern der Stadt mittreiben. Nach der Querung der Ponte degli Scalzi verlor ich mich rasch in dem Gewimmel der kleinen Gassen, die weitgehend menschenleer waren. Ein Stück Pizza auf die Hand, 1/8 von einem Wagenrad von 60 cm für 3 €. Teuer ist das ja nicht und geschmeckt hat es wie vom besten Italiener im Raum Würzburg.
Ohne Ziel passierte ich Brücken und Plätze. Dann ging es etwas orientierter weiter, hin zur Basilika Santa Maria della Salute. Hier an der Mündung des Canale Grande, gegenüber des Dogenpalastes und umgeben von den Inseln San Giorgio Maggiore und La Giudecca versprach ich mir den besten Blick auf die Vielfalt der Stadt. Diesen zeige ich hier.
Für mich sicher nicht der letzte Besuch in dieser Stadt. Das nächste Mal zu andrer Zeit, ohne Rad, dafür mit Ehefrau. Ich denke, zum 30. Hochzeitstag Anfang März kommenden Jahres wäre ein guter Termin. Vielleicht ergibt sich da auch ein Blickfenster in die Alpen.
13 QF-Aufnahmen mit der RX100 M3, 11.33 mm (ca. 31 mm KB, beschnitten auf ca. 50 mm), f/5.6, 1/1000 s, ISO 125.
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