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Die Tage zuvor war der Ballon wegen Wind nicht aufgestiegen, aber an diesem Tag hatte ich Glück. Auch die Sicht war gut und der Himmel mit Wölkchen geschmückt. Dennoch hielt sich der Andrang in Grenzen, so dass es nach kurzer Wartezeit los ging und der Ballon 150m aufstieg.
Hier am Potsdamer Platz war der Ost-Berliner Todesstreifen hinter der Mauer bis zu mehrere 100 Meter breit. Auch die Ballonstation befindet sich auf ehemaligem Niemandsland, ein Häuserblock entfernt vom Checkpoint Charlie. Bis auf einige Gedenkstätten ist von dieser finsteren Zeit nichts mehr zu sehen. Im Panorama habe ich den ehemaligen Mauerverlauf im direkten Umfeld mit rotem „M“ markiert.
Die Vorteile dieses Aussichtspunktes liegen auf der Hand: Hoch, keine Scheiben und alle herausragenden Gebäude sind auf dem Bild. Der Durchmesser des Korbs ist nicht allzu groß. Beim Zusammensetzen des Panos sieht man vereinzelt aber deutliche Parallaxenverschiebungen. Oben merkt man es kaum, aber natürlich pendelt der Ballon auch bei Leichtwind etwas. Daher war auch dieses Stadt-Rundum wieder eine Menge Handarbeit, bei der alle Schnittlinien manuell durch das Häusermeer gelegt wurden. (Auch der Versatz in der weißen Fassade am Checkpoint Charlie ist Original und kein Stiching-Fehler.)
25xQF, 26mm, f4.5, 1/2500..1/4000, ISO200
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