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Location: Fesselballon Berlin (200 m)      by: Jochen Haude
Area: Germany      Date: 19.05.2026
Die Tage zuvor war der Ballon wegen Wind nicht aufgestiegen, aber an diesem Tag hatte ich Glück. Auch die Sicht war gut und der Himmel mit Wölkchen geschmückt. Dennoch hielt sich der Andrang in Grenzen, so dass es nach kurzer Wartezeit los ging und der Ballon 150m aufstieg.

Hier am Potsdamer Platz war der Ost-Berliner Todesstreifen neben der Mauer mehrere hundert Meter breit. Auch die Ballonstation befindet sich auf ehemaligem Niemandsland, einen Häuserblock entfernt vom Checkpoint Charlie. Bis auf einige Gedenkstätten ist von dieser finsteren Zeit nichts mehr zu sehen. Im Panorama habe ich den ehemaligen Mauerverlauf im direkten Umfeld mit rotem „M“ markiert.

Die Vorteile dieses Aussichtspunktes liegen auf der Hand: Hoch, keine Scheiben und alle herausragenden Gebäude sind auf dem Bild. Der Durchmesser des Korbs ist nicht allzu groß. Beim Zusammensetzen des Panos sieht man vereinzelt aber deutliche Parallaxenverschiebungen. Oben merkt man es kaum, aber natürlich pendelt der Ballon auch bei Leichtwind etwas. Daher war auch dieses Stadt-Rundum wieder eine Menge Handarbeit, bei der alle Schnittlinien manuell durch das Häusermeer gelegt wurden. (Auch der Versatz in der weißen Fassade am Checkpoint Charlie ist Original und kein Stiching-Fehler.)

25xQF, 26mm, f4.5, 1/2500..1/4000, ISO200

Comments

Was für eine Mega-Schau! Ich wusste gar nicht, dass es einen Fesselballon in Berlin gibt. Das würde ich auf jeden Fall auch nutzen.
Habe jetzt recherchiert: Ach, der Ballon mit der Aufschrift "Die Welt".
Es ist bestimmt nicht einfach bei dem Gedränge ein Rundumpanorama aufzunehmen.
LG Jörg
2026/08/15 19:27 , Jörg Nitz
Da war kein Gedränge. Man konnte bequem rundgehen.
2026/08/15 20:10 , Jochen Haude
Ich bin vollkommen hin und weg !!
2026/08/16 19:00 , Christoph Seger
Tolles Bild! Den Standort muss man sich merken, das klingt in der Tat sehr vielversprechend.
2026/08/17 07:40 , Jens Vischer
Oh je, was für ein unendliches Häusermeer. Da werden wohl die Sommernächte zukünftig oft nicht mehr erholsam werden.
Aber das Pano ist einwandfrei gemacht!
2026/08/18 21:04 , Matthias Matthey
Eine großartige Gelegenheit. Von Deinen New York Panos wissen wir ja, daß Du das Handwerkszeug für solche Motive hast (ich selbst würde da scheitern).
Ich erinnere mich noch an einen Besuch im Gropius Bau (gleich am Anfang des Panos) Ende der 80er Jahre und das furchtbare städtische Niemandsland drumherum. Aber ich bin auch kein großer Freund dessen, was die 90er Jahre aus der Gegend gemacht haben. Trotzdem spannend anzusehen.
VG Martin
2026/08/19 20:06 , Martin Kraus
Von dieser Möglichkeit über Berlin zu schauen, wusste ich nichts. Tolle Gelegenheit, gut genutzt und umgesetzt. Diese Attraktion gab es bei meinem letzten Besuch in der Hauptstadt noch nicht. Ich glaube, sie besteht dort jetzt dauerhaft und man kann sie nutzen, wenn das Wetter ein Aufsteigen zulässt. Die von dir genannten Vorteile liegen auf der Hand. Ein Nachteil scheint mir zu sein, dass man nur recht kurz oben ist.
2026/08/22 13:59 , Jörg Braukmann
Perfekt präsentiert, Jochen ... diese technisch nicht einfachen Lösungen hast Du einfach "drauf" - meinen Glückwunsch dazu! Kleine Anmerkung nach Betrachtung an zwei verschiedenen Bildschirmen: die farbliche Ausgestaltung hat mir persönlich vielleicht einen Hauch zuviel lila/magenta (subjektiv)!?

Herzlicher Gruß,
Hans-Jörg
2026/08/23 06:23 , Hans-Jörg Bäuerle
Nicht meine Stadt (und auf meinem Monitor fast einen Tick zu blau?), aber ansonsten ein großartiges Pano, das man sich länger anschauen kann.

Man muss ja nicht alles lieben, was man sieht.
2026/08/29 20:05 , Arne Rönsch

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Jochen Haude

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