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Nahe der Welterbestätten Dessau/Bauhaus und Wörlitzer Gartenreich gibt es ein weiteres interessantes kulturelles Erbe: das Freilichtmuseum Ferropolis, an dem die Transformation der ostdeutschen Braunkohlewelt zu einem Anziehungspunkt für den Tourismus beobachtet werden kann. Auf einer - inzwischen - Halbinsel in der Welt des früheren Tagebaus Golpa-Nord bei Gräfenhainichen hat man die Stahl-Ungetüme gesammelt und zugänglich gemacht, mit denen in 20 Tagebauten der Umgebung 100 Millionen Tonnen Kohle gewonnen und verladen worden sind - von rund 60.000 Bergleuten. In "Ferropolis" kann man Bagger und Absetzer von nächster Nähe anschauen und z.T. auch begehen. Man hat ihnen sprechende Namen gegeben: Ihr findet in den Beschriftungen Mad Max, Gemini, Big Wheel und Mosquito. Das Areal wird inzwischen als Festivalgelände genutzt, wobei die Bagger abends illuminiert werden. Neben Konzerten (Grönemeyer, Tote Hosen, Deep Purple, Maffay, André Rieu, ...) gibt es Gottesdienste und Motorsportevents (daher die Spuren auf dem Gelände). Auf dem Absetzer „Medusa“, auf dem ich fotografiert habe, darf auch geheiratet werden. Jetzt, wo der Gremminer See vollgelaufen ist, kann der See für den Wassersport freigegeben werden. Das belebt den Tourismus in der Region hoffentlich noch mal mehr. Die Region kann noch mehr Zuspruch vertragen.
Für das Panorama musste ich rund zehn Minuten warten, bis sich eine blöde Wolke verzogen hatte und wenigstens etwas Licht in die Szene gab. Der zweifellos attraktivere Blick auf illuminierte Bagger z.B. zur Blauen Stunde ist leider organisatorisch voller Hürden. Das Gelände schließt vor Sonnenuntergang, und bei Events kann man nicht auf die Bagger rauf.
11 HF-RAWs bei 27 mm (KB)
ISO 200, f 13, 1/250 s.
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Comments
Grüße
Dieter
Viel Tiefe, viel Farbe, viel Klarheit.
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