Details
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Bei mir daheim
(270 m)
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by: |
Lukas Klös
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Germany
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Date: |
25.02.2026 und 27.02.2026 |
Heute mal ein Panorama wie es bisher nur eher selten hier zu sehen war. Wie bei den meisten Panoramen, gibt es auch bei diesem jede Menge Berge und Täler,- ja sogar "Meere" zu sehen. Doch sind diese diesmal nicht auf unserer Erde, sondern auf unserem treuen Nachbarn -Dem Mond- zu finden.
Wir alle kennen ihn aber nur die wenigsten haben ihn auch mal von nahem gesehen. Mit bloßem Auge sind lediglich nur die Mondmeere (riesige dunkle Basaltflächen) zu erkennen.
Um mehr Details sehen zu können ist ein Fernglas oder noch besser ein größeres Teleskop von nöten. Mit meinem Bresser Messier NT 203, dass eine Brennweite von 1200 mm und eine Öffnung von 200 mm hat, lassen sich bereits feine Strukturen auf der Mondoberfläche erkennen.
Einfach war das allerdings nicht. Ältere Versuche scheiterten oft am "Seeing", was die Unschärfe bzw. das Flimmern eines Himmelsobjekts beschreibt (der Grund übrigens warum Sterne funkeln). Je stärker das Seeing desto verschwommener erscheint das Objekt. Grund dafür sind Dichteunterschiede in der Luft, verursacht durch Temperaturunterschiede oder Turbulenzen. Um diese weitestgehend klein zu halten sollte das Objekt möglichst weit oben am Himmel stehen um so einen möglichst kleinen Weg durch die Atmosphäre zu wählen. Ebenso von Vorteil ist ruhiges Hochdruckwetter - am besten eine Inversionswetterlage, wo es kaum Luftbewegungen gibt.
Genau eine solche günstige Konstellation hatte ich am 25.02.2026. Der Halbmond stand weit oben am Himmel und auch das Seeing war äußerst gut. So entstand das Panorama auf der linken Seite. Das Panorama auf der rechten Seite entstand zwei Tage Später, diesmal aber bei Tageslicht. Hier waren die Bedingungen sogar noch besser als zwei Tage davor, was der Schärfe des Bildes nochmal deutlich zu gute kam. Als Ausschnitt wählte ich diesmal nicht die Tag-Nacht Grenze sondern die Oberseite des Mondes, da hier nicht nur links die Gebirge gut zu sehen sind sondern auch am oberen Rand die Mondberge sich diesmal deutlich besser zu erkennen geben.
Inspiriert zu den Aufnahmen hat mich übrigens das Mondpanorama Nr. 34516 von Winfried Borlinghaus.
Danke nochmal dafür.
Aufgenommen mit einer Canon EOS 250 D + Bresser Messier NT203 Teleskop, Brennweite 1200 mm.
Gruß
Lukas
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Comments
Die Collage gefällt mir, die Bildbeschreibung ist lehrreich.
Von der gestrigen Mondfinsternis war ja in unserer Hemisphäre nichts zu sehen, nichts desto trotz erstrahlte der Wurmmond, die der März-Vollmond auch genannt wird, strahlend schön am Himmel. Das Seeing war gut, so dass ich ein paar Aufnahmen mit 525 mm KB anfertigte (auf ein Teleskop kann ich leider nicht zugreifen. Ich will mal durch Farbverstärkung die unterschiedlichen Mondmineralien rausarbeiten. Kein Projekt für PP, trotz einer Fernsicht von rund 380.000 km und vielen Gebirgen.
Bei der Ausschnittsvergrößerung der nächtlichen Mondaufnahme fällt mir ein deutliches Farbrauschen ins Auge. Das sollte sich mit wenig Nacharbeit in den Griff bekommen lassen.
Die Tagaufnahme wirkt naturgegeben sehr blaustichig. Ich frage mich, ob es hier nicht besser wäre, das Bild in Neutralfarben zu entwickeln und gleichzeitig den Kontrast deutlich anzuheben. Die in meinen Augen spannendere Region für die Ausschnittsvergrößerung wäre südlich Clavius.
Grüße
Dieter
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