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Jörgs aktuelles Städterätsel hat mich erinnert, dass ich auch noch eine kleine Stadt vorstellen wollte.
Diese kleine Stadt sollte eigentlich nur der vormittägliche Auftakt für eine kleine Rundreise sein, aber wie das manchmal so ist: Plötzlich fühlt man sich sehr wohl, sieht das Angebot an Schlössern, Gärten und Museen, isst am Markt noch bisschen zu Mittag - und bleibt den ganzen Tag. Auch wenn ich mich in Tschechien touristisch einigermaßen auszukennen glaube: Diese Stadt hatte ich bis 2025 nicht nur nie besucht, sondern nicht einmal zur Kenntnis genommen. Ein Fehler. Falls jemand Lust aufs Rätseln hat: In der Galerie habe ich einen echten Tizian betrachtet (ohne, dass er mir besonders gefallen hätte) - und das Ende des tschechischen Namens der Stadt ist für Deutsche nicht einfach. Auf meiner Tastatur würde ich für die letzten drei tschechischen Buchstaben acht deutsche verwenden, um den Klang darzustellen. |
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Comments
LG Jörg
Und ich konnte mir nicht vorstellen, daß die Umgegend doch so hügelig ist; ich dachte immer, südlich von O. macht sich viel flache Fläche breit.
Unter notwendiger Auslassung der Sonderzeichen sieht übrigens auch die Standortbenennung für deutsche Augen recht fröhlich aus: Arcibiskupská zámecká vez v Kromerízi.
Es grüßt Wolfgang
Herzlicher Gruß
Hans-Jörg
NB: oh, wie ich sehe hat unser Freund Wolfgang - als versierter Tschechien-Kenner - zeitgleich aufgelöst ;-) ... Gratulation, Wolfgang !!
Das Panoramo ist verortet.
Dass die drei geographisch angrenzenden Panos auch aus meinem letzten Spätsommer stammen, zeigt nicht nur, dass hier Tschechen fehlen. :-)
Wolfgang hatte das schon auf tschechisch beschrieben: "Arcibiskupská zámecká vez" = Turm des erzbischöflichen Schlosses.
Wenn man in Tschechien panoramisieren will, muss also nicht nur auf den "rozhledna" (Aussichtsturm), sondern auch auf den normalen städtischen Turm "vez" achten.
e und z bräuchten dabei wieder einen Hatschek, wodurch es sich ungefähr "wjesch" mit stimmhaftem Abschluss spricht.
(Ich überlege gerade, ob es ein deutsches Wort mit stimmhaftem "sch" gibt, aber mir fällt auf die Schnelle nichts ein. Besser vorstellbar wäre vielleicht das "g" in "Loge".)
Den Erzbischöfen von Olmütz (Olomouc) verdankt die Kleinstadt Kromeriz jedenfalls ihren kulturellen Reichtum, weil die Bischöfe hier ihren doch recht prächtigen Sommersitz hatten.
Bei einem zweiten Frühstück mitten im Altvatergebirge war gerade ein "rohlík" dabei, verzehrt zu werden, als drei Waldarbeiter herzutraten, die ihre Geräte abholen wollten, die an unserem Pausenplatz abgestellt waren. Die durchweg freundlichen Herren nahmen mit Bemerkungen allgemeinster Art interessierten Kontakt mit uns auf, worauf ich unter anderem so gut es ging antwortete, man könne ja zum Frühstück gar nichts Besseres haben als einen frischen "rohlík". Da wollten die drei freilich wissen, wie wir denn bei uns dazu sagen, und jetzt kommt der Hauptspass: Es war für beide Seiten unglaublich lustig zu sehen, wie drei wohlwollende Männer auf hohem Niveau am deutschen Wort "Hörnchen" scheitern.
Sö känn män älsö sägen: Die kleinen Pünkte über mänchen Büchstäben bei üns sind die kleine Räche für älles, wäs einen Hätschek hät...
Und manches fällt einem erst nach Tagen ein: Ein recht ökologisches Verkehrsmittel kommt vorbei, und ein einzelner Vokal mit Kopfbedeckung steigt noch zu, das hätte den deutschen Namen der Stadt ergeben.
Es grüßt Wolfgang
Auf die Gefahr hin, dass wir hier ein Zwiegespräch führen:
Ebenso seltsam und falsch in der deutsch-tschechischen Fehlinterpretation ist ja oft der "vorauseilende Hatschek", den Deutsche verwenden, wenn sie ein blitzeblankes tschechisches "c" sehen.
Hätte ich für jedes "Liberetsch", das ich statt Liberec schon gehört habe, nur 10 Kronen bekommen...
Will sagen: Ein tschechisches "c" ist einfach [ts], während das tschechische "z" ein stimmhaftes [s] ist.
Die Hatscheks bedeuten einfach Zischlaut, egal, ob stimmhaft oder stimmlos.
Gruß
Lukas
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