Istanbul VI: Die Mauern des Theodosius   8274
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1 Belgrade Gate / Belgrad Kapisi

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Location: 10. Yil Caddesi, Fatih, Istanbul      by: Martin Kraus
Area: Turkey      Date: 13.12.2025
Nach der Besichtigung des Topkapi Palasts brauchte ich noch etwas Bewegung und wollte auch noch mal aus der Innenstadt heraus. Im Westen der Altstadt finden sich die beeindruckenden Stadtmauern des alten Konstantinopels. Die Stadt war, nachdem Kaiser Konstantin die Staatsreligion zum Christentum gewechselt und im Jahr 330 die Hauptstadt von Rom hierher verlegt hatte, extrem stark gewachsen, über die alten Mauern hinaus. Kaiser Theodosius II. liess 410-447 neue Mauern bauen, hier auf der Landseite mit Graben (in dem heute Gemüse angebaut wird), einer doppelten Mauer, und regelmäßigen 24m hohen Türmen. Mehr auf https://de.wikipedia.org/wiki/Theodosianische_Mauer. Ursprünglich hatte ich die Idee, die ganze Landmauer vom Marmarameer zum Goldenen Horn (etwa 6-7km) entlang zu laufen. Angesichts der Kreuzung von breiten Schnellstraßen und am Nachmittag schon müder Füße beschränkte ich mich dann auf den südlichen Teil und fuhr mit dem Bus noch die wunderbare Mihrimah-Sultan-Moschee an.

After visiting Topkapi Palace, I needed some physical activity and wanted to get out of the city centre again. To the west of the old town are the impressive city walls of ancient Constantinople. After Emperor Constantine changed the state religion to Christianity and moved the capital from Rome to here in 330, the city grew rapidly, expanding beyond the old walls. Emperor Theodosius II had new walls built between 410 and 447, here on the land side with a moat (today used for growing vegetables), a double wall and regularly spaced 24-metre-high towers. More at https://en.wikipedia.org/wiki/Walls_of_Constantinople. Originally, I had the idea of walking the entire length of the land wall from the Sea of Marmara to the Golden Horn (about 6-7 km). However, given the intersection of wide motorways and my tired feet in the afternoon, I limited myself to the southern part and took the bus to the wonderful Mihrimah Sultan Mosque.

Olympus OM-D E-M5 III
M.Zuiko 12-45/4 Pro @19mm (=38mm KB)
9 HF RAW freihand, ISO 200, 1/500, f8
Lightroom Classic CC, Autopano Giga 4.4.2, IrfanView

Direktlink auf Google Maps: https://maps.app.goo.gl/mz8Y4ULzr3UkfhAs8

Comments

Bestes Licht für dieses Motiv.
2026/01/20 22:02 , Jörg Braukmann
Sieht gar nicht nach Türkei aus.
LG Jörg
2026/01/21 12:38 , Jörg Nitz
@Jörg - ist auch nicht Türkei, sondern römisches Reich. Die Türken / Osmanen kamen 1000 Jahre später (und waren die ersten, die diese Mauer 1453 auf dieser Seite überwunden haben). VG Martin
2026/01/21 14:59 , Martin Kraus
Beneidenswert frisches Grün im Dezember.

Was ich mich wirklich frage, Martin: Hast du als wahrscheinlich christlich geprägter Europäer bei solchen Anblicken leichte Verlust-Gefühle oder überwiegt da die touristische Freude in einer beeindruckenden Stadt?

Ich hätte womöglich etwas Angst vor ersterem, wenn ich da mal hinreiste.
2026/01/21 21:20 , Arne Rönsch
Hallo Arne, sehr gute Frage. Zunächst einmal überwiegt bei mir hier die Faszination, Bauwerke aus vielen Tausend Jahren Geschichte mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen so plastisch überlebend mitten in der lebendigen Stadt zu sehen. Noch spannender, aber weniger panorabel ist der Sultanahmet Platz, das ehem. römische Hippodrom (Pferderennbahn), wo in der Mitte im 4. Jahrhundert ein alter ägyptischer Obelisk (aus der Zeit Thutmosis III., ca 1450 v.Chr.) und die bronzene Schlangensäule, die die alten Griechen nach den Perserkriegen 479 v.Chr. in Delphi aufgestellt haben, hingeschafft wurden und seitdem unbewegt dort stehen.
Die Verlustgefühle kommen nicht aus dem Konflikt von Christentum und Islam, sondern aus dem Konflikt von Nationalismus und Toleranz. Bis ins 20. Jahrhundert lebte in dieser Stadt eine bunte und tolerante Mischung von Türken, Griechen, Juden, Armeniern und vielen anderen Völkern. Seitdem ist es national homogen. Dasselbe ist auch in Städten wie Alexandria oder Thessaloniki passiert.
VG Martin
2026/01/22 09:55 , Martin Kraus
Danke, Martin, das ist eine schöne Antwort, die gleich einen Bogen um das östliche Mittelmeer spannt.
2026/01/22 10:45 , Arne Rönsch
Bestes Licht erwischt, Martin.
Der Unterschied zwischen den Kulturen wird am deutlichsten, dass dort Gemüse angebaut wird, wo hierzulande ein Schild darauf hinweisen würde, den Rasen nicht zu betreten.

Grüße
Dieter
2026/01/22 14:26 , Dieter Leimkötter
Beeindruckendes Bollwerk.

Gruß
Lukas
2026/01/22 20:45 , Lukas Klös

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