| Belgrade Gate / Belgrad Kapisi |
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Nach der Besichtigung des Topkapi Palasts brauchte ich noch etwas Bewegung und wollte auch noch mal aus der Innenstadt heraus. Im Westen der Altstadt finden sich die beeindruckenden Stadtmauern des alten Konstantinopels. Die Stadt war, nachdem Kaiser Konstantin die Staatsreligion zum Christentum gewechselt und im Jahr 330 die Hauptstadt von Rom hierher verlegt hatte, extrem stark gewachsen, über die alten Mauern hinaus. Kaiser Theodosius II. liess 410-447 neue Mauern bauen, hier auf der Landseite mit Graben (in dem heute Gemüse angebaut wird), einer doppelten Mauer, und regelmäßigen 24m hohen Türmen. Mehr auf https://de.wikipedia.org/wiki/Theodosianische_Mauer. Ursprünglich hatte ich die Idee, die ganze Landmauer vom Marmarameer zum Goldenen Horn (etwa 6-7km) entlang zu laufen. Angesichts der Kreuzung von breiten Schnellstraßen und am Nachmittag schon müder Füße beschränkte ich mich dann auf den südlichen Teil und fuhr mit dem Bus noch die wunderbare Mihrimah-Sultan-Moschee an.
After visiting Topkapi Palace, I needed some physical activity and wanted to get out of the city centre again. To the west of the old town are the impressive city walls of ancient Constantinople. After Emperor Constantine changed the state religion to Christianity and moved the capital from Rome to here in 330, the city grew rapidly, expanding beyond the old walls. Emperor Theodosius II had new walls built between 410 and 447, here on the land side with a moat (today used for growing vegetables), a double wall and regularly spaced 24-metre-high towers. More at https://en.wikipedia.org/wiki/Walls_of_Constantinople. Originally, I had the idea of walking the entire length of the land wall from the Sea of Marmara to the Golden Horn (about 6-7 km). However, given the intersection of wide motorways and my tired feet in the afternoon, I limited myself to the southern part and took the bus to the wonderful Mihrimah Sultan Mosque. Olympus OM-D E-M5 III M.Zuiko 12-45/4 Pro @19mm (=38mm KB) 9 HF RAW freihand, ISO 200, 1/500, f8 Lightroom Classic CC, Autopano Giga 4.4.2, IrfanView Direktlink auf Google Maps: https://maps.app.goo.gl/mz8Y4ULzr3UkfhAs8 |
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Comments
LG Jörg
Was ich mich wirklich frage, Martin: Hast du als wahrscheinlich christlich geprägter Europäer bei solchen Anblicken leichte Verlust-Gefühle oder überwiegt da die touristische Freude in einer beeindruckenden Stadt?
Ich hätte womöglich etwas Angst vor ersterem, wenn ich da mal hinreiste.
Die Verlustgefühle kommen nicht aus dem Konflikt von Christentum und Islam, sondern aus dem Konflikt von Nationalismus und Toleranz. Bis ins 20. Jahrhundert lebte in dieser Stadt eine bunte und tolerante Mischung von Türken, Griechen, Juden, Armeniern und vielen anderen Völkern. Seitdem ist es national homogen. Dasselbe ist auch in Städten wie Alexandria oder Thessaloniki passiert.
VG Martin
Der Unterschied zwischen den Kulturen wird am deutlichsten, dass dort Gemüse angebaut wird, wo hierzulande ein Schild darauf hinweisen würde, den Rasen nicht zu betreten.
Grüße
Dieter
Gruß
Lukas
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