Am letzten Tag in Salzburg zog es mich noch einmal in den Mirabellgarten. Zur frühen Stunde sollte es möglich sein, die Zwergerlrunde ohne Publikum als 360er in den Kasten zu bekommen.
Es mag heute befremdlich sein, inmitten dieser kurriosen Gestalten zu stehen. Anfang des 17. Jahrhunderts waren kleinwüchsige Menschen hoch angesehen. Die skurilen Wesen standen hier im Garten des Schloss Mirabell einer gleichen Anzahl von Göttern und Helden gegenüber. Anfang des 19. Jahrhunderts gerieten die Zwergerl außer Mode. Alle 28 wurden gegen geringes Entgeld veräußert. 100 Jahre später sollten sie wieder heimkehren. Fast alle der insgesamt 28 Statuen konnten zurückgeholt werden. Der Unterberger Marmor war halt doch sehr zäh. Heute sind die Zwerge nicht, wie ursprünglich, im barocken Hauptgarten, sondern in der Wasserbastei. Statt in der Sonne zu glänzen fristen sie heute unter dunklen Kastanien ihr dasein. Nichts desto trotz lohnt sich der Besuch hier.
In der Mitte des heutigen Zwergerlgartens sind 12 Monats-Figuren ausgestellt. Zwei davon, der Februar und der November, befinden sich in Traunstein. Der Oktober-Zwerg war ursprünglich ein Jäger, ist heute verschollen. Er wurde durch den Büttenträger ersetzt.
Da die Statuen im Kreis nach außen schauen, ist bei dem Rundumbild leider nur deren Kehrseite zu sehen. Wer ihnen ins Gesicht sehen will, den verweise ich gerne auf den sehr informativen Wikipedia-Eintrag.
17 QF-Aufnahmen, 29 mm (43,5 mm KB, beschnitten auf ca. 50 mm), f/4,5, 1/125 s, ISO 100.
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Herzlicher Gruß,
Hans-Jörg
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