Würzburger Käppele   91114
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Location: Würzburg      by: Dieter Leimkötter
Area: Germany      Date: 05.02.2017
Einen gar düsteren Eindruck macht der Innenraum dieser spätbackocken Kirche. Erbaut von Balthasar Neumann im Jahr 1750 thront die kleine Kirche über Würzburg. Im äußeren Erscheinungsbild stiltypisch ist das innere zwar reichverziert, doch aufgrund der Lage eben sehr dunkel. Der Bau am steilen Mainufer führte dazu, dass die Kirchenfenster ausschließlich nach Nordosten zeigen. Dementsprechend wenig Licht fällt ins innere, um die Pracht bewußt in Szene zu setzen. Die künstliche Beleuchtung ist spärlich gehalten. Da das Käppele von dem Luftangriff, der am 16. März die würzburger Innenstadt ausradierte und dabei auch die zahlreichen Sakralbauten nicht verschonte, glücklicherweise glipflich davongekommen ist, blieb eine Renovierung aus. Der Kerzenruß hat Wände und Decken deutlich abgedunkelt. Große Kontraste ergeben sich zwischen den Fenstern und dem Innenraum. Wie dunkel der Kirchenraum ist, kann aus den Aufnahmeparametern abgeschätzt werden. Aufgenommen bei eher sonnigem Wetter um 15:30 Uhr musste die Belichtungszeit auf 0,2 s gewählt werden (ISO 800, f/5,6). Trotzdem musste bei der Nachbearbeitung von viel selektiv aufgehellt werden, um den Kirchenraum in der Gänze präsentieren zu können.

Wer in Würzburg ist, sollte das Käppele besuchen. Ein Kreuzweg mit lebensgroßen Figuren führt vom Main hoch. Oben auf dem Platz bietet sich ein weitreichender Blick über Würzburg und das Maintal.

Comments

An so etwas habe ich mich noch nicht herangetraut.
Es grüßt Wolfgang
2017/02/08 23:44 , Wolfgang Bremer
Sehr beeindruckendes Architektur Panorama!

LG Seb
2017/02/09 07:59 , Sebastian Becher
Sieht sehr gelungen aus. Deshalb würde mich noch einiges über die zu Einsatz gekommene Technik und Software interessieren.
2017/02/09 11:34 , Heinz Höra
Für solche Panoramen sind 500 Pixel Bildhöhe zu wenig. Diese Arbeit sollte auf einer anderen Plattform besser zur Geltung kommen.
2017/02/09 14:19 , Jörg Braukmann
Vielen Dank für den Zuspruch.
Es stimmt, 500 Pixel Bildhöhe sind zu wenig. Zumal es dem Bild dann auch an der Breite fehlt und die zahlreichen Details verloren gehen.
Zu meinem Vorgehen: Stativ und NPA verstehen sich von selbst. Als Linse verwende ich bei Innenaufnahmen ein 8 mm Objektiv (Samyang Fisheye), entsprechend 12 mm Brennweite im Kleinbildformat. Die Aufnahmen erfolgen im Hochformat, wobei ich die Kamera soweit nach oben ausrichte, dass der Zenit erfasst wird. Die fünf bis sechs Einzelaufnahmen wähle ich in der Belichtung so, dass die Tiefen im Histogramm knapp beschnitten werden.
Da meine Sony 57a im RAW-Format 12 Bit Dynamikumfang haben, erübrigt sich eine Belichtungsreihe und nachträgliches HDR-Verrechnen im Allgemeinen.
In Lightroom korrigiere ich an den RAWs erstmal nur die chromatische Aberation, die bei dem Fischauge gerade in den Randbereichen des Bildes doch deutlich hervortritt. Die RAWs wandle ich dann in TIF-Dateien um, wobei die 12 Bit Farbtiefe erhalten bleiben. Das Stitchen in Hugin ist unproblematisch, bei dem Bild war es nur wichtig, die vom Programm vorgeschlagenenen vertikalen Linien komplett zu löschen und neu zu setzen. Das Programm war durch die leicht konvex geformten Säulen doch sehr irritiert.
Das zusammengesetzte Bild wurde im TIF-Format ausgegeben und anschließend in Lightromm weiter bearbeitet (Lichter zurückgenommen, Tiefen aufgehellt, vorsichtige Farbbalancen, Radialfilter und Verlaufsfilter zur Akzentuierung sowie eine dezente Teiltonung zur Farbnuancierung der Lichter und der Schatten)
2017/02/09 18:42 , Dieter Leimkötter
Danke, Dieter, für die aufschlußreiche Beschreibung. Daß Du die CA's erwähnst, finde ich gut. Da, wie Du schreibst, das Sitchen unproblematisch ist, mußt Du den NPA ja gut auf das Objektiv eingestellt haben. Mich würde interessieren, ob die Bilder so gut zueinander passen, daß man harte Schnitte machen könnte, ohne daß es auffällt?
Mir ist noch aufgefallen, daß das Oberlichtfenster links überstrahlt ist. Dafür reichten die 12 bit Dynamikumfang wohl nicht.
2017/02/09 19:53 , Heinz Höra
Ich denke man(n) kann, soll oder gar MUSS eine derartig toll gemachte Arbeit auch in diesem Forum sehr gut würdigen. Jedem, der so was oder ähnliches schon gemacht hat ist bewusst was es bedeutet, Schärfe, Klarheit, Kontrast, Detailreichtum etc. in der Kompression nicht zu verlieren.
2017/02/11 00:00 , Christoph Seger
Heinz, 
es ist nur eine Oberlichte überstrahlt, vermutlich diejehnige mit dem direkten Lichteinfall. Ich verwette einiges, dass das auch mit 16 Bit nicht zu schaffen wäre.
2017/02/11 00:02 , Christoph Seger
Christoph, das erfordert evtl. eine Sonderbehandlung. Bei meinem Foyer der Nationalgalerie Nr. 18915 habe ich es dadurch geschafft.
2017/02/11 19:29 , Heinz Höra

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Dieter Leimkötter

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