Aus der Erdgeschichte: Der Anstieg der Schichten am Ostrand des Thüringer Beckens   21146
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1 Waldgebiet Eule
2 Jena Nord
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4 Fußweg zum Jenzighaus
5 Jenzighaus
6 nichtöffentliche Straße zum Jenzighaus
7 Siedlung Sonnenblick
8 Hunnenkuppe 385m
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15 Jenzigrücken
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20 Wogau
21 Dorlbergsattel Richtung Jenalöbnitz
22 Dorlberg 373m
23 Jenaprießnitz
24 Hirschberg 385m

Details

Location: Hausberg, Nordosthang (270 m)      by: Wolfgang Bremer
Area: Germany      Date: 08.05.2016
Als Ausgleich für die Hebung von Thüringer Gebirge und Harz ist im Laufe der Braunkohlenzeit, im Tertiär, das Thüringer Becken als flache Mulde eingesunken. Ausgehend vom Zentrum etwa um Erfurt und Sömmerda steigen die Schichten von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper, die das Becken im wesentlichen aufbauen, nach allen Seiten hin leicht an, im Jenaer Raum mit ca. zwei bis höchstens drei Grad. Zufällig verläuft das Gembdental östlich von Jena so, daß die lange Südwand des Jenzigs fast genau auf die ferne Beckenmitte fluchtet, und durch den weithin nur schütteren Bewuchs lassen sich die angeschnittenen Muschelkalkschichten passabel verfolgen, am besten da, wo keine menschengemachten Strukturen verunklaren. Den im Bild deutlichsten Schichtverlauf habe ich mit x-x-x beschriftet.
Der Jenzigsüdhang hat schon Nutzungen als Weinberg und Anbaufläche von Pfingstrosen für die Arznei- und Kosmetikindustrie hinter sich, und sogar das Mineral Coelestin hat man hier zeitweise abgebaut, also Strontiumsulfat. Das konnte man gebrauchen für die Erzeugung roter Feuerwerkseffekte; ab ca. 1900 verbesserte die Zugabe von Strontianit aus Coelestin bei der Zuckerherstellung aus Melasse entscheidend die Ausbeute. Aktuell darf man sich Sorgen machen um die idyllische Anmutung des Gembdentales, das man fast in ganzer Länge überblickt. Die wachsende, eingeengt gelegene Großstadt belauert auch hier die Äcker, Wiesen und Hänge mit ihrem Siedlungsdruck.

Kamera : Olympus VR-320
Bilder : 8x JPG QF freihand
Brennweite: 4,2 / 24 bei Aufnahme, durch Beschnitt effektiv ca. 60mm KB
Blende : F7,9
Belichtung: 1/800 bis 1/1000
Software : Hugin, IrfanView, PaintNet

Comments

Sehr interessante Beschreibung und ein schöner Blick, allerdings scheint da etwas bei der Nachbearbeitung schief gelaufen zu sein. Es wirkt irgendwie verwaschen und unscharf. Vielleicht kannst du dir das nochmal anschauen?
2016/05/11 09:02 , Jens Vischer
Soeben neu geladen 
Vorm ersten Hochladen war mir der Himmel zu rauschig, und ich habe (aus Faulheit) einfach das ganze Bild entrauscht. Das ist jetzt korrigiert. Richtig gut ist es davon nicht geworden, etwas besser aber doch. An dem Standort bin ich im Herbst schon mal gescheitert, jetzt im Frühjahr fast das gleiche: die große Streuobstwiese in Nordrichtung und manche Bereiche in den Laubwaldhängen wirken immer unscharf, auch im Einzelbild.
Danke jedenfalls für den Hinweis, Jens!
Es grüßt Wolfgang
2016/05/12 00:39 , Wolfgang Bremer

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Wolfgang Bremer

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