Das Reichstagsgebäude   81839
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Location: Berlin      by: Giuseppe Marzulli
Area: Germany      Date: 19 July 2014
I think the Reichstag needs no introduction ;-). The pano was taken at 1.30.
3 photos; 24 mm; f4; 1 sec.; 250 ISO; with tripod.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsgeb%C3%A4ude
http://en.wikipedia.org/wiki/Reichstag_building

Comments

After you have introduced us to the major sights of Italy, you continue with Germany ;-) Cheers, Martin
2014/11/26 06:58 , Martin Kraus
Warum da über dem Portal "dem deutschen Volke" steht, habe ich zwar noch nie verstanden, aber das Panorama ist gut.

Bete Grüße,
Jörg E.
2014/11/26 08:33 , Jörg Engelhardt
@Jörg
...soll wohl heißen: Auch Du bist ein Teil des Subjekts zu diesem Dativ (sofern ich denn wirklich zumindest grammatikalisch die Bedeutung der Inschrift verstanden habe) ;-).
Gefühlt bietet mir allerdings der Schriftzug des Kunstobjekts "der Bevölkerung" im nördl. Lichthof des Reichtagsgebäudes mehr Identifikationsmöglichkeit.
Herzliche Grüße, Matthias.
2014/11/26 11:49 , Matthias Stoffels
Very nice !
Jörg, ... at least it starts with the soft "D" ...
2014/11/26 21:41 , Hans-Jürgen Bayer
I like history. The writing "Dem deutschen Volke" has interesting implications for policy and language.
You can read here (in German).
http://de.wikipedia.org/wiki/Dem_deutschen_Volke
2014/11/26 23:24 , Giuseppe Marzulli
....da wurde ich wohl missverstanden. Die Bedeutung und Interpretation ist mir schon klar.... das war eher so eine Frage, ob die Damen und Herren hinter diesen Mauern auch nach dieser Maxime handeln....
2014/11/26 23:36 , Jörg Engelhardt
Perfect!
2014/11/29 11:22 , Christoph Seger
Über diese Widmung 
habe ich mir auch schon oft den Kopf zerbrochen. Anfangs hielt ich es für eine etwas abfällige Formulierung des Kaisers, der hier "seinem Volke" gönnerhaft eine Art Schwatzbude hinstellt. Dass dem aber so nicht war, geht aus der Schilderung in der Wikipedia hervor, auf die Du, Giuseppe, hingewiesen hast. Andererseits ist die Formulierung auch sicherlich kein Ausdruck von Volkssouveränität. Denn das "Deutsche Volk" würde sicherlich sein Parlament nicht "Dem Deutschen Volke" widmen. Einzige Erklärung, die ich derzeit habe: Es ist der Deutsche Staat, das Reich, das dieses Haus dem "Deutschen Volke" widmet. Gemeint: Bis dahin gab es nur Fürsten und Untertanen. Das Reich, das war der Staat der Fürsten. Deren Untertanen waren mehr oder weniger beliebig, bestenfalls ein "deutsches Volk", aber teils auch ein polnisches, sorbisches, dänisches, französisches Volk. Das Reich empfand sich zwar als Nationalstaat, aber nicht seine Bürger als Träger der Souveränität. Sie waren immer noch (weitgehend) nur Untertanen. Demgegenüber soll mit dieser Widmung das Volk personifiziert werden, zu einer Einheit, zu einer Person und schließlich auch zum Handelnden (einem Subjekt) gemacht werden. Das "Deutsche Volk" in dem Sinne ist also sowohl eine nationalistische Konstruktion als auch eine demokratische Schöpfung. Ironie der Grammatik: In der Widmung selbst ist das Volk noch Objekt (aber wenn das Parlament arbeitet, wird das Volk auch zum Subjekt). Körnchen Wahrheit: Das Deutsche Volk wurde eben doch eher (als das schweizerische zum Beispiel) geschaffen, als dass es sich selbst konstituiert hätte. So gesehen ist die Widmung eine schöne Parabel auf die Widersprüche der Kaiserzeit: Das Reich, das als Fürstenstaat gegründet worden war und sich zunehmender Identitätsprobleme gegenüber sah, schuf sich das "Deutsche Volk" als zweites Legitimationsstandbein (neben der "Gnade Gottes", die den Fürsten bis dahin genügt hatte). Die "Volkssouveränität" war damit sozusagen von den Fürsten verliehen worden; ein Widerspruch in sich, der heute noch in dieser Widmung sichtbar wird.
Wenn aber heute dafür plädiert wird, eher "der Bevölkerung" dieses Parlament zu widmen, geht auch das bisschen "verliehene" Stück "Souveränität" wieder verloren. Statt zu schreiben "unseren werten Abgeordneten" (was Ausdruck wirklicher Souveränität wäre), würde mit der Rede von der "Bevölkerung" den Menschen ihr Status als politisches Subjekt wieder völlig aberkannt. Sie würden damit wieder - wie in der frühen Kaiserzeit - zu Untertanen des Deutschen Staates. Passt ja heute auch gut ins Bild des merkelschen Biedermeier, aber gut, ich verstehe schon, dass man sich natürlich an der nationalistischen Implikation "Deutsches" Volk stößt. Aber darüber bitte nicht vergessen, dass der Demokratie eben ein mitgliedschaftliches Verständnis zugrunde liegt und zur Mitgliedschaft ein gemeinsamer Wille gehört, während die "Bevölkerung" eine zufällige Menge ist.
Unfortunately, my English is not as good as to tell these things in English. Hope, you, especially Giuseppe, understand enough German to follow my words!
2014/11/29 14:28 , Matthias Knapp

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