4mal Giralda   62615
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Location: Sevilla      by: Martin Kraus
Area: Spain      Date: 21.10.2011
Bei aus mehreren Bilder zusammengesetzten Werken bin ich hier oft etwas skeptisch. Der Ausblick aus dem Aussichtsgeschoss der Giralda liess mir aber keine Wahl: Zu weit voneinander entfernt sind die Standorte an den vier Seiten, und zuwenig verzeihend gegenüber kleinsten Stitchingfehlern ist eine Stadtlandschaft. Daher eine Komposition der vier Blickrichtung in vier gleichgrossen Einzelpanos. Die im Detail unterschiedlichen Sichten werden beim Vergleich sofort deutlich.

Im Jahr 1196 mit 82m Höhe erbaut, war die Giralda ursprünglich das Minarett der Hauptmoschee von Sevilla - der Baustil erinnert deutlich an entsprechende Bauwerke in Marrakesch oder Rabat. Sie blieb nach der Reconquista als Glockenturm der spätgotischen Kathedrale stehen und wurde 1568 mit einem 32m hohen Aufsatz ergänzt.

Canon G10, 25 HF RAW, LR 3.6, APP 2.5, PSE 7, IrfanView

Comments

guter Kompromiss 
Hallo Martin,
ich teile Deine Skepsis gegenüber mehrteiligen Panos. Dein Bild ist aber meiner Meinung immer noch ein "Panorama", denn es bietet einen Rundblick, konzentriert sich auf dieses Sujet. Verbunden mit Deinem erklärenden Text läßt sich hier sogar nachvollziehen, wie der Betrachter von Fenster zu Fenster wechselt, um die Ausicht zu geniessen.
Viele Grüße,
Johannes
2012/04/24 09:32 , Johannes Fischer
Der Ausblick ist toll, der Standort prominent. Die Idee, gleichsam aus 4 gleichgroßen Fenstern zu blicken gefällt mir auch. Dennoch bin ich noch skeptisch. Der Clou eines Panoramas ist der, alles in einem zu zeigen. Man sieht die Schwierigkeiten durch die veränderten Blickwinkel. PanoramaStudio ist bei Parallaxenverschiebungen recht tolerant. Evlt. wäre da noch was drin. Der störungsfreie Rundumblick gefiele mir besser.
2012/04/24 14:29 , Jörg Braukmann
Ich bin da 1:1 bei Jörg Braukmann. Mit PanoramaStudio geht das bestimmt, vielleicht fallen im Nahbereich ein paar Zentimeter weg.
LG Jörg
2012/04/24 15:47 , Jörg Nitz
@Jörg und Jörg - danke für Eure Kommentare und den Hinweis auf Panorama Studio. Ich habe mir mal eine Demoversion heruntergeladen und damit jetzt eine Stunde gespielt. Da steht ja (so wie ich das verstehe) eine ganz andere Herangehensweise dahinter: Die Software bemüht sich gar nicht wirklich um eine einheitliche Projektion, sondern legt die Bilder übereinander, um dann über massive lokale Verzerrungen beim Blenden ein kontinuierliches Bild zu erzeugen. Dabei biegen sich bei einem Motiv wie dem Vorliegenden im wahrsten Sinne des Wortes die (Dach-)Balken, aber man kommt tatsächlich trotz Parallaxe zu einem Pano ohne Stitching-Diskontinuitäten. (Was ein "Fehler" ist, weiss ich bei diesem Vorgehen gar nicht mehr). Die Verzerrung beim Blenden kann man wohl vielfältig beeinflussen (sieht nach sehr viel Arbeit aus), ansonsten gibt es aber deutlich weniger Eingriffsmöglichkeiten als bei der von mir sonst verwendeten Software, z.B. bei der Ausrichtung bei freihand photographiertem Material. Wie erwartet ist der untere Teil dann wegen der Verzerrungen nicht vorzeigbar. Das überzeugt mich für dieses mehrteilige Pano nicht wirklich, da ja hier der Tiefblick ein wesentlicher Teil ist. Ich habe aber noch eine Variante etwas mehr im Tele, vielleicht probier ich die auch nochmal mit Panorama Studio. VG Martin
2012/04/24 19:39 , Martin Kraus
Martin, das erinnert mich an mein Dresden-Panorama, das ich von der Frauenkirche aus gemacht habe (Nr. 8456). Zuerst hatte ich ja auch eine Variante mit 4 Teilpanoramen. das hatte mir aber ebensowenig gefallen, wie mir das bei Dir gefällt. Es in die Form eines Triptychons zu bringen, würde ich auch bei Deinen Bildern für sehr angebracht halten. Auf keinen Fall dürfte die Giralda, also dieser dunkle Gebäudekomplex, zerschnitten sein. Und was ich auch nicht gut finde, ist, daß sich große Teile in den Teilpanoramen wiederholen. Das habe ich in 8456 auch vermieden, habe die Teile aber auch nicht 100%ig angepaßt.
PS: Es wird aber nicht einfach sein, die nahen Gebäude einwandfrei zu stitchen, noch dazu, wenn sie von unterschiedlichen Punkten aufgenommen wurden. Bei ähnlichen Situationen (Nr. 9307, 8968) habe ich im Stitcher zusätzlich entspr. "verzerrte" Einzelbilder erzeugt, aus denen ich Teile über die nicht passend gestitchten Stellen kopiert habe. In PTGui kann man das aber auch gleich beim Stitchen korrigieren, indem man das Maskieren benutzt.
2012/04/24 23:04 , Heinz Höra
Hallo Heinz, danke für Dein Feedback.

Das von Dir erwähnte Pano von der Frauenkirche aus (bei dem ich mich ja auch an der Diskussion beteiligt hatte) war mir hier auch eine Anregung. Die Lösung mit dem Triptychon ist für mich für das vorliegende Pano leider nicht geeignet. Zum einen gibt es die Natur des Turms nicht wieder, der eben extrem markant viereckig ist (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Giralda). Zum anderen wäre dafür eine Kombination von Bildern aus benachbarten Himmelsrichtungen nötig - wäre das Parallaxenproblem dort gelöst, könnte man auch gleich ein einziges Gesamtpano machen.

Die Giralda ist nur der Turm selbst. Das prominente dunkle Gebäude ist die gotische Kathedrale. Mit Deiner Bemerkung, daß der Schnitt dort nicht gut ist, hast Du recht. Leider steht der Turm so, wie er steht, und mit dem Parallaxenproblem an der Kathedrale hatte auch PanoramaStudio in meinen Versuchen gestern die größten Probleme.

Ich werde nochmal nachdenken müssen, ob und wie ich das gelöst bekomme. Auf jeden Fall Danke für Eure Anregungen - zumindest lerne ich wieder etwas dabei.
VG Martin
2012/04/25 19:28 , Martin Kraus

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