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Für meine Tagestour sollte der Große Feldberg das erstes Ziel sein, denn die Wetterlage versprach an diesem Tag eine exzellente Sicht. Eine solche Chance durfte ich mir nicht entgehen lassen.
Mein Sichtziel sollte dann auch direkt der Schwarzwald sein, an dem ich bisher immer gescheitert bin.
Mit seinen 180 Km Entfernung absolut kein leichtes Ziel, doch diesmal hatte ich Glück. Es kommt nur sehr selten vor, dass man ihn am Horizont ausmachen kann, denn in den meisten fällen ist die Atmosphäre nicht klar genug oder die Inversion liegt zu hoch.
Soweit also passte alles, bis auf eine Sache:
Obwohl der Berg sehr beliebt ist und jede Menge Besucher anzieht, bietet er nur marginal gute Aussichtmöglichkeiten an. Es gibt zwar einen Aussichtsturm aber der macht erst vormittags auf, - viel zu spät für eine so gute Sicht. Die Kuppe selbst ist ringsrum Bewaldet und verbaut, also musste ich mir ein anderes Plätzchen suchen.
Letztendlich fand ich eine gute Stelle unterhalb des Falkenhofs. Hier war die Sicht schon deutlich besser auch wenn die Bäume mir keine allzu großen Möglichkeiten gaben. Aus diesem Grund wirken Frankfurt und Schwarzwald auch so abgeschnitten. Da war leider nicht mehr rauszuholen gewesen, ansonsten hätte ich das Pano vor allem rechts noch bis zum Pfälzerwald weiter gehen lassen.
Nicht nur nach Süden war die Sicht gut, auch nach Norden konnte ich exzellent sehen. So zeigte sich rechts neben dem Kellerwald ein verzerrter Berg, der möglicherweise dem Kaufunger Wald angehörte. Auch wenn er stark verzerrt war, zumindest von der Richtung her hätte es gepasst.
Da die Sicht auch weiterhin versprach so gut zu bleiben, machte ich mich später auf Richtung Hoherrodskopf, um von dort nachher den Sonnenuntergang genießen zu können. Von dort wird bald ein weiteres Panorama nachkommen.
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Interessant übrigens:
In einem Rundfunkforum hab ich einen Beitrag gefunden, wo jemand eine Alpensichtung vom Feldberg erwähnt. Darüber soll wohl auch in der Tagesschau berichtet worden sein. Gefunden hab ich dazu aber leider nichts.
Die Erdkrümmung würde so eine Sicht normalerweise verhindern aber mit einer starken Optischen Überreichweite könnte es ja doch vielleicht machbar sein? Ausschließen würde ich es zumindest nicht.
Auch einen Blick zum Hochblauen in 276 Km Entfernung würde ich nicht ausschließen wollen - immerhin liegt er genau am Rande des Schwarzwalds. Die Sichtlinie würde genau durch die Süddeutsche Tiefebene verlaufen, wo so gut wie keine vorgelagerten Berge stören könnten. Mit Hilfe einer Starken Refraktion vielleicht machbar.
Zu besagtem Forum:
https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?f=7&t=35537&start=180
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Aufgenommen mit einer Canon EOS 250D, Brennweite 300 mm.
Gruß
Lukas
Peter Brandt, Jörg Braukmann, Klaus Brückner, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, J. Engelhardt, Martin Kraus, Wilfried Malz, Giuseppe Marzulli, Niels Müller-Warmuth, Jörg Nitz, Christoph Rhein, Arne Rönsch, Silas S, Björn Sothmann, Michael Strasser, Jens Vischer, Benjamin Vogel
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Comments
Da das Panorama ohne Baum mit der Frankfurter Skyline beginnt, hätte ich es auch so enden lassen ... verstehe Dich aber, dass das Weglassen der Hornisgrinde bei dieser Fernsicht ein "no go" ist ;-) !! Klasse Panorama und für die Brennweite eine sehr gute Qualität, Lukas!
Herzlicher Gruß,
Hans-Jörg
Beim Baum am rechten Bildrand ging es mir wie Hans-Jörg: Er stört, aber man versteht ihn.
Chapeau für dieses Dokument, chapeau!
Zum Glück konnte ich den Tag auch nutzen, wenn auch ganz woanders.
LG Jörg
Weiter als 200 Kilometer dürfte die Fernsicht vom Großen Feldberg trotz der beeindruckenden Dominanz der Berges nicht reichen. Ich habe die Sicht aus der Gegenrichtung vom Moosturm festgehalten (Pano #27809) und kann mir nicht vorstellen, dass außergewöhnliche Refraktionen weiter entfernte Sichtziele erscheinen lassen. Aus 4000 Metern Höhe hat Peter Brandt die Alpen aus dem Großraum Frankfurt indes festhalten können (Pano #24699)
Ebenfalls vielen dank für die weitere Beschriftung des Panos. Wenn man sich, wie ich kaum in der Richtung auskennt, kann es äußerst langwierig sein jeden Berg per Google Earth zuzuordnen. Da bin ich für jede Ergänzung dankbar.
@Silas
Die Panos von @Peter.B waren mir neu, vielen Dank dafür.
Dein Mooskopf-Pano kannte ich schon, ich hatte damals sogar einen Kommentar dagelassen.
Mit zum Teil war dein Pano auch Inspiration dazu dieses Pano hier zu machen. Doch so weit wie du konnte ich dann am Ende aber leider trotzdem nicht schauen. Dazu geht der Mooskopf doch zu sehr im Hintergrund der anderen Berge unter.
Gruß
Lukas
Ich hab jetzt mal probiert den Baum rauszukürzen. Blöderweise übernimmt er aber nicht das korrigierte Panorama sondern zeigt noch das alte an. Das Problem hatte ich schon bei einem älteren Panorama gehabt. Und alles neu machen will ich dann auch nicht mehr.
Gruß
Lukad
Alpensicht vom Feldberg im Taunus ist ein Märchen. Bei Udeuschle muss man als Kamerahöhe 2000 m angeben, bevor als erstes der Tödi erscheint. Das sind dann knapp 2900 m Seehöhe. Das kann keine Refraktion überbrücken.
ich danke dir. Ich werde irgendwann die Tage mich nochmal damit Auseinandersetzten. Die Hornisgrinde wird als Highlight auf jeden Fall drinbleiben aber wie Niels schon angemerkt hat, ist der Baum vielleicht etwas zu wuchtig. Zumindest den Stamm könnte ich noch entfernen, den Rest will ich aber so lassen.
Das mit den Alpen ist natürlich schade aber wahrscheinlich auch so zu erwarten gewesen. So ein Ereignis hätte sicherlich mehr Spuren hinterlassen, als nur diesen unauffindbaren Tagesschaubericht.
Gruß
Lukas
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