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Eine Dienstreise führte mich in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Ich reiste bereits am Vortag an, so dass ich Zeit hatte, die Stadt etwas kennenzulernen. Diesen Fotospot mit der gegenüberliegende Stadtsilouhette suchte ich dreimal auf, wobei sich am frühen Morgen die beste Gelegenheit bot, ein Panorama der Stadt am Fluss anzufertigen. Die sich den Elbtreppen anschließende Domplatte hatte sich weit in den Fluss ausgebreitet. Wie ich im Nachhinein recherchierte, betrug der Wasserstand am Elbpegel an der Strombrücke gerade einmal 48 cm und damit nur einen Fingerbreit über dem bis daher gültigen Allzeittief von 46 cm. Dieser Rekordwert wurde bereits am nächsten Tag egalisiert, wo nur noch 44 cm gemessen wurden.
Das Stadtbild selbst ist geprägt vom Dom, dessen Bau 1209 begann und 1520 mit Errichtung der Westtürme abgeschlossen wurde. Wie viele Großstädte Deutschlands wurde auch Magdeburg 1945 durch mehrere Bombenangriffe schwer zerstört. Der Aufbau der Stadt nahm der Stadt viel ihres Charmes. Heute gliedern sich moderne Bauten, Plattenbaucharme und historisches aneinander. Begrenzt wird das Pano links von der Hubbrücke, einem stillgelegten Eisenbahnviadukt.
11 HF-Aufnahmen, 24 mm (36 mm KB), f/8, 1/100 s, ISO 100.
Hans-Jürgen Bayer, Jörg Braukmann, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, Heinz Höra, Martin Kraus, Giuseppe Marzulli, Jörg Nitz, Arne Rönsch, Björn Sothmann, Arjan Veldhuis, Jens Vischer
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Comments
Mich verbindet mit Magdeburg zwar erstmal nur die Elbe, aber ich glaube, dass das (zumindest historisch) eine der meistunterschätzten Städte Deutschlands ist.
Soviel Größe, soviel Unglück.
Und im Handball wieder mal die #1 der Welt. :-)
Das Pano ist übrigens hervorragend komponiert.
Zu Magdeburg habe ich 3 Assoziationen.
-30-jähriger Krieg (Geschichte)
-Handball (Sport)
-Weihnachtsmarkt
Soviel Größe, soviel Unglück. Damit hat Arne in vier Worten die 1200 Jahre Stadtgeschichte umrissen und zusammengefasst. Was aber diese Ansicht auch mitteilt, ist: Nach allem Unglück ist der Rest der Größe immer noch ziemlich mächtig.
Es grüßt Wolfgang
Ich war leider nachmittags in Magdeburg. Da herrschte Gegenlicht. Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich diese Ansicht betrachtet habe.
LG Jörg
PS: @Wolfgang - wir freuen uns jedes Mal, wenn Du hier vorbeischaust.
@Jörg: Ich denke, dass bei höherem Wasserstand die Elbströmung so stark ist, dass diese Spiegelung nicht hinzubekommen wäre. Trotz Niedrigwasser fließt da noch eine Menge Wasser vorbei.
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