| Nagyboldogasszony-templom (Großfrauenkirche) |
| Zagyva |
| Zagyvaparti promenade |
| Köhid (Steinbrücke) |
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Im nordwestlichen Ausläufer der Großen Ungarischen Tiefebene liegt die gut 28.000 Einwohner zählende Stadt Jászberény, auch als kulturelles Herz der Region Jászság bezeichnet.
Urkundlich im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, ließen sich hier die Jász (Jassen) auf der Flucht vor den herannahenden Mongolen (Tartarensturm) nieder, um den ungarischen König Bela IV. um Asyl zu bitten. Die Jász waren ein iranischsprachiges Reitervolk, die zu den Alanen gehörten und eng mit den heutigen Osseten im Kaukasus verwandt waren. Die Epoche der Sesshaftwerdung der Jász und die Besiedelung der Region mit der Entstehung der heutigen Stadt Jászberény ist im Jász-Museum eindrücklich dargestellt. Wer die Stadt einmal besucht, dem kann ich nur empfehlen dem Museum einen Besuch abzustatten. Prunkstück des Museums ist sicher der Mythos um Lehel's Horn. Die Legende: Nach der verlorenen Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 n. Chr. wurden die ungarischen Anführer Lehel und Bulcsú gefangen genommen. Lehel bat vor seiner Hinrichtung darum, noch einmal in sein Horn blasen zu dürfen. Als man es ihm reichte, schlug er damit den deutschen König bzw. Kaiser so heftig nieder, dass dieser auf der Stelle starb. So weit zur Legende, die im Mittelalter dazu diente, die traumatische Niederlage der Magyaren symbolisch in einen letzten Triumph umzudeuten. Die Realität: Lehel war tatsächlich ein bedeutender ungarischer Fürst und Feldherr der ungarischen Stämme. In der Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 bei Augsburg wurden die ungarischen Reiterheere von den Truppen des Königs Otto I. (dem Großen) vernichtend geschlagen. Dies beendete die jahrzehntelangen ungarischen Raubzüge in Westeuropa dauerhaft. Historische Quellen (wie die Chronik von Sankt Gallen) belegen, dass Lehel und ein weiterer ungarischer Anführer namens Bulcsú die Schlacht überlebten, gefangen genommen und kurz darauf im Spommer 955 in Regensburg gehängt wurden. Hintergrund der Legende: Die Niederlage auf dem Lechfeld war ein gigantischer Schock für das ungarische Ehrgefühl. Die mündlichen Erzähler (Regós) erfanden die Geschichte des heldenhaften, trotzigen Todschlags, um der schmachvollen Hinrichtung am Galgen nachträglich die Würde eines heldenhaften Widerstands zu verleihen. "Lehel's Horn" im Jász-Museum: Tatsächlich handelt es sich um ein sogenanntes Olifant – ein Jagd- und Signalhorn, das aus einem Stoßzahn eines Elefanten geschnitzt wurde. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass es im 10. oder 11. Jahrhundert in Byzanz gefertigt wurde. Es passt zeitlich also theoretisch grob in die Ära Lehels. Quellen hierzu sind die Aufzeichnungen im Museum, sowie Recherchen im Internet. Zum Jász-Museum noch zwei Links - der englischsprachige beschäftigt sich überwiegend um die Legende zu Lehel's Horn: https://wunderbaresungarn.de/sehenswuerdigkeiten/museen-und-sammlungen/jasz-museum-jaszbereny/ http://www.museum.hu/exhibition/11783/The_horn_of_Lehel Und eine kurze Zusammenfassung zu Jászberény: https://wunderbaresungarn.de/nachrichten/inland/jaszbereny-das-historische-herzstueck-von-jaszsag/ Abschließend ein herzliches Dankeschön an unseren Panoramafreund Wolfgang Bremer, der letztendlich mit seinem Kommentar zu meinem im Oktober 2025 präsentierten Iasi-Rätsel (Pano #34357) Auslöser dafür war, dass ich nun dieses aktuelle Werk aus "Lehel-Horn-Hausen" präsentiere ;-) ... und weil Lehel's Horn eine so zentrale Rolle in den Ausführungen spielt, lasse ich die Einzelaufnahme als wichtigen Bestandteil des Panoramas stehen. ... last but not least Glückwunsch an ALLE die das alles gelesen haben :-D ... ***************************************************************************** Ursprünglich als Rätsel eingestellt: Dieses Rätsel hier zu präsentieren, hat mir besonders viel Freude bereitet. Eine Person unserer Community weiß vielleicht das "warum", hat er mich doch vor einiger Zeit einmal bei einem anderen Rätsel dazu animiert dieser Stadt einen Besuch abzustatten ... vielleicht habe ich schon zuviel verraten! Viel Spaß bei der Suche nach Stadt, Land, Fluß! Bevor ich mich den vielen interessanten Panoramen der vergangenen Zeit annehme wird jetzt erst mal das Wohnmobil ausgepackt und gefrühstückt ;-) Nikon D500, AF-S Nikkor VR 16-85mm - 10 HF-Aufnahmen, freihand Aufnahmezeit 14:02 Uhr MESZ/CEST Blende: f/11 Belichtung: 1/200 ISO: 100 Brennweite: 24mm KB Einzelaufnahme von Lehel's Horn (Lehel kürtje) Blende: f/8 Belichtung: 1/50 ISO: 1600 Brennweite: 36mm KB
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Kommentare
Danke für die Erinnerung, daß ich mich mit dem Ort noch befassen wollte, was bei Anlaß der vorigen Erwähnung unterblieben war.
Es grüßt Wolfgang
Danke - freut mich, wenn es gefällt, obwohl dieser durchaus geschichtsträchtige Ort panoramistisch nicht viel zu bieten hat, außer eben diesem Horn, das Wolfgang nun erwähnt hat und maßgeblich zur Lösung beitragen kann ... ringsum ist halt alles flach - anders als in der Toskana ;-) - ohne Anhöhen, und einen Aussichtspunkt habe ich den 3 Stunden Aufenthalt nicht ausfindig gemacht!
@Wolfgang
Es ist mir eine Freude, dass Du die Lösung noch parat hast, daher habe ich das vor meinem Urlaub eingestellte Panorama auch bewusst so platziert ;-) - mein Glückwunsch zur Auflösung!
Falls noch jemand Freude an der Suche hat, lass ich das Rätsel noch 1-2 Tage stehen, bevor es mit Verortung, Text und einem Einzelbild des legendären Horns aufgelöst und ergänzt wird.
LG Jörg
Ggf. Strg-F5 drücken ...
Das Rätsel ist jetzt aufgelöst und verortet.
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