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Das Naturkunde-Museum besitzt mit dem Vogelsaal den einzigen original erhaltenen musealen Schauraum des 19. Jahrhunderts. Der 1810 fertiggestellte Saal diente Professoren und Studenten als Lehrsaal; er entspricht in seiner Konzeption eher den damaligen Anforderungen des akademischen Betriebes als heutigen museumspädagogischen Auffassungen. Somit ist der Vogelsaal ein Museum im Museum, in dem die Vogelsammlung konzentriert wurde, woraus der Name des Saales entstand. In der unteren Etage werden europäische und exotische Vögel präsentiert, in der Galerie sind wirbellose Tiere, Fische, Amphibien, Reptilien, exotische Singvögel, Säugetiere und Botanik zu sehen.
Warum der Vogelsaal nie modernisiert wurde, ist ungeklärt. Nachdem das Naturalienkabinett durch Aufhebung der Universität 1803 eine wichtige Funktion, nämlich die Lehre, verloren hatte, hatte die bayerische Krone als neuer Besitzer wohl nicht das Interesse an einer Modernisierung, und Linder interessierte sich vornehmlich für den Erhalt der von ihm seit 1790 aufgebauten obstkundlichen Sammlung.
In den 1970er Jahren wurde der Saal saniert, wobei die Vitrinen eine Farbfassung in Kremserweiß erhielten. In der 2006 begonnenen und 2010 beendeten erneuten Sanierung wurde die originale Farbfassung außen in gedecktem Weiß und innen in Bergblau wiederhergestellt. In der Fachliteratur wird der Saal als „eines der weltweit schönsten, original erhaltenen Naturalienkabinette aus der Übergangszeit zwischen Spätbarock und Klassizismus“ bezeichnet. (Wikipedia)
7 HF-Aufnahmen, 12 mm (18 mm KB, beschnitten auf ca. 24 mm), f/6.3, 1/60 s, ISO 800.
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