Der mächtige Dettifoss   6319
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Legende

1 Dettifoss
2 Fremri-Grímstaðanúpur, 881m
3 Herðubreið, 1.682m
4 Búrfell, 953m

Details

Aufnahmestandort: Dettifoss (320 m)      Fotografiert von: Jens Vischer
Gebiet: Iceland      Datum: 14.06.2025
Von den wirklich zahlreichen Wasserfällen auf Island gilt der Dettifoss als der Größte (bezogen auf die Wassermenge).

Gespeist wird er vom Jökulsá á Fjöllum, dem Gletscherfluss aus den Bergen, im Norden Islands und liegt knapp 30 Kilometer vor dessen Mündung in den Arktischen Ozean. Der Fluss entwässert den Nordteil des riesigen Gletschers Vatnajökull, immerhin der größte Gletscher Europas. Über eine Breite von etwa 100 Metern ergießen sich die grau-braunen Wassermassen über 44 Meter in die Tiefe der Schlucht Jökulsárgljúfur.

Man kann den Wasserfall von beiden Seiten betrachten. Die touristisch besser erschlossene ist die Westseite, die auch Teil des Diamond Circles ist. Über eine trostlose Mondlandschaft führt ein gut ausgebauter Wanderweg zu mehreren Aussichtsplattformen.

Das Panorama entstand auf der vorderen der beiden oberen Plattformen (vgl. Jans Panorama Nr. 30434 in der Umgebung). Im unteren Bereich ereignete sich ein paar Tage zuvor ein großer Erdrutsch, weshalb die Wege dorthin und die Aussichtsstellen während unseres Besuches noch gesperrt waren. Natürlich hat das einige waghalsige Turnschuhtouristen nicht davon abgehalten, für bessere Fotos dennoch hinabzusteigen, wir jedenfalls haben es respektiert und nur den Blick von hier oben genossen.

Der Erdrutsch ist nur ein weiteres Zeichen der hier sichtbar wirkenden Erosion. Neben dem Schmelzwasser führt der Fluss nämlich auch große Mengen an Geröll mit, pro Tag an die 120.000 Tonnen. Würde man das täglich transportierte Geröll auf einem Güterzug verladen, bräuchte es 2.400 Waggons. Dieses mitgeführte Geröll übt eine starke Erosionskraft aus und trägt zur Vertiefung der Schlucht und damit zur Wanderung des Wasserfalls bei. Die Fallkante des Dettifoss wandert pro Jahr etwa einen halben Meter bis einen Meter flussaufwärts.

12 HF Aufnahmen mit Canon EOS 5D Mark III á 35mm, f11, 1/200s, ISO100, PTGui Pro

Kommentare

Man glaubt fast, das Brüllen des Wassers zu hören. Sehr beeindruckend, auch durch deine Schilderung.

Grüße,
Dieter
05.12.2025 17:01 , Dieter Leimkötter
Ah, da ist er ja. Sieht eindrucksvoll aus, aber ich habe ihn noch gewaltiger in Erinnerung. Vielleicht hatten wir noch mehr Schmelzwasser. War alles ziemlich braun.
05.12.2025 21:01 , Jochen Haude
Spannend, wie weit vorne der Regenbogen zu sehen ist. VG Peter
07.12.2025 15:59 , Peter Brandt
Super mit dem sonnigen Wetter und dem Regenbogen. Schade, daß Ihr nicht weiter gehen durftet, die Schlucht kommt von dem Standort hier nicht so recht zur Geltung. Aber dafür dürfen wir hier auf PP ja ein Portfolio verschiedener Ansichten genießen. VG Martin
07.12.2025 20:14 , Martin Kraus
Danke für die interessanten Hintergrundinfos! Massentourismus scheint dort Fehlanzeige zu sein.
08.12.2025 22:13 , Jörg Braukmann
Sehr beeindruckend.
Bei der Erosiosgeschwidigkeit dürfe in ferner Zukunft nicht mehr viel vom Wasserfall übrig sein. Um so schöner das gerade wir ihn noch zu Gesicht bekommen werden.

Gruß
Lukas
10.12.2025 20:31 , Lukas Klös

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