Moldau bei Krumau   82295
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Location: Krumau (Ceský Krumlov)      by: Arne Rönsch
Area: Czech Republic      Date: 19. September 2009
Spätsommer in Südböhmen.

6 HF-Bilder
Nikon D80
Nikkor 18-135
18 mm
Blende 8
1/400 sec
PTGui
Paint.NET

Comments

Fad - da sind ja die Türme gerade! Auf pp1215 sieht man sie schön schief.
Über (Böhmisch) Krumau (es gibt auch Mährisch) gibt es ja dann einiges zu erzählen bis hin zu Egon Schiele. Anzuerkennen ist, daß die Tschechei sich staatlicherseits auf einem hohen Niveau bemüht, ein deutsches Publikum auf deutsch mit Informationen anzusprechen (z.B. http://www.czech.cz/de/kultur/die-schonsten-denkmaler-und-attraktionen/burgen-und-schlosser/cesky-krumlov?i=). Daß dabei die heikelste Phase der jüngeren Geschichte sorgsam ausgespart bleibt, sollte man insofern nicht allzu negativ sehen, als dahinter ein innertschechischer Entwicklungsprozeß steht, der langsam den Blick auf die eigenen Verfehlungen freilegen dürfte, auch wenn es Antagonisten wie Havel und Klaus gibt. Leider sind die österreichischen Parlamentsparteien geschlossen so dumm, diesen Prozeß durch Temelinmobbing zu stören (was nicht heißen soll, daß Temelin unproblematisch ist, aber die österreichische Politik ist unsachlich).
2009/09/21 14:12 , Robert Zehetner
Robert Z.: Im Bemühen um "Political Correctness" zitiere ich hier eine große Online-Enzyklopädie:
"Sowohl die Bezeichnung Tschechien als auch Tschechei wurden historisch verwendet. Tschechien ist die ältere Form und bereits 1876 belegt (in Anlehnung an andere Länder Österreich-Ungarns wie Kroatien, Moldavien, Slawonien). Tschechei ist hingegen (außer in Teilen Preußens) erst 1918 nach Bildung der Tschechoslowakei aufgekommen (in Anlehnung an Türkei, Mongolei, Kaschubei, …), als Kontamination von Tschechien + Slowakei oder gelegentlich auch als Kontraktion von Tschechoslowakei (hierbei also den Gesamtstaat Tschechoslowakei meinend). Eine breitere Verwendung des Wortes Tschechei ist erst seit den 1930er Jahren festzustellen. Gleichzeitig kam der ältere Begriff Tschechien nahezu vollständig außer Gebrauch, so dass er heute von vielen als Neukonstruktschöpfung empfunden wird. [8] Der Begriff Tschechei besitzt für viele einen negativen Klang wegen der Verwendung im NS-Sprachgebrauch, insbesondere bei der Bezeichnung Rest-Tschechei. Wegen des Zerfalls der Tschechoslowakei am 1. Januar 1993 musste eine offizielle deutsche Bezeichnung für den neuen Staat beschlossen werden. In Erwägung der obigen Argumente schlug eine staatliche Kommission damals hierfür Tschechien vor, unterstützt von deutschen und österreichischen Sprachforschern. Dementsprechend ist auch seit 1992 in deutschen Nachschlagewerken ausschließlich Tschechien als Kurzform für die Tschechische Republik vorzufinden." # # # Zum Pano: Ich find's "unten rum etwas dunkel", aber es ist noch im Rahmen. Kannst du Arne, etwas über die Bauarbeiten im Fluss sagen?
2009/09/21 14:21 , Robert Mitschke
Robert M., die "große Online-Enzyklopädie" hat so ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Es ist ja keineswegs so, daß sie rein zufällig durch die große Zahl der Nutzer zu ihren Inhalten kommt, was sich an markanten Beispielen belegen läßt. Die von Dir aufgegriffenen Sachverhalte sind unspektakulär, war doch die Bezeichnung in der Monarchie "Böhmen und Mähren". Zu ergänzen wäre die naheliegende Analogie "Tschechei-Slowakei". Ich halte es gerne mit einem bekannten Witz, wonach Ben Gurion Churchills Erlaubnis für seine Hemdsärmel hatte, und berufe mich auf die "Tschechei" des prominenten Grünen P. Pilz. PC ist für mich keine Richtschnur, hingegen sollte eine inhaltliche Rücksichtnahme aus meinen Zeilen herauslesbar sein. Sonstige staatliche Wünsche oder Nachschlagewerke sind für mich Gott sei Dank nicht bindend, sonst wäre die täglich notwendige Arbeit mit dem Duden ekelhaft. So schlimm ist dieser verbale Stachel im Fleisch auch nicht, ein wenig Stachel ist aber nicht schlecht, denn eine bemerkenswerte Kollaboration bis 1945 bei deutlich besserer materieller Lage als in anderen Ländern ging immerhin in eine Vertreibung über, die jener in Polen um nichts nachstand.
2009/09/21 15:15 , Robert Zehetner
Ich muss mich erstmal entschuldigen, dass ich das Pano heute mit so wenig Begleittext hochgeladen habe. Gehört sich eigentlich nicht, finde ich, aber manchmal will es der Alltag so... +++ Zum Bild: Die Stadt ist wie gemacht für ein herrliches Panorama, leider aber sind die Standorte, die man benutzen müsste, entweder bebaut oder bewaldet. Dies hier ist also ein Kompromiss, der leider große Teile der dominanten Burg auslassen muss, weil die Burgmauer der einzige Ort war, von dem aus ich die 180°-Schleife der Moldau überhaupt darstellen konnte. Erschwerend hinzu kam, dass während meines verlängerten Wochenendes die Luft unglaublich diesig war, wie man hier auch an den nahen Bergen im Hintergrund sehen kann. +++ Zu den Bauarbeiten kann ich nicht viel sagen, ich weiß nur, dass die Moldau an ihrem Oberlauf oft mit Wehren stufenweise geregelt wird, Kanufahrer aber gleichzeitig die Chance bekommen, den Höhenunterschied in einem Randkanal mit ziemlich viel Kenter-Risiko zu meistern. Einer dieser wasserfallartigen Kanäle wird hier leider von einem Baum verdeckt. +++ Den Kurznamen der Tschechischen Republik betreffend, erinnere ich mich, dass nach der Staatsgründung 1993 in Deutschland "Tschechien", "Tschechei" und "Tschechenland" offiziell erlaubt wurden. Mittlerweile tendiert man in der Öffentlichkeit zu "Tschechien", aber im Zweifelsfall benutze ich auch den mittleren Namen. Dresdner Umgangssprache ist aber ohnehin eher "bei den Tschechen" bzw. "zu den Tschechen". Über diese Schwierigkeiten, einen allgemeingültigen Namen zu finden, müssen die deutschsprachigen Länder nicht allzu betroffen sein, da sich die Tschechen damit selbst überaus schwer tun. +++ Eine anderes Sprachproblem, das auch mit political correctness zu tun hat, hat mich in Südböhmen überrascht: Hier sprechen weit mehr Tschechen Deutsch als Englisch. In Nordböhmen, das in den frühen 90er Jahren von teilweise wirklich ekelhaftem ostdeutschen Billigtourismus überrannt wurde, hat man sich damals angewöhnt, mit Gästen fast nur noch Tschechisch oder Englisch zu sprechen - eine verständliche Reaktion auf großkotzig-prolliges Benehmen von Leuten, die sich ein paar Jahre lang mit 10 DM einen schönen Tag hinter der Grenze machen konnten. +++ Abschließend: Krumau, las ich, soll hinter Prag auf Platz 2 der meistbesuchten tschechischen Städte liegen. Das ist verdient, obwohl es nicht so klingen soll, als gäbe es nicht mindestens zehn weitere Städte im Land, die außergewöhnlich attraktiv sind.
2009/09/21 15:15 , Arne Rönsch
Klein, aber sehr fein. LG Robert
2009/09/22 21:05 , Robert Viehl
Der Bildausschnitt ist wirklich klein. Da ich kaum scrollen muss, stellt sich fast gar kein Panoramafeeling ein. Aber mit knapp 14.000 Einwohnern handelt es sich bei Krumau ja auch um eine Kleinstadt, die du hier umfassend und in schönem Licht zeigst.
2009/09/25 15:36 , Jörg Braukmann
Sah gerade im Bayerischen Fernsehen. 
Dachte, da muss ich hin.
Gruss Walter
2016/09/13 00:07 , Walter Schmidt
Nachträglich, nicht nachtragend wegen der Diskussion.
2019/03/09 12:01 , Heinz Höra

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Arne Rönsch

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