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Der Bollerberg ist ein beliebtes Ziel für mich bei entsprechender Wetterlage, da man bei exzellenter Sicht bis zu 156 weit schauen kann (Brocken). Zudem sorgt seine östliche Randlage für einen ungestörten Blick über ein weitläufiges Wolkenmeer, sollte sich denn mal eines gebildet haben.
Als ich nach anstrengendem Fußmarsch endlich oben am Gipfel ankam, wurde ich zwar mit einem Wolkenmeer belohnt aber die Sichtweite war dagegen leider eine Enttäuschung. Der Kellerwald hob sich noch halbwegs gut im Gegenlicht der Morgendämmerung ab, aber schon der Vogelsberg war leider nicht mehr zu sehen gewesen, genauso wie Taunus oder Röhn (und vom Brocken ganz zu schweigen).
So wie es aussah, hatte sich die Inversion wohl über Nacht gehoben denn obwohl die Nebelgrenze im Osten auf 500-600 Meter lag, wurde der 80 Meter höhere Kahle Asten im Westen teils immer wieder von Nebel eingehüllt, so das sein Gipfel nur sporadisch hervorschaute. Die Luftfeuchtigkeit war extrem hoch, sogar so hoch, dass meine Kamera regelmäßig beschlug und ich mühe hatte keine "Milchglasfotos" zu schießen. Mit der Zeit kam die Nebelwand von Westen immer näher und hüllte mich auf dem Rückweg schließlich komplett ein.
Trotzdem konnte ich mich noch auf eine Stunde Sonnenschein freuen.
Übrigens befindet sich auf dem Bild eigentlich noch ein Fernmeldeturm, der leider auch sehr störend auf die Kulisse wirkt. Zum Glück ist der Turm jedoch sehr schmal gebaut. Indem ich auf der Plattform sie Seiten gewechselt habe, konnte ich so "um den Turm herum fotografieren" Ob man das nun als schummeln bezeichnen möchte bleibt jedem selbst überlassen, aber Fakt ist, der Turm hätte das Panorama massiv abgewertet und so kann man wenigstens auf dem Bildschirm einen Blick genießen wie es zu Zeiten vor dem Turm einmal war. An der Stelle wo der Turm sitzt werde ich eine entsprechende Beschriftung hinzufügen.
--- Demnächst werde ich vielleicht auch mein altes Bollerbergpanorama mit Brockenblick nochmals als überarbeitete Version hier hochladen. Das Pano hat einige schwere Mängel, die ich aber nun eventuell nun mit meiner Erfahrung in den Griff bekommen könnte ---
Aufgenommen mit einer Canon EOS 250D, Brennweite 35 mm
Gruß
Lukas
Peter Brandt, Hans-Jörg Bäuerle, Günter Diez, J. Engelhardt, Jochen Haude, Dieter Leimkötter, Giuseppe Marzulli, Niels Müller-Warmuth, Jörg Nitz, Arne Rönsch, Björn Sothmann, Arjan Veldhuis, Jens Vischer, Benjamin Vogel
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Comments
Grundsätzlich finde ich die Kontraste zu hart. Die zeigenswerte Hügellandschaft säuft fast im Dunkel ab. Ich denke, da kann und darf man noch an den Reglern drehen.
Das mit dem Standortwechsel ist kein Schummeln sondern ein legales Mittel um unter Nutzung der Parallaxe unerwünschtes auszuschließen. Wir von vielen hier und auf AP angewendet. Jüngst konnte ich so ein 360er von der Zugspitze zeigen, ohne dass der massiv zugebaute Gipfel ins Bild gekommen ist.
Das mit dem sich beschlagenden Objektiv ist ärgerlich. Es gibt aber ein praktisches Hilfsmittel: die Objektivheizung. Günstige, durchaus brauchbare Heizmanschetten gibt es im Fachhandel ab ca. 20 € (Durchaus ein nettes Weihnachtsgeschenk für den ambitionierten Fotografen) . Dazu noch eine Powerbank und du kannst deine Kamera die ganze Nacht laufen lassen.
Grüße,
Dieter
LG Jörg
@Dieter
Das war ursprünglich noch viel dunkler. Ich hab die Schatten mit etwa 60 Prozent Lichttechnisch herausgehoben, wobei sich dann allerdings langsam unschöne Farbstufen am Himmel gezeigt haben, deswegen wollte bzw. konnte ich nicht mehr rausholen.
Hab übrigens bisher alles mit Gimp gemacht. Es scheint da sind solche Funktionen wohl in ihrer Qualität etwas limitiert.
Gruß
Lukas
Ich gebe gern ein Herzchen für dieses Spektakel.
Aber natürlich wäre noch einige Ausarbeitungskunst (die mir auch fremd ist) vonnöten, wenn man das Bild ausdrucken und an die Wand hängen wollte.
und auch für deine Rückmeldung Jörg.B
Jup es ist helligkeitstechnisch wirklich kein Meisterwerk. Viel mehr ging da aber auch nicht rauszuholen, ohne es zu ruinieren . Die Originalbilder sind teils noch viel dunkler gewesen, hier hab ich schon ordentlich nachgearbeitet.
Gruß
Lukas
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