Die Klippen von Étretat IV   121632
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1 L´Aiguille d'Etretat 55 m
2 Porte d´Aval
3 Tunnel du trou à l'Homme
4 Chapelle Notre-Dame-de-la-Garde
5 Leiter zum Notaufstieg

Details

Location: Manneporte (80 m)      by: Jörg Braukmann
Area: France      Date: 14. Juli 2019
Eine Klippe und wenige Gehminuten weiter und man steht auf der Manneporte, dem mächtigsten der drei Felsentore von Étretat, welches ich noch nicht zur Ansicht gebracht habe. Von hier bietet sich ein sehr schöner Blick zurück zur Pote d´Aval mit der Aiguille. Bei genauem Hinsehen fällt ein bedeutsamer Unterschied zu Helgoland auf: In Étretat darf unterhalb der Felsen entlang gewandert werden. Tunnel, Leitern und Drahtseile ermöglichen das Überwinden der drei Felsriegel zwischen Étretat und dem Valleuse d´Antifer. Diese Tour ist nur bei Niedrigwasser möglich, wobei sich der am tiefsten gelegene Abschnitt zwischen Étretat und der Porte d´Aval befindet. Daher wird empfohlen, die Tour zwei Stunden vor Niedrigwasser in Étretat zu beginnen. Wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass man auf dem Strandabschnitt zwischen zwei Klippen eingeschlossen wird. Da hilft nur Warten oder ein teurer Notruf, wobei ich nicht geprüft habe, ob man unten überhaupt Empfang hat. Zwischen der Porte d´Aval und der Manneporte gibt es einen Notaufstieg (im Bild markiert). Unten führt eine Leiter über das erste steile Stück und dann geht es im Zickzack und Steilgras weiter nach oben. Ich bin ihn nicht gegangen, weiß aber, dass der Einstieg von oben verboten ist. Barfuß ist die Tour unterhalb der Klippen nur etwas für sehr abgehärtete Füße. Ich empfehle festes Schuhwerk, das auch nass werden darf. Trittsicherheit ist nicht verkehrt, wobei das Gehen auf teilweise glitschigem Untergrund aus Algen und Seetang eine Herausforderung ist, die man aus den Alpen nicht kennt.

5 HF Freihandaufnahmen (jpg) mit meiner G15 und 28 mm.

Comments

Immer wieder interessant und auch gut gemacht, Jörg, die Ansichten, die Du von dieser Küste gezeigt hast.
2020/03/12 14:02 , Heinz Höra
Eine Gegend, wie gemacht für den Panoramafotografen.

Auffällig sind die gebänderten Strukturen im Fels. Ich habe gelesen, es handelt sich um Kreide. Ist das richtig? Dann wären die Bögen und Klippen ja nicht von langer Dauer.
2020/03/12 15:04 , Dieter Leimkötter
Der beste Künstler ist halt einfach die Natur.
2020/03/12 17:33 , Günter Diez
Kurzes, aber sehr sehenswertes Panorama. Durch die winzigen "Menschlein" sieht man auch sehr schön, wie gewaltig die Klippen sind.
2020/03/12 20:39 , Friedemann Dittrich
Geologe gesucht 
Dieter, so viele großartige Motive auf engstem Raum fand ich bisher selten. Sie zeigen zwar alle weiße Klippen und Meer, sind aber ansonsten recht unterschiedlich. Ich habe den Anspruch, dass meine Bilder auf p-p.net mindestens in der Breite meinen 16:9-Bildschirm füllen. Das macht es etwas schwieriger.
"Dauer" ist bei geologischen Motiven relativ. Die Klippen von Étretat wurden Ende des 19. Jahrhunderts von mehreren namenhaften Künstlern gemalt. Vergleicht man diese Bilder oder auch ältere Fotos mit dem Zustand von heute, finde ich, dass sich nicht so viel verändert hat. Bei den Kreidefelsen auf Rügen fielen mir in deutlich kürzeren Zeitabständen viel größere Veränderungen auf. Da hätte ich auch für Ètretat mit größeren Veränderungen gerechnet. Warum diese Klippen beständiger zu seinen scheinen als die auf Rügen, weiß ich nicht. Da müssten wir mal einen Geologen fragen. Ich glaube, wir haben einen in der Community, weiß aber nicht, ob der mitliest.
Friedemann, du hast nicht geklickt.
2020/03/13 15:23 , Jörg Braukmann
Spektakulär!
2020/03/13 22:03 , Johannes Ha
Jörg, jetzt auch mit Herz, hatte ich leider vergessen.
2020/03/14 05:28 , Friedemann Dittrich
Einfach ausgedrückt besteht der wesentliche Unterschied in der Härte der Gesteine. Die genaueren Hintergründe können diesem wirklich hervorragenden geologischen Führer entnommen werden: https://www.researchgate.net/publication/259923656_GEOLOGICAL_FIELD_GUIDE_TO_ETRETAT_Seine-Maritime_Upper-Normandy_France.
@Jörg - Deine tollen Impressionen machen wirklich Lust diese Region zu besuchen.
Herzliche Grüße, Matthias.
2020/03/14 10:04 , Matthias Stoffels
Vor allem Farben und Licht überzeugen bei diesem wohl bekanntesten aller Normandie-Motive! Mal schauen, ob es in diesem Jahr überhaupt einen Sommerurlaub geben wird.
LG Jörg
2020/03/16 18:04 , Jörg Nitz
Als ich gestern durch die Panos der letzten Woche geklickt habe, war ich von deiner Normandie-Serie überaus beeindruckt, Jörg. Und da ich mir gerade nicht sicher bin, ob ich das schon zum Ausdruck gebracht habe, sage ich es lieber noch mal.

Weil Frankreich bei mir letztendlich immer wieder gegen einen (höchstwahrscheinlich ex-k.u.k.-) Urlaubsplanungskonkurrenten verlieren wird, bin ich auch sehr froh darüber, hier von den Jörgs und anderen so gut von dort unterhalten zu werden.
2020/03/16 19:10 , Arne Rönsch
Bin zwar kein Geologe, ... 
... aber trotzdem habe ich nach Erklärungen für die von Jörg B. aufgeworfenen Fragen gesucht. Dabei bin ich auf die vom Nationalpark Jasmund im Internet veröffentlichten Seiten "Kreide", "Eiszeit", "Entwicklung nach der Eiszeit" und "Die Ostsee" unter
http://www.nationalpark-jasmund.de/index.php?article_id=12
gestoßen, die ich so aufschlußreich und umfassend gestaltet finde, daß ich gerne auf einen Fachartikel von einem Geologen verzichte.
Außerdem biete ich den Interessierten dazu noch an, sich mein Panorama Nr. 3032 anzuschauen, das den größten Teil der Rügener Kreideküste zeigt und in dem man auch die gravierenden Unterschiede zur französischen Kreideküste - die starke Bewaldung, die tiefen Einschnitte, die von den Bächen herrühren, und die Verunreinigungen durch Ton, Sand und Mergel - sehen kann.
2020/03/26 14:55 , Heinz Höra
Danke Heinz, für deine zusätzliche Recherche und die weiterführenen Infos. Ich merke: Kreideküste ist nicht gleich Kreideküste.
2020/03/28 20:40 , Jörg Braukmann

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Jörg Braukmann

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