Fernsicht aus dem Oberpfälzer Wald – Die Alpen vom Cerchov   11434
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1 Käsplatte 978 m
2 Hochkalter 2608 m - 202 km
3 Hocheisspitze 2523 m - 204 km
4 Prünzlkopf 2081 m
5 Stadelhorn 2286 m
6 Wagendrischelhorn 2251 m - 199 km
7 Pfarrerberg 851 m
8 Hadriwa 922 m
9 Großes Ochsenhorn 2511 m - 205 km
10 Reifhorn 2488 m
11 Mitterhorn 2506 m
12 Rothörndl 2395 m - 204 m
13 Seehorn 2155 m
14 Steinplatte 1869 m
15 Gurnwandkopf 1691 m
16 Hochfelln 1671 m - 181 km
17 Hochgern 1748 m - 183 km
18 Hoher Zaun 3451 m
19 Großvenediger 3666 m - 255 km
20 Großer Happ 3352 m
21 Großer Geiger 3360 m - 257 m
22 Keeskogel 3291 m - 252 m
23 Steinkarkogel 3180 m
24 Hinterer Maurerkeeskopf 3311 m
25 Östliche Simonyspitze 3448 m
26 Westliche Simonyspitze 3481 m - 260 km
27 Maukspitze 2231 m
28 Dreiherrnspitze 3499 m - 261 km
29 Ackerlspitze 2329 m
30 Goinger Halt 2242 m
31 Hintere Karlspitze 2280 m
32 Blumerberg 684 m
33 Ellmauer Halt 2344 m - 206 km
34 Treffauer 2304 m
35 Sonneck 2260 m
36 Kühleite 704 m
37 Wildkarspitze 3073 m - 250 km
38 Scheffauer 2111 m
39 Gabler 3263 m
40 Reichenspitze 3303 m - 255 km
41 Hahnenkamm 3209 m
42 Wildgerlosspitze 3280 m - 254 km
43 Schneekarspitze 3209 m
44 Schönachschneid 3001 m
45 Hochries 1567 m - 186 m
46 Hintere Stangenspitze 3225 m - 266 km
47 Rosswandspitze 3157 m - 263 km
48 Grundschartner 3065 m
49 Großer Beil 2309 m - 234 km
50 Grosser Löffler 3379 m - 269 km
51 Katzenkopf 2535 m - 242 km
52 Köpfelsberg 681 m
53 Schwarzenstein 3369 m - 272 km
54 Galtenberg 2424 m - 236 km
55 Turnerkamp 3420 m - 276 km
56 Steilnerjoch 1747 m
57 Großer Traithen 1852 m - 201 km
58 Wildalpjoch 1720 m
59 Lacherspitz 1724 m
60 Soinwand 1745 m
61 Wendelstein 1838 m - 195 km
62 Hinteres Sonnwendjoch 1986 m
63 Dürrmiesieng 1863 m
64 Hochmiesing 1883 m - 202 km
65 Lampersberg 1817 m
66 Aiplspitz 1759 m
67 Benzingspitz 1735 m
68 Rofanspitze 2259 m - 226 km
69 Rosskopf 2246 m
70 Seekarlspitze 2261 m
71 Hochiss 2299 m - 227 km
72 Guffertspitze 2194 m - 217 km
73 Risserkogel 1826 m
74 Hochnissl 2547 m
75 Sonnjoch 2457 m - 236 km
76 Hochglück 2573 m
77 Eiskarlspitze 2610 m
78 Spritzkarspitze 2606 m
79 Bettelwurf 2726 m - 245 km
80 Grubenkarspitze 2663 m
81 Laliderer Wand 2620 m
82 Lalidererspitze 2588 m - 241 km
83 Lalider Falk 2427 m
84 Nördliche Sonnenspitze 2650 m
85 Südliche Sonnenspitze 2668 m
86 Kaltwasserkarspitze 2733 m - 241 km
87 Birkkarspitze 2749 m - 241 km
88 Mittlere Ödkarspitze 2746 m
89 Westliche Ödkarspitze 2714 m
90 Thurasdorfer Berg 735 m
91 Marxenkarspitze 2636 m
92 Große Seekarspitze 2677 m - 243 km
93 Vogelkarspitze 2522 m
94 Schlichtenkarspitze 2476 m
95 Große Riedlkarspitze 2585 m - 243 km
96 Hochkarspitze 2483 m - 240 km
97 Wörner 2476 m
98 Tiefkarspitze 2432 m - 242 km
99 Leutascher Dreitorspitze 2681 m
100 Mittlere Dreitorspitze 2627 m
101 Hinterreintalschrofen 2669 m
102 Hochwanner 2704 m - 255 km
103 Hochblassen 2707 m
104 Mittlere Höllentalspitze 2743 m
105 Zugspitze 2963 m - 255 km
106 Zugspitzeck 2816 m - 256 km

Details

Location: Cerchov, Pec (1036 m)      by: Silas S
Area: Czech Republic      Date: 04.12.2019
Seit Jahren hatte ich mir vorgenommen, dem Cerchov bei günstiger Gelegenheit einen Besuch abzustatten. Die Fernsichtmöglichkeiten von dem tschechischen Berg sind außergewöhnlich; durch seine zurückgesetzte Position nordwestlich des Bayerischen Waldes reicht seine Höhe von 1042 Meter aus, um einige ferne Alpengipfel bei entsprechenden Bedingungen sehen zu können.

Schon bei meiner Anreise nahm ich zwischen Nürnberg und Arnberg eine stabile Inversiosschicht wahr, die sich wie erhofft recht niedrig über die Landschaft "legte". So stiegen meine Hoffnungen bis zum Zielort Waldmünchen, den ersten Haken unter meine ToDo-Liste des Kurzurlaubs setzen zu können. Um 14 Uhr, nach dreieinhalb Stunden Fahrt, parkte ich am Keilbürgerl und ging unverzüglich den Aufstieg an. Allerdings wurde ich jäh gebremst, denn kaum war ich am Wald angelangt, empfing mich eine Absperrung "Stop Forstarbeiten". In der Ferne dröhnende Motorsägen unterstrichen die Ernsthaftigkeit des Schildes, sodass ich lieber einen kleinen Umweg machte, als Bekanntschaft mit Bäumen oder verägerten Männern zu machen. Nichtsdestotrotz dauerte es nur eine Stunde, bis ich das verwaiste Gipfelplateau erreicht hatte und die arg begrenzte Aussicht (der Turm war verschlossen) im Fernglas unter die Lupe nahm. Während man den Großvenediger ohne große Mühe ausmachen konnte, dauerte es bis zum Sonnenuntergang, bis sich das Karwendel- und das Wettersteingebirge zeigten. Bei eisigem Wind harrte ich knapp zwei Stunden auf dem Gipfel aus, was dafür sorgte, dass mein Körper zur „Crunchtime“ trotz Winterverpackung kräftig zitterte. Vorzeitig wieder zu gehen kam natürlich nicht in Frage, schließlich wusste ich, dass ich diese Chance nicht mehr so schnell bekomme. Außer meiner Wenigkeit machte sich eine Handvoll Tschechen auf den Weg zum Gipfel, zu einem Austausch kam es dabei nicht.

Rund eine Viertelstunde, nachdem die Sonne im Nebel untergegangen war, wagte ich mit dem 300er eine letzte (freihändige) Serie bei ISO 2500, für ich einmal die Position wechseln musste. Das Panorama reicht vom Hochkalter (202 km) bis zur Zugspitze (255 km), der Dachstein lag zu diesem Zeitpunkt schon im Dunkeln. Für die maximale Fernsicht zum Breiter Grieskogel (285 km) war die Dunstschicht zu hoch, dafür reichte es immerhin zu den Zillertalern in (Süd-)Tirol. Der Cerchov dürfte einer der nördlichsten natürlichen Standorte sein, von dem man nach Italien sehen kann; hierzu würde ich interessieren, welche Berge ihm diesbezüglich Konkurrenz machen.


Zeitpunkt: 16.25 Uhr
15 QF-Aufnahmen á 300 mm

Comments

Eine beeindruckende Fernsichtdokumentation! Ich konnte bei meinem Besuch 2014 die Alpen nur ganz schwach mit dem Fernglas erahnen. Respekt, daß Du es so lange oben ausgehalten hast. Ich würde aber lieber das Stativ hoch tragen, als mit zitternden Händen freihand aufzunehmen.
2019/12/15 10:14 , Friedemann Dittrich
Schon Deine Beschreibung zur Erreichung des Gipfels finde ich klasse. Die Entfernungen sind verblüffend und faszinierend zugleich. Ist das mit der D500 oder D850 gemacht - wegen der Brennweite- ?
2019/12/15 20:02 , Hans-Jürgen Bayer
Danke für und herzlichen Glückwunsch zu dieser einzigartigen Dokumentation. - Die Zuordnung zum Oberpfälzer Wald entspricht aber nicht der traditionellen Einteilung, bei der das Gebiet östlich der Bahnlinie Cham-Waldmünchen noch zum Bayerischen Wald gerechnet wird. Auf tschechischem Boden gehört dieser Bergstock zum Cesky les, also Böhmerwald. Als höchster Berg des Oberpfälzer Walds gilt der 901m hohe Entenbühl bei Flossenbürg.
Vom nahen 200m niedrigeren Klammerfels habe ich vor einigen Jahren nachmittags eine Teil der Alpenkette festgehalten: http://panoramen-und-natur.de/index.php/panorama-alpen-aus-der-ferne/75-klammerfels
LG Wilfried
2019/12/16 21:50 , Wilfried Malz
Silas, da kannst Du ja wieder einen Eintrag in die Weitsichtenliste machen.
Und die Beschreibung Deiner Erreichung des Cerchov war richtig spannend.
2019/12/17 13:36 , Heinz Höra
Die Geschichte zum Pano gefällt mir sehr.
Das Rauschen ist allerdings deutlich zu bemerken.
Lieber in RAW mit (deutlicher) Unterbelichtung aufnehmen und anschließend meist ohne Verluste aufhellen wäre evtl. besser.
LG Jörg
2019/12/17 20:51 , Jörg Nitz
@Silas: Das dürfte der nördlichste Berg sein, von dem aus Italien zu erspähen ist. Der italienische Berg, der nach Norden meist am weitesten hin zu sehen ist, ist die Dreiherrnspitze. Sie habe ich aus dem Chiemgau oft im Blick und dazu muss ich nicht hoch hinaus. Luftlinie liegt sie doch sehr nahe an Deutschland.

@Wilfried: Den Cerchov habe ich schon mehrfach in der Literatur als höchsten Berg des Oberpfälzer Waldes gelesen. Dieser Gebirgsstock ist geologisch durch eine Landesgrenze wohl nicht getrennt außer in der Bezeichnung. Aber das ist spitzfindig.
LG
2019/12/17 20:55 , Hermann Leikauf
@Hermann: Vom geografischen Standpunkt ist das natürlich sinnvoll. Ich habe dazu auch in meinem Nachbarpanorama vom Reißeck etwas gesagt. Z.B. rechnet bereits August Sieghart in seinem klassischen Bayerwaldführer Waldmünchen und seine Berge zum Bayerischen Wald. Rechnet man sie zum Oberpfälzer Wald, dann wäre selbst unter Beachtung der Landesgrenze der Entenbühl nicht der höchste Berg dieses Mittelgebirges sondern der Gibacht mit dem Kreuzfelsen am höchsten Punkt. LG Wilfried
2019/12/18 08:20 , Wilfried Malz
Als ich oben war, stand ich auch vor dem verschlossenen Turm. (Es war ein Montag.)
Dann, als wir schon gehen wollten, hatten wir das Glück, dass für eine angemeldete Reisegruppe kurz geöffnet wurde und wir mit hochhuschen durften.

Da war die Sicht aber höchst mittelmäßig - kein Vergleich zu deinen Fernblicken.


Zu den Namen und Abgrenzungen noch eine Bemerkung: Die sind ja immer menschengemacht und nie in Stein gemeißelt. Mitunter verschieben sich die Bedeutungen auch.

Ich würde aber keinesfalls "Cesky Les" mit "Böhmerwald" übersetzen, weil diese deutsche Bezeichnung traditionell immer mindestens das meint, was auf tschechisch "Sumava" ist.

"Böhmischer Wald" gefällt mir da als Übersetzung besser, wobei "Cesky Les" und "Oberpfälzer Wald" eigentlich auch schon genügen dürften, um dieses eine Gebirge zu beschreiben.
2019/12/18 10:14 , Arne Rönsch
Inhalt über Form. Angesichts der Dreiherrenspitze äußerte ich auch einmal, man könne bis Italien sehen. "Südtirol ist nicht Italien!", wurde ich da aber barsch zurechtgewiesen. Aus dieser Perspektive sieht man ja auch nur die österreichische Seite der Grenzberge. Die Webcams aus dem Bayerischen Wald zeigten für vergangenen Sonntag (15.12.) und auch Montag recht beständig gute Fernsichten in Richtung Alpen. War jemand zur Stelle?
2019/12/18 17:01 , Jörg Braukmann
@Hans-Jürgen
Meine D500 hat durch Überhitzung einen toten Punkt auf dem Sensor, weshalb ich sie nur noch beim Sport einsetzen kann. Die Aufnahmen habe ich mit der D850 gemacht, zusätzlich hatte ich die D750 dabei.

@Heinz
Danke für den Hinweis, die Fernsichtliste muss ich demnächst mal aktualisieren.

@Jörg N
Das habe ich natürlich gemacht, allerdings war da nicht mehr viel zu retten. Weil das kleiner 300er stark vignettiert und bei kürzeren Verschlusszeiten der Bildstabilisator (mitunter) spinnt, drehte ich bei dieser letzten Serie die Empfindlichkeit hoch. Alle anderen Aufnahmen erwiesen sich (bei manuellem Fokus und zwei Positionswechseln) als unbrauchbar; ich bin froh, dass ich überhaupt Material zum Stichen hatte. Ohne Aussichtsturm bietet der Cerchov einzig und allein dieses Blickfenster – wenn man alle freie Stellen die Bäume und Sträucher ausblendet.

@Jörg B
Ich habe die Webcams auch studiert, musste allerdings arbeiten. Da gab es bisher schon einige Tage mit diesen Bedinungen, hoffentlich war das nur der Anfang :)
2019/12/20 00:01 , Silas S
Sehr imposantes Panorama. Zu der regionalen Zugehörigkeit noch dieser Zeitungsartikel

https://www.mittelbayerische.de/region/cham/gemeinden/waldmuenchen/in-welchem-wald-liegt-waldmuenchen-21023-art1310753.html
2019/12/23 13:29 , Andreas Kiefl

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