Tanz der Orchideen   2859
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Location: Fränkische Alb (520 m)      by: Wilfried Malz
Area: Germany      Date: 2. 9. 2015
Nun habe ich mich doch entschlossen, zum Abschluss des botanischen Jahres noch einmal ein Makropanorama zu zeigen. Wie immer lasse ich in der Natur alles so wie es ist, mich stören die vielen trockenen Halme (auch mit einzelnen leichten Verzerrungen durchs Stitchen) nicht, sie waren ja vorhanden. Freigestellte Pflanzen und Bokeh gibt es in der Natur nicht, jedenfalls nicht für unsere Augen, und so wie die die Dinge sehen, möchte ich sie auch abbilden.

Zur abgebildeten Pflanze (Herbstwendelähre, Spiranthes spiralis) ist mein Pano 13731 zu vergleichen, außerdem meine vertikalen Panoramen http://panoramen-und-natur.de/index.php/biotop-vertikal/237-drehwurz-2 und http://panoramen-und-natur.de/index.php/biotop-vertikal/236-drehwurz

6 QF-Aufnahmen, Brennweite 24mm KB, 1/160 sec, f 5,6.

Comments

Mit Deinen allgemeinen Ausführungen stimme ich nicht überein, Wilfried. Mich stört daran schon dieser Absolutheitsanspruch. Wieso soll es in der Natur keine Freistellung geben? Hast Du noch nie z. B. einen Zweig gegen den Himmel fotografiert? Und das Bokeh gehört zwangsläufig zum Fotografieren dazu, weil es vom Objektiv erzeugt wird, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. Wenn Du dieses Gestaltungsmittel mit der Tiefenschärfe nicht nutzen willst, dann wäre - überspitzt gesagt - für Dich am besten eine Lochkamera, die von nah bis ganz fern alles scharf abbildet.
Trotzdem gefällt mir Dein Bild, auch mit den Unzulänglichkeiten.
2015/10/09 12:19 , Heinz Höra
Ja, Heinz, das mit der Lochkamera wäre vielleicht am besten, wenn sie von der Qualität mithalten könnte. Aber hier, mit dem kleinen Chip der Kompaktkamera und bei Brennweite 24mm, kommt man der durchgehenden Schärfe von 1cm bis Unendlich immerhin nahe. Einen Absolutheitsanspruch sehe ich in meinen Ausführungen nicht, es sei denn man nennt die Darstellung von Tatsachen so. Denn auch wenn ich einen Zweig gegen den Himmel betrachte und fotografiere, sehe ich den Himmel zur Pflanze dazu und nicht einen absichtlich unscharf gemachten Hintergrund, in dem nicht mehr zu erkennen ist, worum es sich handelt: letzteres meinte ich mit Freistellung. Bei derartigen Pflanzenbildern werde ich manchmal den Verdacht nicht los, dass der betreffende Fotograf die Pflanze abgerissen und zu Hause im Wohnzimmer inszeniert hat.
Wie nehme ich Dinge wahr? Doch nicht dadurch, dass mir ihr Umfeld zur Unkenntlichkeit verschwimmt, sondern dadurch, dass sie sich durch Helligkeit, Farbe, Form oder Bewegung davon abheben. Wie für die Wahrnehmung ist für mich daher auch für die Fotografie Kontrast das entscheidende Kriterium.
Dass Bokeh aus den Gesetzen der Optik zu erklären ist, heißt nicht, dass ich es mögen muss, ebensowenig, wie ich es mag, wenn ich geblendet werde. Trotzdem habe ich hier ja auch schon Bilder mit solcher Unschärfe gezeigt, wenn ich Telebrennweiten einsetzen muss oder mit der Spiegelreflex fotografiere.
Panoramen von Pflanzen machen aber in meinen Augen, abgesehen von vertikalen Einzeldarstellungen, am ehesten dann einen Sinn, wenn die Pflanzen dabei in ihrem Umfeld eingebettet sind, von dem man dann auch möglichst viel sehen sollte.
2015/10/09 17:58 , Wilfried Malz

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Wilfried Malz

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