Ruhe vor dem Sturm    viewed: 588x
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Location: Dresden, Altmarkt (113 m)      by: Arne Rönsch
Area: Germany      Date: 26. November 2009
Bei herrlichstem Frühlingswetter werden heute überall in Dresden Weihnachtsmärkte aufgebaut. Kaum ein Platz in der Innenstadt, der nicht ein paar Buden abbekommen hat.
Auf dem Altmarkt befindet sich dabei der Dresdner Striezelmarkt, der "eigentliche" Weihnachtsmarkt der Stadt. Er gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands (2009 ist bereits die 575. Austragung) und wird auch entsprechend vermarktet.
"Striezel" ist ein altes Wort für Stollen, den Dresdner Beitrag zur internationalen Weihnachtskultur.

Weil unter dem Altmarkt in den letzten Jahren eine große Tiefgarage gebaut wurde, war der Markt für kurze Zeit nicht an seinem angestammten Platz und hatte viel von seinem Flair verloren, das auch durch eine gewisse Eintönigkeit der Buden bedroht war, die alle gleich aussahen und hinzu auch noch in langen Gassen angeordnet waren.

2009 versucht man, dem Markt ein weniger gleichförmiges Gesicht zu geben und auch die Wegführung ein bisschen gemütlicher zu gestalten.
Das halte ich für einen guten Ansatz, glaube aber dennoch nicht, dass mich das Gedränge, das morgen beginnt, allzu oft erleben wird.

6 HF-Bilder
Nikon D80
Nikkor 18-135
18 mm
Blende 11
1/500 sec
PTGui
Paint.NET

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Comments

Irgendwie passt der "Kulturpalast" ganz gut in diese künstliche Budenwelt...
Kann es sein, dass du die Tiefen recht stark angehoben hast? Im rechten Drittel rauscht's nämlich ziemlich.
2009/11/26 17:48, Robert Mitschke
Ja, kann sein, Robert. Mit solchen extremen Helligkeitsunterschieden tue ich mich immer bissel schwer. Was wäre ein kluger Bearbeitungsweg?

Zum Kulturpalast: Der ist natürlich eine Erinnerung an die DDR. Seinen Architekten muss man zugute halten, dass sie einen dreistöckigen Bau geplant hatten, dessen Höhe dann auch viel besser zum Altmarkt gepasst hätte. Während des Baus (!) ist seine Höhe aus Geldmangel dann aber auf zwei Stockwerke reduziert worden, was ihn zu einem architektonischen Fremdkörper in der Stadt gemacht hat. Schade drum, denn so schlimm finde ich ihn ansonsten gar nicht. Dass man in der DDR alle möglichen Gebäude gern "Palast" nannte, ist natürlich eine sprachliche Albernheit. Jetzt gibt es andere, jetzt baut man "Galerien" und "Arenen", nachdem die "Plazas" und "Centers" langsam aus der Mode kommen. :-)
2009/11/27 12:05, Arne Rönsch
Wirklich schlimm finde ich ihn auch nicht, aber zur Magistrale "Ernst-Thälmann-Straße" passt er besser, als zum Altmarkt oder zum Neumarkt.
Das Thema "Galerien in Dresden" wäre doch auch mal ein Bild wert, findest du nicht? Da wäre die Gleichförmigkeit deutscher Innenstädte glaube ich ganz gut nachzuvollziehen, wenn man sich die ganzen "Kornmarktcenter", "Altmarkt-Galerien", "Centrum-Galerien, "Alsterpassagen", "Europapassagen" usw. dieses Landes so anschaut. Hier in Oldenburg wird gerade in direkter Nachbarschaft zum Stadtschloss eine solche (natürlich von der ECE betriebene) gebaut - verständlicherweise ein umstrittenes Thema. Auch unser Weihnachtsmarkt muss so den Bauarbeiten weichen.
2009/11/27 14:02, Robert Mitschke

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Arne Rönsch

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