Eis gefällig   9202
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Location: St. Wilhelmer Tal Napf/Schwarzwald (860 m)      by: Günter Diez
Area: Germany      Date: 08.08.2021
Im Mai bin ich im Internet bei einer österreichischen zoologischen und botanischen Datenbank zufällig auf einen Text von 1947 über Eislöcher im Wilhelmer Tal gestoßen. Die Lage war nur vage beschrieben aber letztendlich doch auffindbar. Es war Ende Mai und die Löcher waren noch reichlich gefüllt.
Es ist eine Mulde in einer Hangverflachung die etwa 7 bis 8 m tiefer liegt als die Umgebung. Eine Temperaturmessung am tiefsten Punkt ergab an einem bedeckten windstillen Tag im Juli +4 Grad und 8 m oberhalb +19 Grad. Die Temperaturunterschiede waren auch sehr deutlich zu spüren. Da der Wald eher licht ist scheint leider auch die Sonne in die Senke.
Gestern am 8. August waren in einer Höhle immer noch zwei kleine Eisreste vorhanden. Die Temperatur in der Höhle betrug +1 Grad. Vermutlich könnte das Eis noch 5 bis 7 Tage halten. Das weiße schmutzige Etwas im Dunkeln ist eines von zwei Eisresten.
Im Vergleich zu den Eislöchern im Zastler Tal sind hier bessere Lebensbedingungen zum Altwerden für Schneereste. Lediglich die nicht ganz schattige Lage ist nachteilig.
Auf eine genaue Verortung möchte ich lieber verzichten um nicht unnötig Besucher anzulocken, die dort nicht hingehören.
Bei dem Pano gab es viele Stitchfehler, die zu beheben waren und ich bin nicht sicher ob ich alle gesehen habe.

Panasonic DMC TZ101
9HF 25mm, bearbeitet mit Panoramastudio und Gimp

Comments

Sehr interessant, danke fürs Zeigen. VG Martin
2021/08/09 20:23 , Martin Kraus
Freut mich ja auch dass es dafür Interessenten gibt und ich meine Begeisterung einem kleineren Kreis zukommen lassen kann.
2021/08/09 20:58 , Günter Diez
Durchaus interessant und daher meinen Dank fürs zeigen.

Bei der Wertung enthalte ich mich, da sind mir doch noch zu viele Fehler sichtbar. Fotos im Wald richtig auszubelichten, das ist, finde ich, wirklich nicht leicht. Der Himmel brennt gerne aus, so auch bei dir. Da dieser hier ja keine Rolle spielt, hätte ein tieferer Schnitt das Problem elegant ausgeblendet und das eigentliche Motiv etwas präsenter gemacht.
Bemerkenswert ist, dass du neben der Fotoausrüstung auch ein Temperaturmessgerät mitführst. Ich hätte in dem Wald eher einen Korb und ein Messer dabei gehabt und statt nach Eis nach Pilzen Ausschau gehalten.

Herzliche Grüße,
Dieter
2021/08/10 09:49 , Dieter Leimkötter
Danke Günter, 
für's Zeigen und für den Verzicht auf eine nähere Lokalisierung!
2021/08/10 18:45 , Matthias Knapp
Dieter,
die Blickrichtung geht nach Süden und der Himmel war bedeckt mit mittelhoher Bewölkung, das bekomm ich als Laie nicht besser hin.
Mit dem großen Ausschnitt, wollte ich möglichst viel von der Umgebung und der Lage rüberbringen, sicher hätte man es von ober her auch tiefer beschneiden können.
Ich hab auch mal schon früher bei Sonnenschein ein Panorama gemacht, da war viel Licht und Schatten was durchaus hübsch ausgesehen hat. Ich habe mich dann doch für eine gleichmäßige Beleuchtung der Umgebung entschieden, die alles deutlicher wiedergibt.
Einen Thermometer mit Messfühler im Schatten, wenns geht, habe ich auf Radtour immer am Lenker montiert mit, so weiß ich ob ich frieren oder schwitzen darf. Am Sonntag war ich allerdings mit Frau auf 4 Rädern unterwegs.
Gruß Günter
2021/08/10 20:59 , Günter Diez
Hab das gestern Abend sehr interessiert durchgelesen - von der Rechereche bis zur Ausführung hat Dein Engagement für mich definitiv eine Würdigung verdient ... fein auch, dass Du eine "Elfe" im Wald platzieren konntest ;-), denn das bietet einen feinen Größenvergleich der Verhältnisse vor Ort ... danke fürs Präsentieren, Günter !!!

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2021/08/11 07:49 , Hans-Jörg Bäuerle
In der Fränkischen Alb gibt es ähnliche Phänomene im Bereich von Bergsturzgelände, wo der Quellhorizont des Ornatentons überdeckt wird. Am Fuß der Schutthalden tritt im Sommer Kaltluft aus, im Winter im oberen Bereich Warmluft (meine Nr. 9583 hier). Auf einer solchen Halde wurden am 14. 8. 1997 im oberen Bereich 33° Lufttemperatur gemessen, am Fuß der Halde zwischen 6 und 7° an fünf Stellen. (Quelle: A+C Hemp, Kalkschuttfluren und Blockhaldenwälder, in: Berichte der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege). LG Wilfried
2021/08/11 08:39 , Wilfried Malz
Hier möchte ich mich 100% dem Hans-Jörg anschließen.
Bei so einem interessanten Pano schaue ich gern über kleine Problemchen hinweg, es ist eben alles relativ...

Gibt es eigentlich außerhalb der Alpen in Deutschland Eishöhlen ?
2021/08/16 18:45 , Steffen Minack
Klaro... in meinem Heimatort! Siehe: https://www.gerolsteiner-land.de/a-birresborner-eishoehlen-1
Herzliche Grüße Matthias
2021/08/19 08:12 , Matthias Stoffels

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