Mit Christen-Kreuz und Bibelsprüchen   8547
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13 Umlaufende Inschrift der Bibelzitate
14 Eosanderportal, noch im Bau
15 eh. Schloßfreiheit
16 eh. Staatsratsgebäude der DDR
17 Integriertes Portal aus dem alten Schloß
18 Wohn-Hochhaus auf der Fischerinsel
19 Schleusenbrücke
20 Fassadenteil der Berliner Bauakademie
21 Schinkel Platz
22 Neubau des Auswärtigen Amtes

Details

Location: Berlin - Mitte, am Kupfergraben (34 m)      by: Heinz Höra
Area: Germany      Date: 3.6.2020
Mit Christen-Kreuz und Bibelsprüchen präsentiert sich jetzt die Kuppel auf dem Humboldt-Forum. Das hat, wie zu erwarten war, viel Kritik ausgelöst. Beides war ja beim Berliner Schloß erst auf Betreiben König Friedrich Wilhelm IV. während des von 1845 bis 1853 erfolgtem Anbau einer Kuppel über dem schon seit 1710 vorhandenen Eosanderportal dazu gekommen. Den Spruch, der jetzt in goldenen Lettern auf dem preußenblauen Band rings um Kuppel prangt, lautet: "Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind." Den hatte sich der Preußenkönig als Kombi von Apostelgeschichte 4,12 sowie Philipper 2,10 ausgedacht, wohl nachdem er während der Märzrevolution 1848 gezwungen wurde, seinen Hut zu ziehen vor den niedergeschossenen Revolutionären....

Zu folgenden im Panorama auch zu sehenden Gebäuden möchte ich noch etwas sagen:
- Der Berliner Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland. Er erlitt im Zweiten Weltkrieg größere Schäden. Von 1949 bis 1953 wurden Notreparaturen ausgeführt, u. a. wurde die Kuppel wieder verschlossen. Die Wiederherstellung des Außenbaues begann im Jahre 1975 und zog sich bis 1993 hin. Ende 2006 wurde die 1981 im Zuge des Wiederaufbaus auf die Domkuppel gesetzte Laternenbekrönung abgenommen, da die Standfestigkeit des 12,5 Tonnen schweren und 15 Meter hohen Kuppelkreuzes bei Stürmen nicht mehr gewährleistet war. Ein neues Kreuz wurde im August 2008 auf die Domkuppel gehoben. Von 1,2 Millionen Euro Kosten, die bei den Sanierungsmaßnahmen am Berliner Dom entstanden, entfielen 700.000 Euro auf das neue Kuppelkreuz. (nach Wikipedia)
- Die Marienkirche wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit fast so alt wie die Nikolaikirche. Sie war nach dem Zweiten Weltkrieg eine der wenigen Großkirchen, die noch genutzt werden konnten, obwohl das umliegende Marienviertel fast vollständig zerstört war.
- Eh. Staatsratsgebäude der DDR, das von 1963 bis 1964 erbaut wurde und das erste neu errichtete Regierungsgebäude Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg war. Die Architektur des Gebäudes entspricht der stilistischen Sachlichkeit der DDR-Baukunst. Daß es in den Maßen des im Krieg zerstörten und danach abgerissenen Berliner Schloßes errichtet wurde, habe ich jetzt est mit Erstaunen wahrgenommen. Das hängt wohl damit zusammen, daß aus dem alten Schloß die Teile eines Portals, vor/von dem Karl Liebknecht am 9. November 1918 die „sozialistische Republik“ ausgerufen hatte, in das Gebäude integriert wurden ....
- Neubau des Auswärtigen Amtes im Haus am Werderschen Markt unter Einbeziehung des Gebäudes, das bis 1945 Sitz der Reichsbank und später des Zentralkomitees der SED war...
- Berliner Bauakademie, die nach einem Bombenangriff am Ende des 2. Weltkrieges 1945 vollständig ausbrannte ...

12 Hochformataufnahmen mit Canon EOS M5 und Canon EF-M 18-150 STM @ 18mm, ohne Stativ. Gestitcht mit PTGuiPro, Zylinder-Projektion. Etwas bearbeitet in Photoshop CS.

(edt. 15.6.2020)

Comments

An exakt der gleichen Stelle hatte ich im vergangenen November eine Serie geschossen. Ums hier zu zeigen war mir dann doch zu viel Baustelle. Wie ich sehe, hat sich seitdem einiges getan.
2020/06/10 09:12 , Dieter Leimkötter
Laut Wikipedia "Staatsratsgebäude" 
war es nicht das am Staatsratsgebäude angebrachte, sondern das andere Lustgartenportal, vor dem Liebknecht die Republik ausgerufen hat. "Bei der Sprengung hatte man vor Portal V Strohmatten ausgelegt, damit die Bauteile, die darauf fallen sollten, wiederzuverwenden seien. Doch nach erfolgter Sprengung fand man nur noch zerborstene Sandsteinbrocken auf dem ausgelegten Stroh. Damit war Portal V verloren und man zerlegte nun das alternativ stehengelassene Portal IV aufwendig in Handarbeit, um es dann als Portal V auszugeben.[5]" Fake news, wo man hinschaut. Das Panorama ist natürlich einwandfrei, auch die Diskussion um den Schmuck der Kuppel scheint mir berechtigt - wenngleich das Kreuz angemessen sein mag, weil die Kuppel als Kapelle errichtet worden war.
2020/06/10 13:02 , Matthias Knapp
Schön, dass du die Dokumentation des Baufortschritts fortsetzt, noch dazu bei diesem Prachtwetter. Das Kreuz finde ich ok, aber der Kran, der so aus dem Bild ragt, ist nicht ideal. Bei den Vorgängern, die ich in der Nachbarschaft sehe, waren die Kräne immer schön komplett im Bild.
2020/06/10 22:18 , Jörg Braukmann
Spannende Dokumentation zur "Neugestaltung" der Spreeinsel; ebenso spannend die Diskussion darum.
Allerdings im rechten Teil des Panoramas scheinen mir die Gebäude zu hängen. Es wäre sicherlich lohnenswert sich die Zeit zu nehmen um die vertikale Ausrichtung zu prüfen und zu verbessern.
Beste Grüße, Matthias.
2020/06/11 10:22 , Matthias Stoffels
Fake news gibt es doch erst seit kurzem. Vor Jahren hieß das noch anders, wobei da die Gewichte schon ungleich verteilt waren.
Das mit den "Strohmatten" könnte aber eine sein, zumal es aus einem populärwissenschaftliches Buch von 2018 stammt.
Wenn man sich die Versionsgeschichte des Wikipedia-Eintrags etwas genauer anschaut, dann fällt auf, das die Sache mit dem Portal immer breiter ausgewalzt wird. Es lenkt vor allem vom Wesentlichen ab.
Ich verzichte aber auf den Versuch, darüber hier noch mehr Worte zu verlieren.
2020/06/12 15:13 , Heinz Höra
Maybe on top of that needle would be an interesting location.
2020/06/13 17:17 , Mentor Depret
Schon die Diktion im Titel hat mich beim ersten Durchscollen letzte Woche massivst irritiert, sagt sie doch viel über die kulturellen Verschiebungen in den letzten Jahrzehnten. Aber ich will diese Diskussion nicht hier auf dieser Seite führen. Das Pano ist wie üblich natürlich sehr gut gemacht. VG Martin
2020/06/14 21:17 , Martin Kraus
@Mentor, it's enough to see from the ball. At 235 m high, all of Berlin's tall buildings are far below. You can see that in my panoramas No. 25207, 25293.
2020/06/15 11:22 , Heinz Höra

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Heinz Höra

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