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Location: Tai Shan      by: Martin Kraus
Area: China      Date: 21.03.2017
Fortsetzung des Reiseberichts - so wie bei schon einigen Bildern sind mir Story und Dokumentation hier mal wichtiger als das beste Licht oder das perfekte Pano.

Unser Hotel oben im Gipfelbereich des Tai Shan bot einen Weckservice vor Sonnenaufgang. Ein Führer lotste die fröstelnde Gruppe im Dämmerlicht auf kürzestem Wege nach Oben, blieb aber seltsamerweise an einem Punkt mit freier Sicht nach Westen stehen. Wir zogen daher weiter zum Aussichtspunkt in Richtung Osten. Dort hatten sich schon weit über hundert erwartungsvoller, mit Kameras bewaffneter Leute versammelt - es war echt was los. Ein Blick auf die 100-200m über dem Gipfel liegende Wolkenobergrenze zeigte mir aber sehr schnell, daß es kein Sonnenaufgangspano geben würde. Stattdessen beobachteten wir die morgendlichen Lebensmittel-Opfer im Bixia Tempel, die der anwesende taoistische Priester erfreut kontrollierte.

Im Abstieg gab's dann wieder viele, viele Treppenstufen, die als Muskelkater noch Tage nachwirken sollten. Das hier gezeigte Motiv ist ganz am Ende des Weges entstanden, wo der Bergweg endet (oder beginnt...) und eine Souvenirstrasse und die ersten Tempel den Weg säumen. Ganz ohne Leute auf dem Bild geht es in diesem Land leider nicht - es sind zuviele, und ich habe schon einige wegmaskiert!

Die aktiv ausgeübte taoistische Religion (oder anders ausgedrückt weitverbreitete Volksfrömmigkeit) hatte mich überrascht. Ganz genau habe ich das alles nicht verstanden - der Taoismus ist eine polytheistische Religion mit verschiedensten grimmig bis freudig dreinblickenden Göttern. Es stehen (wie hier links im Hof zu sehen) gedeckte Feuerstellen für Räucherkerzen vor den Tempeln, innen wird Geld, Obst und anderes vor den Statuen geopfert - jedes kurze Gebet ist mit einem Entgelt zu ermöglichen.

Olympus OM-D E-M10
M.Zuiko 14-42 EZ @14mm (=28mm KB)
14 HF RAW freihand, ISO 200, 1/500, f10
Lightroom CC, Autopano Giga 4.4.0, IrfanView

PS: In China ist das Koordinatengitter bewusst verzerrt. Google Maps passt nicht ganz zu den Satellitenbildern. Ich verorte nach letzteren.

PPS: I have not provided the story in both German and English. If Google translate is not sufficient, please tell me.

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Martin Kraus

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