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Location: Sodenberg      by: Dieter Leimkötter
Area: Germany      Date: 14.02.2017
… habe ich im dritten Versuch endlich in einer porträtablen Rundumsicht ablichten können. Von den vier wichtigen Zutaten eines perfekten Panoramas (Ort, Licht, Sicht und Gelegenheit) sind hier zumindest drei vertreten. Mangels Zeit (= Gelegenheit) ist das Licht nicht ganz so, wie ich es gerne hätte. Bei meinem letzten Besuch war das Licht wesentlich besser, dafür hat die Sicht gerade einmal bis zum Dreistelzberg gereicht. Heute waren trotz der aktuell sehr hohen Feinstaubbelastung wenigstens die Hochrhön präsent. Die von dem Standort sichtbaren, ca. 100 km entfernten Gleichberge sind leider der atmosphärischen Verschmutzung zum Opfer gefallen.

Wie die Rhön ist auch der Sodenberg vulkanischen Ursprungs. Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Basalt des Vulkanschlotes abgegraben, so dass der Berg heute wieder an einen Vulkan erinnert. Ein Vulkan ist bekanntlich ein Berg, der ein Loch hat, wo andere den Gipfel haben. Von dem Krater ist an dem gewählten Standort nichts zu sehen, der Sodenberg ist dicht bewaldet. Auf Satellitenaufnahmen ist der künstliche Krater aber deutlich auszumachen.

Die dem Sodenberg östlich vorgelagerte Schulter, Gemarkungsname „Gans“, ist durch einen Wanderweg gut erschlossen. Der sehr kalkreiche Magerstandort lässt keinen Wald aufkommen. Auch für die landwirtschaftliche Nutzung ist das wenige Hektar große Areal nicht geeignet. Und so bietet der kleine Hügel neben einer großartigen Aussicht botanische Raritäten, die hierzulande nur noch an wenigen Standorten auftreten. In wenigen Wochen wird das fahle beige des vertrockneten Grases von den violetten Blüten der Küchenschellen durchbrochen werden. In absoluten Farbkontrast präsentieren sich zeitgleich die leuchten gelben Blüten des Frühlings-Adonisröschens. Spätestens dann ist der Sodenberg wieder Mekka der Liebhaber seltener Pflanzen, die in Scharen heraufpilgern werden.

Heute konnte ich nochmals die Ruhe sowie den Anblick der schneebedeckten Hochrhön genießen. Im Vordergrund verläuft das Tal der fränkischen Saale, die kurz vor dem Sodenberg die älteste fränkische Weinstadt Hammelburg passiert. An den Hängen des Saaletals zeigen sich die Trimburg sowie die Burg Saaleck. An letzterer lassen sich die Weine des nördlichsten Anbaugebietes Frankens verkosten. Ein weiterer Hingucker und zugleich Wahrzeichen der Gemeinde Fuchsstadt ist die Erdfunkstelle mit über 50 Parabolantennen, deren größte Schüsseln einen Durchmesser von 32 m haben.

21 QF-RAWs, f/13 mit 1/500 s bei Brennweite 35 mm auf APS-C-Sensor (ca. 50 mm KB). Bearbeitet und zusammengesetzt mit Lightroom und Hugin.

Das jetzige Panorama ist eine Überarbeitung des bislang eingestellten (nun gelöscht). Problem war, dass eine einfache Überschreibung des alten Bildes nicht möglich war, da sich das neue in der Breite geringfügig unterscheidet und das Programm dann wegen der gesetzten Punkte rummotzt.

Allen Kritikern herzlichen Dank für die Anregungen.

Comments

Vorsorglich hast du noch keine Beschriftung angebracht. Wenn du ein neues Bild mit anderer Abmessung am alten Platz hochladen willst, musst du die Beschriftung löschen. Das ist zwar mühsam, hat aber den Vorteil, dass die alten Kommentare erhalten bleiben. Die Motivwahl hatte ich beim Vorgänger schon gelobt. Ich denke die Ausrichtung geht jetzt auch in Ordnung. Vielleicht wäre es noch eine Option, den Sodenberg zu Beginn wegzulassen. Dann stören auch nicht die Reflexe dort. Du könntest dann etwas Himmel wegnehmen und die Aussicht etwas größer zeigen. Die Schärfe ist gut. Bei den Farben bin ich mir nicht sicher.
2017/02/26 23:27 , Jörg Braukmann

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Dieter Leimkötter

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