Dresden 2011 - Licht und Schatten   92913
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Location: Dresden, Aussichtplattform der Frauenkirche (183 m)      by: Heinz Höra
Area: Germany      Date: 17.9.2011
Aus aktuellem Anlaß möchte ich ein >360°-Panorama von Dresden zeigen. Dieses hatte ich inzwischen testweise aus den Aufnahmen, die ich 2011 auf der Aussichtplattform der Frauenkirche gemacht hatte, erstellt, obwohl ich damals bei meinem Panorama Nr. 8456 "Dresden - Triptychon" das noch ausgeschlossen hatte.
Vor 70 Jahren, am 13. Februar 1945, wurde die Innenstadt von Dresden vollständig zerstört. Noch 1956, als ich in Dresden zu studieren begann, gab es viele Trümmerstätten. Die bekannteste war die der Frauenkirche, die als Mahnmal gegen den Krieg dienen sollte. Doch Mitte der 80er Jahre, als der Wiederaufbau des Stadtschloßes begann, wurde geplant, danach auch die Frauenkirche wieder aufzubauen, was dann nach 1990 - trotz vieler Mahnungen - schnell Wirklichkeit wurde. Mein Panorama Nr. 7098, das ich im März 2005 vom Turm der Kreuzkirche aus gemacht habe, zeigt die wiederaufgebaute Frauenkirche schon mit dem vergoldeten Kreuz auf der Kuppel.

Comments

Eine weitere fein ausgearbeitete Ansicht auf "Elbflorenz" in brillanter Schärfe! Den Bildaufbau mit der mittig platzierten Elbschleife finde ich prima gelöst.

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2015/02/16 12:16 , Hans-Jörg Bäuerle
Kann mich HJB nur anschliessen. LG Arno
2015/02/16 22:35 , Arno Bruckardt
Licht und Schatten - ein wirklich treffender Titel für die aktuelle Wahrnehmung von Dresden. Und ein sauber komponiertes Werk obendrein. VG Peter
2015/02/19 20:50 , Peter Brandt
Ich habe hier gerade ausführlich die Architekturgeschichte ab Mitte des 20. Jahrhunderts studiert: von den ganz charaktervollen Bauten der 50er Jahre um Altmarkt und Weiße Gasse über die nüchterner werdenden 60er Jahre an Wilsdruffer und Schloßstraße geht eine direkte Entwicklungslinie zu den eckig-kühlen 70er und 80er Jahren mit Kulturpalast und den Wohnscheiben am Pirnaischen Platz. Die mühsam gewesene und immer noch mühsame Wiederherstellung historischer Bauten wie Hofkirche, Schloß und Stallhof wird für mein Empfinden fast karikiert durch das regelrechte Hochziehen der Quartiere um den Neumarkt, die vom Platz aus barocker scheinen als der echte Barock, beim Blick von oben aber verraten, wie barock sie tatsächlich sind. Zwischen all den großen Würfen leuchtet einen inzwischen wieder fröhlich und bescheiden das Kurländer Palais an, ein echter Rückgewinn, mein letzter Eindruck davon war noch der der brandschwarzen Ruine. Den vorläufigen Gipfel der Entwicklung - aber keinen Höhepunkt - bildet die südliche Schließung des Altmarktes. Da stehen zwei stumme, renditefixierte Geldverdienmaschinen, die patzig die Parzellen besetzen und den Platz, zu dem sie gehören sollen, gar nicht wahrnehmen.
Vielen Dank, Heinz, für die Gelegenheit zu solchen Ein- und Überblicken, wobei das vielleicht gar nicht Dein Ziel war.
Es grüßt Wolfgang
2015/02/20 09:14 , Wolfgang Bremer
Ich danke den Interessierten, vor allem den Kommentatoren.
Und ob das auch mein Ziel war, Wolfgang. Dazu hatte ich auch schon etwas geschrieben, es aber wieder heraus genommen, weil ich den Eindruck hatte, daß das hier doch nicht so interessiert. Da Du fast genau das Gleiche angesprochen hast, werde ich es noch mal bringen, ergänzt mit einer Stellungnahme:
Was so alles berichtet wird: Im Tiefblick sieht man links um den Neumarkt und rechts an der Brachfläche hinterm Polizeipräsidium doch diese neuerdings im historischen Stil erbauten "Quartiere". Dahinter, noch vor dem Rathaus und der Kreuzkirche sieht man ähnlich aussehende Häuser, die aber braune Dächer haben. Das waren die ersten Häuser, die in den 50er Jahren in der Innenstadt neu gebaut wurden, ebenso wie die Häuser am Altmarkt, aber nicht die, die jetzt quer zu diesen die Kreukirche regelrecht bedrängen. Da habe ich also vorige Woche im SWR eine Diskussion über die Zerstörung und den Wiederaufbau Dresdens mir angehört. Dabei bezeichnete einer diese ersten Neubauten als so etwas, was nach 1945 in der Stalin-Allee in Berlin aufgebaut wurde ("Zuckerbäckerstil"). Diese Staatsmedien verbreiten eben nicht nur zu aktuellen Ereignissen nicht die Wahrheit sondern ihr Auftrag ist wohl auch, alles, was in der DDR geschaffen wurde, zu diffamieren.
2015/02/20 18:20 , Heinz Höra
Ich habe den Verdacht, daß vorm Hintergrund von Entwicklungen im DDR-Bauwesen der späteren Jahrzehnte die frühen Bauleistungen gleich mit diskreditiert werden. Dabei zeigt schon ein Überblick nur über das Dresdner Zentrum, daß sich trotz vermeintlichem Stillstand zwischen 1950 und 1980 vieles gewaltig geändert hatte: von gesellschaftlich-politischen Bedingungen bis zu technisch-technologischen Grundlagen. Die gestalterisch durchdachten, Stein auf Stein gesetzten frühen Bauten zu vergleichen mit dem industriellen Plattenbau halte ich für genauso ungerechtfertigt, wie das ganze ehemalige Land über einen Kamm zu scheren. Es steht heute außer Frage, daß in der direkten Nachkriegszeit vielerorts zu rigoros beräumt wurde, daß vieles an Substanz zu retten gewesen wäre. Solches Vorgehen ist aber nicht auf das DDR-Gebiet beschränkt, so wenig wie die Tatsache, daß der Neuaufbau aus heutiger Sicht vielfach unbefriedigend ausgefallen ist. Verdorben wird die Wahrnehmung aber sicher durch die bekannten Sprengungen und Abrisse in großen ostdeutschen Städten, die politisch intendiert waren: Überwindung des Ausbeuterzeitalters durch Beseitigung seiner Hinterlassenschaften, gefolgt vom Bau der neuen sozialistischen Stadt. In westdeutschen Städten gab es stattdessen Gewinnmaximierung, Grundstücksspekulation und den früh einsetzenden Umbau zur autogerechten Stadt, mit vergleichbaren Folgen für Stadtstrukturen und Baubestände. Und wenn man nur die Bandbreite der Beispiele Altmarkt Dresden, Stalinallee Berlin, Alter Markt und Wilhelm-Pieck-Straße Magdeburg (heute Ernst-Reuter-Allee) und Lange Straße Rostock betrachtet, ist mir der Totschlagbegriff ''Zuckerbäckerstil'' einfach nur unpassend. In Dresden und in Magdeburg, wo man nach 1990 zwei ausdruckslose Einkaufszentren zwischen die 50er-Jahre Bauten gerückt hat (siehe Nr. 8577 und 8578 von Franz Kerscher), kann man den Wert der Bauten im direkten Vergleich zu Neuerem ermessen. Sicher ein sperriges Thema, das wir hier nicht in allen Einzelheiten beleuchten können, dazu noch nicht frei von Emotionalem. Mit der nötigen Differenzierung dürften aber alle weiter kommen, zumal Leute, die öffentlich-rechtlich und gebührenfinanziert diskutieren.
Es grüßt Wolfgang
2015/02/20 23:08 , Wolfgang Bremer
Den Ausdruck 'Zuckerbäckerstil' für die Dresdner Bauten der frühen 50er Jahre halte ich allerdings auch für vollkommen absurd.
Sozialistischer Klassizismus mit stark regionalem Bezug und Zitaten lokaler Bautradition/Formensprache trifft den Stil wohl eher.
Eine ganz wunderbare Zusammenfassung der jüngeren Baugeschichte Dresdens findet sich übrigens hier: http://www.das-neue-dresden.de/index.html. Dein spezieller Blick auf Stadt und Elbe gefällt mir ausgezeichnet.
Herzliche Grüße, Matthias.
2015/02/21 12:57 , Matthias Stoffels
Großen Dank, Matthias, für den hochfamosen Link. Habe mich sofort über Gebühr festgelesen.
Es grüßt Wolfgang
2015/02/23 01:16 , Wolfgang Bremer
Zu Peters Kommentar möchte ich noch etwas sagen.
Mit "Licht und Schatten" hatte ich ursprünglich nur den wechselvollen Wolkenhimmel, der sich an diesem Tag über Dresden zeigte, gemeint.
Die Teil-Panoramen, aus denen dieses hier besteht, hatte ich ja bereits 2011 in Form eines Triptychons gezeigt (Nr. 8656).
Als ich aber jetzt diese Zusammenfassung kurz nach dem 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens gezeigt habe, habe ich mit "Licht und Schatten" auch einen Bezug zu den Aktionen und den darauf folgenden Reaktionen herstellen wollen, die sich in den vergangenen Jahren aufgrund dieses Jahrestages ergeben hatten.
Herausragend waren dabei die Aktionen des Bündnisses "Dresden Nazifrei" http://www.dresden-nazifrei.com/, die vor allem im Jahre 2011 erfolgreich waren, aber danach zu Polizeiaktionen gegen dieses Bündnis führten http://www.taz.de/!66182/, ja sogar zu Reaktionen der offenbar auf dem rechten Auge blinden Justiz.
Peter, das wirst Du wohl nicht mit "aktuellen Wahrnehmungen" gemeint haben - die Zustimmungen, die Pegida in den vorhergehenden Monaten in Dresden bekommen hat, werden aber auch aus den o. g. Reaktionen mit entstanden sein.
2015/02/23 20:15 , Heinz Höra

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Heinz Höra

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