Abendliche Fernsicht über die Pommersche Bucht hinweg bis zur Insel Wollin   152586
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1 Leuchtturm Greifswalder Oie 50m; 16km
2 Fährschiff der Unity Line
3 Gora Sw. Anny 102m; 67km
4 Insel Wolin 65km
5 Gor Grzywacz 116m
6 Gosanberg 96m
7 Lesnagora 91m; 66km
8 Berg bei Vicko ca. 98m
9 Lolaberg 89m; 68km
10 Swinoujscie 57km
11 Langer Berg 54m; 45km
12 Insel Usedom
13 Streckelsberg 56m; 34km

Details

Location: Südost-Rügen, Bakenberg (66 m)      by: Heinz Höra
Area: Germany      Date: 26.9.2013
Da die Sicht, wie auch an den anderen Tagen Ende September, sehr gut war, konnte man von Rügen aus wieder mal problemlos die 65 km entfernte polnische Insel Wolin sehen. Genau genommen sieht man aber nur die höher gelegenen Teile der Insel, da infolge der Erdkrümmung der Meereshorizont, der bei dieser Beobachterhöhe bei ca. 30 km liegt, die tieferen Teile verdeckt. Mit möglichst starker Tele-Einstellung habe ich versucht, das zu dokumentieren. Dabei sind gegenüber meinem weitwinkliger aufgenommenem Panorama Nr. 13893 nur die tiefstehenden und damit am weitest entfernten, teilweise sehr dramatischen Abendwolken ins Bild gekommen.
11 Breitformataufnahmen mit Canon EOS 600D und Canon EF 70-300 @ 220 mm, ohne Stativ - in Photoshop zusammenmontiert, vorher mit DPP u. a. die - zwar sehr geringe - Verzeichnung beseitigt.

Comments

Sehr malerisch !
2013/10/13 22:58 , Christoph Seger
Impressive seaside stitching. Also very interesting to discover what's around here. LG Jan.
2013/10/14 13:05 , Jan Lindgaard Rasmussen
Schöne Wolkenstimmung, und auch die beiden angestrahlten Schiffe sehen sehr gut aus.
2013/10/14 13:10 , Jens Vischer
Die Wolkenstimmung ist wieder herrlich, noch mehr begeistert mich aber die Fernsicht zu den Inseln, besonders Usedom.
Was mich noch interessiert: Haupsächlich in der Mitte ist zwischen Meeroberkante und Land etwas "Luft", wie kommt das zustande? LG Fried
2013/10/14 18:40 , Friedemann Dittrich
Hallo Friedemann. I have observed that often also. It is my opinion, that it occurs when there is a certain difference in temperature between the sea and the air. The air just above the water will then be alightly warmer and therefore form a layer, different in temperature. The lightrays from a certain angle will not be able to penetrate from below, and instead lightrays from above is reflected from above, like throwing a flat stone skating above the water.

It can be seen on several of my telepanos. I think it often prevents far views over the sea, but the effect was absent on my farthest view. LG Jan.
2013/10/14 19:30 , Jan Lindgaard Rasmussen
Wolken-Panos sind normalerweise nicht meine bevorzugten Werke. Diese Farben in den Wolken sind aber besonders beeindruckend. Außerdem ist auch noch Meer und Land im Bild.
LG Jörg
2013/10/14 20:20 , Jörg Nitz
... heute mal ohne Worte, lieber Heinz :-) ...
2013/10/14 20:37 , Hans-Jörg Bäuerle
Hallo Jan, many thanks for your detailed explanation, this is very interesting. LG Fried
2013/10/15 16:00 , Friedemann Dittrich
@ Fried, die Sache mit der "Luft", die zwischen Meeroberkante und Land bei Teilen der Insel Wollin zu sehen ist, hatte mich auch beschäftigt. Ich habe aber bisher noch keine zutreffende Erklärung gefunden. Das, was Jan beschrieben hat, kann hier aber nicht die Ursache für diese "Luft", die ja nur an ganz bestimmten Stellen zu sehen ist, sein. Die Stellen, an denen das auftritt, sind doch die Teilbereiche der Insel Wollin, die außer dem Inselkern um den Berg Grzywacz auch noch über den Meereshorizont herausragen. Der Meereshorizont oder die Meeresoberkante wird ja dadurch gebildet, daß man aufgrund der Erdkrümmung das Meer nur bis zu einer gewissen Entfernung überblicken kann, hier vom 66 m hohen Bakenberg nur bis ca. 30 km. Die Insel Wollin, die ca. 65 km entfernt ist, verschwindet also zu großen Teilen hinter der Meeresoberkante und nur die höheren Teile, die ungefähr über 75 m hoch sind, schauen darüber hinaus. Das ist, wie gesagt, der Inselkern und außerdem sind es einige Hügel im Südwesten der Insel. Zwischen diesen Hügeln und dem Inselkern ist das Land niedriger als 75 m, weshalb diese Teile isoliert voneinenander zu sehen sind. Die "Luft" oder das "Schweben", wie ich es eher bezeichnen möchte, ist aber nur bei den isolierten Hügeln zu beobachten, jedoch nicht beim größeren Bereich des Inselkerns. Würde das, was Jan beschrieben hat, die Ursache sein, dann müßte das "Schweben" auch beim Inselkern auftreten. Es ist mehr als unwahrscheinlich, daß gerade in dieser Richtung die Luft über dem Meer - dazu noch dem bis zu 30 km entfernten Teil - anders erwärmt wäre als in dem rechts danebenliegenden Teil.
Dann kommt noch eine andere Sache hinzu. Ich habe den Bereich, wo der ca. 60 km entfernte Hafen Swinoujscie (früher Swinemünde) liegt bezeichnet. Dort sieht man ziemlich deutlich Kräne und den Leuchtturm, die über den Meereshorizont hinausragen - und zwar direkt über der Meereskante, ohne irgendwelche "Luft" dazwischen.
Die Ursache für das "Schweben" bestimmter Gebiete hinter bzw. über dem Meereshorizont muß andere Gründe haben. Beachtenswert finde ich noch, daß die "Luft" auch am Rande des Inselkerns und auch am Rande von Usedom auftritt. Außerdem möchte ich ergänzen, daß ich das genau so beobachtet habe, als ich an anderen Tagen bei sehr guten Sichtbedingungen diese Weitsicht über das Meer hatte - zu anderen Tageszeiten und Jahreszeiten. Auch beim Blick in eine ganz andere Richtung, z. B. im Panorama Nr. 10399 zu der 68 km entfernten Insel Moen in Richtung NO, trat das an den Randbereichen auf.
2013/10/16 19:04 , Heinz Höra
...es handelt sich hierbei wohl um das typische Phänomen einer 'Unteren Luftspiegelung'. Wer genaueres dazu wissen möchte, möge hier (http://www.physik.wissenstexte.de/halligen.htm) nachlesen. Auch ohne diese 'schwebenden Inseln' kann mich das Panorama überzeugen!

Herzliche Grüße, Matthias.
2013/10/16 21:18 , Matthias Stoffels
Weitsicht mit Luftspiegelung 
Meinen Kommentar von gestern habe ich geringfügig überarbeitet:
@Matthias, danke für Dein Interesse und für den Hinweis auf die Erklärungen zu Luftspiegelungen. Nachdem ich mir jetzt noch mal in Originalgröße die einzeln zu sehenden Inselteile angeschaut habe, muß ich sagen, daß deren unterenr Verlauf tatsächllich wie eine Spiegelung des oberen Verlauf aussieht - so wie bei dem Halligenbild in dem Lehrtext. Und jetzt läßt sich auch erklären, warum beim Inselkern unten keine "Luft" über der Meereskante ist, nämlich deshalb, weil der Inselkern höher ist als die anderen Inselteile und sein Spiegelbild tiefer herunter reicht, und zwar so weit, daß es bis unter die Meereskante reicht und damit verschwindet. Außerdem erklärt das auch, daß links und rechts am Inselkern, wo er noch nicht so hoch ist, auch die "Luft" auftritt. Ja, sogar bei den Einsenkungen ist darunter "Luft" zu sehen. Damit läßt sich nun auch erklären, daß die (nur schwach zu sehenden) Türme und Kräne von Swinoujsce ohne "Luft" direkt über der Meereskante zu sehen sind, weil ihre Spiegelungen bis unter den Meereshorizont reichen. Die Auflösung bzw. die Zeichnung bei diesen weit entfernten Objekten ist aber so schlecht, daß man keine Trennlinie zu den Spiegelbildern ausmachen kann.

@Jan, die Ursache für die "Luft" - eine über dem Wasser lagernde wärmere Luftschicht, hattest Du ja schon benannt. Und wie sich das auf die Ausbreitung der Lichtstrahlen (engl. rays of light and not lightrays) auswirkt, hast Du zwar auch interpretiert. Nur konnte ich damit nichts anfangen. Erst die Erklärung in den von Matthias zitierten Wissenstexten, daß die abgelenkten Lichtstrahlen zu Spiegelungen führen, führte bei mir zur widerspruchsfreien Deutung der im Panoramabild zu sehenden Effekte.
2013/10/18 17:54 , Heinz Höra
Geschichtsträchtig! 
Bild und Diskusion. Sehr imponierend.
Auch das Motiv in Panoversion ist Deines hier lieber Heinz sicher einmalig!
Gruss von Walter
2013/10/18 21:06 , Walter Schmidt
@ Heinz, vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung, eine interessante und komplexe Angelegenheit! LG Fried
2013/10/20 08:09 , Friedemann Dittrich
- Also from me:-) LG Jan.
2013/10/20 11:41 , Jan Lindgaard Rasmussen
Schönes Licht und beeindruckene Küsten-Fernsicht-Präsentation. Ein Hingucker ist das Leuchtfeuer.
2013/10/30 17:18 , Jörg Braukmann

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Heinz Höra

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