Der Tod lauert im Jura-Meer   (4,0 based on 17 ratings)    viewed: 1409x
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1 abgeknickte Schwanzwirbelsäule
2 amphicoele (sanduhrförmige) Wirbel
3 Rostrum (Embryo)
4 hintere Gliedmaße (Flosse)
5 Wadenbein (Fibula)
6 Schienbein (Tibia)
7 Oberschenkel (Femur)
8 Elle (Ulna)
9 Handwurzel
10 Schulterblatt (Scapula)
11 Oberarm (Humerus)
12 Speiche (Radius)
13 Augenhöhle
14 Nasenöffnung
15 Rostrum

Details

Location: Steinmann-Institut der Universität Bonn (61 m)      by: Matthias Stoffels
Area: Germany      Date: 22.02.2015
Bevor auch ich mich wieder dem Genre der Landschafts-Fotografie zuwende; hier noch der Versuch auch mal etwas 'Off-Topic' auf panorama-photo.net zu präsentieren.
Hierbei handelt es sich um den Abguss eines weiblichen Ichthyosauriers der Gattung Stenopterygius quadriscissus mit postmortal verlagertem Embryo aus der berühmten Fossilfundstätte Holzmaden (Posidonienschiefer/Toarcium, Unterer Jura), den ich bei meinen Streifzügen durch die Paläontolologische Sammlung des Goldfuß-Museums der Universität Bonn (http://www.steinmann.uni-bonn.de/museen/goldfuss-museum) entdeckt habe.
Für alle Interessierten: Eine schöne Zusammenfassung über die Merkmale und die Lebensweise dieser großen räuberischen Fischechsen findet sich übrigens hier: http://bibliothek.univie.ac.at/sammlungen/objekt_des_monats/Stenopterygius.pdf.

Before I turn back again to the genre of landscape photography... Here's a small attempt to present something off topic on panorama-photo.net.
This is a cast of a female Ichthyosaur genus Stenopterygius quadriscissus with postmortem rearranged embryo from the famous fossil site Holzmaden (Posidonia Shale/Toarcian, Lower Jurassic).
I've taken the single images for the assembly of this panoramic view while visiting the paleontological collection of the Goldfuß Museum (University of Bonn, http://www.steinmann.uni-bonn.de/museen/goldfuss-museum).

BTW, a nice summary of the characteristics and habits of these large marine reptiles (unfortunately only in German) can be found here: http://bibliothek.univie.ac.at/sammlungen/objekt_des_monats/Stenopterygius.pdf.

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Technische Details: 6 HF-Aufnahmen (Freihand) mit Canon EOS 1100D/Sigma 50-200 F4-5.6 DC OS (f=50 mm, k=f/4, tv=1/40, ISO 800), RAW-Entwicklung mit RawTherapee 4.2.x, Stitching mit Hugin-2014.0.0, Skalierung mit ImageMagick (Lanczos2Sharp und Unschärfemaske), GIMP (abschließendes Schärfen)

Comments

I like unusual proposals. A very important fossil find.
2015/03/15 20:36, Giuseppe Marzulli
Das arme Tier hat einen Bandscheibenvorfall ...
LG Arno
2015/03/15 22:18, Arno Bruckardt
... "hatte" Arno ;-) - und konnte wohl deshalb nicht entkommen :-( ...

Super Matthias, dass Du dieses Panorama hier präsentierst - exotisch und genial ... gerne mehr davon aus der Hand eines Geologen!!! Danke auch für die informative Beschreibung und dem wohl gewählten Titel - rundum gelungen.

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2015/03/15 22:27, Hans-Jörg Bäuerle
@Hans-Jörg
...das ist schon ein äußerst persönliches Motiv. Ich bin jahrelang auf dem Weg zum Hörsaal (immer wieder staunend) daran vorbei gelaufen.
Gleichzeitig war es aber auch eine ausgezeichnete Fingerübung um einmal die Möglichkeiten von Hugin zur Korrektur von Verzerrung und tonnenförmiger Verzeichnung genauer zu testen.
Herzliche Grüße, Matthias.
2015/03/16 21:48, Matthias Stoffels
Matthias, letzteres interessiert mich auch, da ich wahrscheinlich immer noch nur einen Bruchteil von Hugin's Möglichkeiten kenne und nutze. Könntest du kurz ein paar Stichworte nennen, was du ausprobiert hast? Gerne auch per PN. Details suche ich mir dann zusammen oder frage nach. LG Arno
2015/03/16 22:32, Arno Bruckardt
@Arno
Mit den Freihand-Aufnahmen, die ich bei diesem Motiv gemacht habe, dachte ich zunächst es käme nur Murks heraus.
Der Abguss hat im Original einen hölzernen Rahmen. Ich habe bei jedem Einzelbild zusätzlich zu den üblichen Kontrollpunkten auf dem Rahmen manuell horizontale und vertikale Linien gesetzt.
Beim anschließenden Optimieren habe ich die Option 'Ausrichtung, Translation, Bildwinkel und tonnenförmige Verzeichnung' im Tab Bilder genutzt, letztendlich aber den vertikalen Blickwinkel bei geradliniger Projektion so belassen, wie er im Original war. Nur so war eine akzeptable Darstellung ohne sichtbare Verzeichnungen zu erreichen.
Herzliche Grüße, Matthias.
2015/03/16 22:56, Matthias Stoffels
Danke, Matthias, sehr freundlich; das ist erstmal genug Stoff für mich als Hausaufgabe. LG Arno
2015/03/16 23:06, Arno Bruckardt
Ist mal was anderes, eine interessante Idee technisch sehr gut umgesetzt. LG Fried
2015/03/17 09:02, Friedemann Dittrich
Standest Du bei den Aufnahmen in der Mitte und hast die Kamera gedreht oder hast Du die Aufnahmen jeweils frontal gemacht, Matthias? Im letzteren Fall wäre ja keine Korrektur der Perspektive erforderlich und man könnte dann (in PTGui) mittels der Shiftparameter die Bilder zusammenfügen.

Ein Hinweis: Die Korrektur der Objektiv-Verzeichnung passiert beim Stitchen, indem die Parameter a, b und c optimiert werden. Die Formel, wie mit Hilfe von a, b und c jeweils das korrigierte Bild berechnet wird, steht u. a. im Help (von PTGui).

Ob das in hugin auch so ist, habe ich nicht überprüft.

Aber eine Frage drängte sich mir von Anfang an auf: Hätte man das Ganze nicht - viel einfacher - mit einer einzigen Weitwinkelaufnahme auch hinbekommen können?
2015/03/17 19:17, Heinz Höra
Einzelaufnahme vs. Panorama 
@Heinz
...ja, ich stand hier relativ mittig vor dem ca. 2,5 bis 3 Meter breiten Ichthyosaurier-Abguss auf einem Treppenabsatz im Eingangsbereich des Institutes und habe die Kamera klassisch für die Einzelaufnahmen gedreht. Der horizontale Bildwinkel beträgt etwa 90 Grad und die vertikale Blickrichtung ist rund 80 Grad von der Aufnahmeposition nach oben.
In der Mitte des Eingangsbereiches befindet sich eine sehr ausladende Hängeleuchte, die Teile des Abgusses abhängig vom Standort verdeckt, so dass eine Einzelaufnahme selbst mit Weitwinkel-Objektiv (meine kleinste Brennweite ist ohnehin nur 18 mm) hier nicht so ohne weiteres möglich gewesen wäre.

Hugin verwendet ähnlich wie PTGui ebenfalls die Objektivkorrektur-Parameter (a, b, c) bei der Optimierung und nutzt dazu wie andere Open-Source-Software-Produkte (z.B. digiKam, UFRaw oder Darktable) die freie Lensfun-Bibliothek (http://lensfun.sourceforge.net/).
Mein Sigma-Objektiv wird zur Zeit leider noch nicht von der Lensfun-Bibliothek unterstützt (...ich muss wohl selbst mal eine Kalibrierung durchführen oder einen Feature Request mit Test-Aufnahmen unterschiedlicher Brennweite an die Entwickler senden).

Mit Hilfe vertikaler und horizontaler Hilfslinien können aber unter Verwendung der o.g. Optimierung zumindest 'perspektivische' Verzerrungen und Verzeichnungen m.E. effektiv ausgebügelt werden.
Herzliche Grüße, Matthias.
2015/03/17 21:52, Matthias Stoffels
Als neben allem anderen auch Aquarianer und das mit immerhin 750 Liter Wasser in zwei Becken, klingt räuberischer Dino im Wasser zunächst mal verdächtig...
Natürlich trotzdem interessant und genauso wie man zuweilen Einzelbilder panoramamäßig beschneidet ist auch die umgekehrte Variante durchaus für mich auf der Tagesordnung. Sehr schön gezeigt ! Frohe Ostern und herzliche Grüße von Velten
2015/04/05 09:10, Velten Feurich
Sehr gut gelungen Matthias!
Ich habe das dieses Jahr mit einer von mir gemachten Fotoserie vom "Gamla" aus dem Jura Spitzbergens im Museum in Oslo probiert und habe es schnell wieder sein gelassen, zumal es schon Bilder dieses Tieres im Internet gibt ...
2015/12/26 19:32, Olaf Kleditzsch

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