Am Westrand der Vulkaneifel   (4,0 based on 13 ratings)    viewed: 1709x
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1 NORDEIFEL
2 Winterberg, 554 m
3 Brandenbüsch, 543 m
4 Dollendorfer Kalkmulde
5 Aremberg, 623 m
6 Killenberg, 517 m
7 AHRGEBIRGE
8 Katzenberg, 515 m
9 Auf Linn, 559 m
10 Hohe Warte, 628 m
11 Kirschthal, 620 m
12 Weinberg, 553 m
13 Hohe Acht, 747 m
14 HOHE EIFEL
15 Buhberg, 519 m
16 Hillesheimer Kalkmulde
17 Mahlberg, 507 m
18 Auf dem Haan (Nürburg), 678 m
19 Hönselberg, 570 m
20 Hochwegen, 631 m
21 Hillesheim
22 Nürburgring
23 Bränkekopf, 622 m
24 Arensberg, 561 m
25 Rote Heck, 639 m
26 Roßbüsch, 538 m
27 Barsberg, 599 m
28 Goßberg, 586 m
29 Reinertsberg, 610 m
30 KYLLTAL
31 Rädersberg, 627 m
32 Gonnenstall, 601 m
33 Kahlenberg, 626 m
34 Heidberg, 500 m
35 Döhmberg, 653 m
36 Loscheid, 523 m
37 Wolfsbeuel, 531 m
38 Dreiser Höhe, 610 m
39 WESTEIFELER VULKANFELD
40 Rockeskyller Kopf, 554 m
41 Bremelchen, 608 m
42 In der Eyd, 636 m
43 Duppacher Weiher (Trockenmaar)
44 Alter Voß, 588 m
45 Kalenborn-Scheuern
46 Ernstberg, 699 m
47 Sassenberg, 574 m
48 Dauner Heck, 618 m
49 Hahn, 539 m
50 Rother Kopf, 561 m
51 Lenzerath, 519 m
52 Sender Eifel
53 Scharteberg, 691 m
54 Kreuzkaul, 520 m
55 Gerolsteiner Maar (Trockenmaar)
56 Ammelsbüsch, 512 m
57 Lehberg, 636 m
58 Gerolsteiner Dolomiten
59 Heilert
60 Strunk, 600 m
61 Gerolsteiner Kalkmulde
62 Nerother Kopf, 651 m
63 Heiligenstein, 503 m
64 Heidkopf, 578 m
65 Dietzenley, 618 m
66 Heidberg, 597 m
67 Spelzenseufen, 650 m
68 Sattel, 550 m
69 Ooser Nase, 579 m
70 SALMWALD
71 Prümscheid, 675 m
72 Achelter, 595 m
73 Apert, 632 m
74 Vogelsheck, 623 m
75 PRÜMER KALKMULDE
76 Auf der Kopp, 615 m
77 Schwirzheimer Kopf, 634 m

Details

Location: Auf Heilert / Duppacher Rücken (604 m)      by: Matthias Stoffels
Area: Germany      Date: 14.08.2014
Der Duppacher Rücken (von dem die Aufnahmen für dieses Panorama diesmal entstanden sind) ist für Eifeler Verhältnisse ein recht dominanter Emsquarzit-Höhenzug in der nordwestlichen Umrandung der Prümer Kalkmulde.

Von hier kann man einen nahezu uneingeschränkten Blick auf das Zentrum des quartären Vulkanfeldes der Westeifel in der Umgebung von Daun und Hillesheim mit seinen mehr als 250 einzelnen Eruptionspunkten genießen. Darüber hinaus sind zudem die mächtigen tertiären Vulkanbauten der Hohen Eifel (u.a. die Hoche Acht) am Horizont erkennbar.

Zum Vulkanismus in der Westeifel: Das quartäre Vulkanfeld der Westeifel erstreckt sich über eine Länge von rund 50 Kilometern von Bad Bertrich (unweit der Mosel) im Südosten bis nach Ormont an der deutsch-belgischen Grenze im Nordwesten und bedeckt dabei eine Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern.
Neben Schlackenkegeln, die das Landschaftsbild prägen und deshalb vorwiegend in dieser Panorama-Aufnahme zu sehen sind, bilden Maare (und Trockenmaare), die als Folge von phreatomagmatischen Eruptionen entstanden sind, die wesentlichen Vulkantypen in der Westeifel.
Aufgrund der Lage abseits von aktiven Kontinentalrändern ist das Vulkanfeld ein typisches Beispiel für Intraplatten-Vulkanismus.
Der Zeitpunkt des Einsetzens der vulkanischen Aktivität in der Westeifel ist bis heute nicht genau bekannt. Radiometrische Datierungen an älteren Vulkanbauten geben aber Hinweise darauf, dass die Eruptionen mindestens vor 600 000 bis 700 000 Jahren eingesetzt haben müssen. Der jüngste Ausbruch im Gebiet der Westeifel ereignete sich am Ulmener Maar östlich von Daun vor rund 10 000 Jahren.
In diesem mehrere hunderttausend Jahre andauernden Zeitraum, der immer wieder durch Phasen relativer vulkanischer Inaktivität gekennzeichnet war, wurden im wesentlichen relativ undifferenzierte und primitive SiO2-untersättigte, alkalireiche Magmen gefördert (Basalte und Basanite), aus denen eine unmittelbare Mantel-Herkunft abgeleitet werden kann.
Bis in die jüngste Zeit wurde vermutet, dass ein im Untergrund der Eifel vorhandener Mantel-Plume (Hot Spot-Vulkanismus) die Quelle für den Intraplatten-Vulkanismus sei. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass unter der Eifel eine seismische Anomalie im Oberen Erdmantel existiert, die als Zone partieller Schmelzen und somit als Ursache für den Vulkanismus interpretiert werden muss.
Das Vorhandensein dieser Schmelzen legt daher die Vermutung nahe, dass der Vulkanismus in der Eifel noch nicht als erloschen, sondern nur als derzeit ruhend bezeichnet werden darf.
Auch wenn zur Zeit nicht unmittelbar die Gefahr eines erneuten Ausbruchs besteht und die letzte Eruptionen bereits mehrere tausend Jahre zurück liegen, muss demnach auch zukünftig (in geologischen Zeiträumen gemessen) mit einem erneuten Aufleben der vulkanischen Aktivität gerechnet werden.

Anmerkung: Eigentlich bin ich an diesem Tag aufgrund der schlechten Wetteraussichten mit relativ geringen Erwartungen in die Eifel gestartet.
Als es am Abend nach dem Abzug einer mächtigen Regenfront dann doch noch einmal aufklarte, bin ich mit meinem Equipment zum Aufnahmestandort aufgebrochen und konnte bei tiefstehender Sonne die Einzelaufnahmen zu diesem Panorama erstellen.

Technische Details: 19 QF-Aufnahmen (Freihand) mit Canon EOS 1100D (f=55 mm, k=f/8, tv=1/200s bis 1/250s, ISO 100), RAW-Entwicklung mit Darktable 1.4.2, Stitching mit Hugin-2014.0~rc4, Gimp (Skalierung und Schärfen)

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Comments

How much green!
2014/09/21 19:26, Giuseppe Marzulli
Ah! Ein sehr schönes Mittelgebirgspanorama mit dezenten Farben und erstklassiger Beschriftung. Für mich ist es sehr interessant, die Eifel und einige ihrer markanten Gipfel hier "von hinten" zu sehen. Bei meinen beiden letzten Eifelpanoramen fragte ich nach Burg Olbrück. Ich dachte da eigentlich auch an dich, da dieser Aufnahmestandort in deiner Reichweite liegen dürfte.
2014/09/21 21:16, Jörg Braukmann
@Jörg
danke für Deinen netten Kommentar; den Bergfried der Ruine Ölbrück auf der markanten Selbergitkuppe habe ich nach Deinen Panoramen vom Gänsehals und von der Hohen Acht immer noch auf dem Schirm. Vielleicht klappt das ja noch im Herbst.
Herzliche Grüße, Matthias.
2014/09/21 21:45, Matthias Stoffels
Bei Deinem Pano 15870 hatte ich mir Sonne gewünscht. Schön, daß es jetzt geklappt hat, gefällt mir sehr gut. LG Fried
2014/09/22 07:37, Friedemann Dittrich
Wonderful! LG Jan.
2014/09/22 19:54, Jan Lindgaard Rasmussen
Dieser unscheinbare Aussichtspunkt erhält durch das Licht, die natürlichen Farben, vor allem aber durch Deine ausführliche Beschriftung eine ganz besondere Note.
LG Jörg
2014/09/22 21:04, Jörg Nitz
Wie erfrischend die Eifel doch sein kann, wenn wir diese nun auch mal im Sonnenlicht sehen dürfen ;-) - informativ wie immer, die Farben sind eine Pracht!

Herzliche Grüße
Hans-Jörg
2014/10/02 14:59, Hans-Jörg Bäuerle
Es müssen nicht immer hundert Berge sein... 
...fällt mir da in Abwandlung des berühmten Buche von Simmel ein ("es muß nicht immer Kaviar sein"). Ausgezeichnet die schönen Farben auf den Gräsern und die Lichtstimmung überhaupt. Herzliche Grüße Velten
2014/10/04 05:46, Velten Feurich
Ich würde nicht behaupten,daß ich wirklich alles ganz verstehe, aber Deine sicher geraffte geologische Beschreibung komplettiert das Bild von der friedlichen Idylle zu dem spannenden Landstrich, der die Eifel ist.
Es grüßt Wolfgang
2014/10/07 22:46, Wolfgang Bremer
@Wolfgang
die gelegentlichen Touren in die Eifel sind für mich auch immer wieder ein Heimkommen (hier habe ich meine Wurzeln); bei der Typisierung des Westeifel-Vulkanismus sind mir vielleicht etwas die Pferde durchgegangen ;-).
Herzliche Grüße, Matthias.
2014/10/08 01:22, Matthias Stoffels

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